30.10.24
04:47
Reuters
Tokio/Singapur, 30. Okt (Reuters) - Angetrieben von starken Technologiewerten nach Rekordhochs an der US-Technologiebörse Nasdaq klettert der japanische Leitindex Nikkei am Mittwoch auf ein Zweiwochenhoch. Der Nikkei-Index(.N225) stieg um 1,2 Prozent auf 39.350,19 Punkte, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 1,0 Prozent auf 2708,38 Zähler zulegte. Belastet von Sorgen um die chinesische Wirtschaft und die anstehenden US-Wahlen zeigten sich die meisten anderen asiatischen Börsen dagegen zurückhaltend. Die Börse in Shanghai(.SSEC) verlor 0,9 Prozent auf 3258,05 Punkte, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,1 Prozent auf 3881,83 Punkte. Investoren analysieren derzeit die möglichen Auswirkungen auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Trotz Berichten über mögliche neue Konjunkturmaßnahmen blieben Anleger in China vorsichtig. "Chinas jüngstes Konjunkturpaket scheint enttäuschend zu sein", sagte Charu Chanana von Saxo. "Es gibt zwar einen stärkeren Fokus auf die Unterstützung des Immobiliensektors, aber die Dringlichkeit, breitere strukturelle Probleme wie Verschuldung, Deflation und Demografie anzugehen, bleibt begrenzt." Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich der Index für neue Energiefahrzeuge in China mit einem Plus von 0,2 Prozent weitgehend unbeeindruckt von der Nachricht, dass die Europäische Union die Zölle auf in China gebaute Elektrofahrzeuge auf bis zu 45,3 Prozent anheben will.
In Tokio waren nach den Rekordständen im US-Technologiesektor vor allem Chipwerte gefragt: Der Halbleiterausrüster Disco(6146.T) verbuchte einen Kurssprung von 12,4 Prozent, während Lasertec(6920.T) um 5,17 Prozent zulegten. Der Chip-Testausrüster Advantest(6857.T) legte um 2,62 Prozent zu und war damit der größte Gewinner im Nikkei. Der Chiphersteller Tokyo Electron(8035.T) stieg um 1,19 Prozent. "Es gab keine starken marktbewegenden Impulse und die Dynamik ist nicht stark", sagte Fumio Matsumoto von Okasan Securities. "Die Anleger haben lediglich Aktien zurückgekauft, die in der vergangenen Woche aus Angst vor politischen Turbulenzen verkauft worden waren." Die Aussicht, dass die Liberaldemokratische Partei Japans und ihr Koalitionspartner ihre Mehrheit im Unterhaus des Parlaments verlieren könnten, hatte den Nikkei in der vergangenen Woche um 2,7 Prozent fallen lassen.
Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar leicht auf 153,31 Yen zu. Die japanische Währung stand weiter unter dem Druck des Verlusts der Parlamentsmehrheit für die japanische Regierungskoalition bei den Wahlen am Wochenende. Der Dollar stieg leicht auf 7,1355 Yuan(CNY=). Gegenüber der Schweizer Währung wertete er leicht auf 0,8676 Franken(CHF=) auf. Gleichzeitig blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,0815 Dollar und legte leicht auf 0,9384 Franken(EURCHF=) zu.
Am Rohstoffmarkt stabilisierten sich die Ölpreise, nachdem Branchendaten einen überraschenden Rückgang der Rohöl- und Benzinvorräte in den USA gezeigt hatten. In den beiden Handelstagen zuvor waren die Preise aufgrund der Aussicht auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten gefallen. Rohöl der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 71,47 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLc1) notierte 0,6 Prozent fester bei 67,60 Dollar.
Der US-Leitindex Dow Jones(.DJI) war am Dienstag mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 42.233,05 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 5832,92 Punkte und die technologielastige Nasdaq(.IXIC) legte um 0,8 Prozent auf 18 712,75 Zähler zu. Mit Spannung erwarten die Märkte nun die Quartals zahlen weiterer großer US-Technologiekonzerne. Meta Platforms(META.O) und Microsoft(MSFT.O) werden ihre Zahlen im Laufe des Mittwochs vorlegen, gefolgt von Apple(AAPL.O) und Amazon(AMZN.O) am Donnerstag.
(Bericht von Rae Wee, Laila Kearney und Junko Fujita, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.10.24
04:47
Reuters
Tokio/Singapur, 30. Okt (Reuters) - Angetrieben von starken Technologiewerten nach Rekordhochs an der US-Technologiebörse Nasdaq klettert der japanische Leitindex Nikkei am Mittwoch auf ein Zweiwochenhoch.
Trotz Berichten über mögliche neue Konjunkturmaßnahmen blieben Anleger in China vorsichtig. "Chinas jüngstes Konjunkturpaket scheint enttäuschend zu sein", sagte Charu Chanana von Saxo. "Es gibt zwar einen stärkeren Fokus auf die Unterstützung des Immobiliensektors, aber die Dringlichkeit, breitere strukturelle Probleme wie Verschuldung, Deflation und Demografie anzugehen, bleibt begrenzt." Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich der Index für neue Energiefahrzeuge in China mit einem Plus von 0,2 Prozent weitgehend unbeeindruckt von der Nachricht, dass die Europäische Union die Zölle auf in China gebaute Elektrofahrzeuge auf bis zu 45,3 Prozent anheben will.
In Tokio waren nach den Rekordständen im US-Technologiesektor vor allem Chipwerte gefragt: Der Halbleiterausrüster Disco(6146.T) verbuchte einen Kurssprung von 12,4 Prozent, während Lasertec(6920.T) um 5,17 Prozent zulegten. Der Chip-Testausrüster Advantest(6857.T) legte um 2,62 Prozent zu und war damit der größte Gewinner im Nikkei. Der Chiphersteller Tokyo Electron(8035.T) stieg um 1,19 Prozent. "Es gab keine starken marktbewegenden Impulse und die Dynamik ist nicht stark", sagte Fumio Matsumoto von Okasan Securities. "Die Anleger haben lediglich Aktien zurückgekauft, die in der vergangenen Woche aus Angst vor politischen Turbulenzen verkauft worden waren." Die Aussicht, dass die Liberaldemokratische Partei Japans und ihr Koalitionspartner ihre Mehrheit im Unterhaus des Parlaments verlieren könnten, hatte den Nikkei in der vergangenen Woche um 2,7 Prozent fallen lassen.
Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar leicht auf 153,31 Yen zu. Die japanische Währung stand weiter unter dem Druck des Verlusts der Parlamentsmehrheit für die japanische Regierungskoalition bei den Wahlen am Wochenende. Der Dollar stieg leicht auf 7,1355 Yuan(CNY=). Gegenüber der Schweizer Währung wertete er leicht auf 0,8676 Franken(CHF=) auf. Gleichzeitig blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,0815 Dollar und legte leicht auf 0,9384 Franken(EURCHF=) zu.
Am Rohstoffmarkt stabilisierten sich die Ölpreise, nachdem Branchendaten einen überraschenden Rückgang der Rohöl- und Benzinvorräte in den USA gezeigt hatten. In den beiden Handelstagen zuvor waren die Preise aufgrund der Aussicht auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten gefallen. Rohöl der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 71,47 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLc1) notierte 0,6 Prozent fester bei 67,60 Dollar.
Der US-Leitindex Dow Jones(.DJI) war am Dienstag mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 42.233,05 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 5832,92 Punkte und die technologielastige Nasdaq(.IXIC) legte um 0,8 Prozent auf 18 712,75 Zähler zu. Mit Spannung erwarten die Märkte nun die Quartals zahlen weiterer großer US-Technologiekonzerne. Meta Platforms(META.O) und Microsoft(MSFT.O) werden ihre Zahlen im Laufe des Mittwochs vorlegen, gefolgt von Apple(AAPL.O) und Amazon(AMZN.O) am Donnerstag.
(Bericht von Rae Wee, Laila Kearney und Junko Fujita, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)