23.01.26
21:30
Reuters
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| Intel enttäuscht mit Prognose |
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| Warten auf weitere Tech-Bilanzen in der neuen Woche |
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| Anstehender Fed-Entscheid sorgt für Zurückhaltung |
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| Anleger fürchten weitere geopolitische Krisen |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 23. Jan (Reuters) - Ein enttäuschender |
| Ausblick des Chipriesen Intel hat den Dow Jones am Freitag ins |
| Minus gedrückt. Zum Wochenschluss einer turbulenten Handelswoche |
| hielten sich die Anleger insgesamt zurück, da in der kommenden |
| Woche wichtige Unternehmensbilanzen und der Zinsentscheid der |
| US-Notenbank anstehen. |
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte zum Handelsende 0,6 Prozent tiefer bei 49.096 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 schloss nahezu unverändert bei 6915 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,3 Prozent auf 23.499 Punkte.
Maßgeblich für die schlechte Stimmung im Standardwerte-Index war der Kursrutsch von 17 Prozent bei Intel(INTC.O). Die Aktien gaben deutlich nach, nachdem der Konzern Umsatz und Gewinn für das laufende Quartal unter den Markterwartungen angesetzt hatte. Intel teilte mit, das Unternehmen habe Schwierigkeiten, die hohe Nachfrage nach seinen Server-Chips für KI-Rechenzentren zu bedienen.
Die Märkte blicken auf eine schwankungsanfällige Woche zurück. Nach einem Ausverkauf am Dienstag hatten sich die Kurse zur Wochenmitte wieder erholt. Auslöser der Turbulenzen waren Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen, um seine Ansprüche auf Grönland durchzusetzen. Trotz der politischen Unruhen zeigten sich Marktteilnehmer zuversichtlich. "Wir fühlen uns ziemlich gut damit, wo wir heute stehen", sagte Jason Blackwell, Chef-Anlagestratege bei Focus Partners Wealth. Zwar sei angesichts der im Herbst anstehenden Zwischenwahlen ("Midterms") mit Volatilität zu rechnen, die Unternehmensgewinne und die Konjunktur seien aber robust.
In der kommenden Woche richtet sich der Fokus auf die Bilanzen der großen Technologiekonzerne. Investoren warten darauf, ob sich die hohen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) in den Umsätzen niederschlagen. Apple(AAPL.O), Tesla(TSLA.O) und Microsoft(MSFT.O) werden ihre Bücher öffnen. Am Freitag zeigten sich die sogenannten "Magnificent Seven" uneinheitlich: Während Tesla und Alphabet(GOOGL.O) nachgaben, legten Microsoft, Meta(META.O) und Amazon(AMZN.O) zu.
Nvidia(NVDA.O) profitierte von einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Firmen Bestellungen für bestimmte KI-Chips vorbereiten dürfen und legt um 1,5 Prozent zu.
Zudem steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Experten erwarten, dass die Währungshüter den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Anleger werden die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf Hinweise für eine erste Zinssenkung abklopfen, die an den Märkten derzeit für Juni erwartet wird. Konjunkturdaten stützten die Stimmung zum Jahresauftakt: Die Unternehmensstimmung blieb im Januar stabil, und das Verbrauchervertrauen hellte sich auf.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
23.01.26
21:30
Reuters
(Neu: Schlusskurse) Frankfurt, 23. Jan (Reuters) - Ein enttäuschender Ausblick des Chipriesen Intel hat den Dow Jones am Freitag ins Minus gedrückt. Zum Wochenschluss einer turbulenten Handelswoche hielten sich die Anleger insgesamt zurück, da in der kommenden Woche wichtige Unternehmensbilanzen und der Zinsentscheid der US-Notenbank anstehen.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte zum Handelsende 0,6 Prozent tiefer bei 49.096 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 schloss nahezu unverändert bei 6915 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,3 Prozent auf 23.499 Punkte.
Maßgeblich für die schlechte Stimmung im Standardwerte-Index war der Kursrutsch von 17 Prozent bei Intel(INTC.O). Die Aktien gaben deutlich nach, nachdem der Konzern Umsatz und Gewinn für das laufende Quartal unter den Markterwartungen angesetzt hatte. Intel teilte mit, das Unternehmen habe Schwierigkeiten, die hohe Nachfrage nach seinen Server-Chips für KI-Rechenzentren zu bedienen.
Die Märkte blicken auf eine schwankungsanfällige Woche zurück. Nach einem Ausverkauf am Dienstag hatten sich die Kurse zur Wochenmitte wieder erholt. Auslöser der Turbulenzen waren Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen, um seine Ansprüche auf Grönland durchzusetzen. Trotz der politischen Unruhen zeigten sich Marktteilnehmer zuversichtlich. "Wir fühlen uns ziemlich gut damit, wo wir heute stehen", sagte Jason Blackwell, Chef-Anlagestratege bei Focus Partners Wealth. Zwar sei angesichts der im Herbst anstehenden Zwischenwahlen ("Midterms") mit Volatilität zu rechnen, die Unternehmensgewinne und die Konjunktur seien aber robust.
In der kommenden Woche richtet sich der Fokus auf die Bilanzen der großen Technologiekonzerne. Investoren warten darauf, ob sich die hohen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) in den Umsätzen niederschlagen. Apple(AAPL.O), Tesla(TSLA.O) und Microsoft(MSFT.O) werden ihre Bücher öffnen. Am Freitag zeigten sich die sogenannten "Magnificent Seven" uneinheitlich: Während Tesla und Alphabet(GOOGL.O) nachgaben, legten Microsoft, Meta(META.O) und Amazon(AMZN.O) zu.
Nvidia(NVDA.O) profitierte von einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Firmen Bestellungen für bestimmte KI-Chips vorbereiten dürfen und legt um 1,5 Prozent zu.
Zudem steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Experten erwarten, dass die Währungshüter den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Anleger werden die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf Hinweise für eine erste Zinssenkung abklopfen, die an den Märkten derzeit für Juni erwartet wird. Konjunkturdaten stützten die Stimmung zum Jahresauftakt: Die Unternehmensstimmung blieb im Januar stabil, und das Verbrauchervertrauen hellte sich auf.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)