21.04.26
07:25
Reuters
Tokio/Shanghai, 21. Apr (Reuters) - An den asiatischen Aktienmärkten haben die Anleger am Dienstag auf erfolgreiche Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran spekuliert. Für Erleichterung sorgten Berichte, wonach der Iran eine Teilnahme an den geplanten Gesprächen mit den USA in Pakistan erwägt. Zudem stützten erneute Wetten auf Künstliche Intelligenz (KI) die Nachfrage.
In Tokio stieg der Nikkei-Index(.N225) um ein Prozent auf 59.384 Punkte. Vor allem bei Aktien aus dem Chipsektor griffen Anleger zu. Tokyo Electron(8035.T) und Advantest(6857.T) verteuerten sich in der Spitze um fünf sowie knapp drei Prozent. Die Anteilsscheine des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) schnellten um 8,5 Prozent nach oben. "Der Markt könnte hinsichtlich der Folgen des Krieges zu optimistisch sein", konstatierte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. "Es gibt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Unterbrechung der Lieferkette."
Sollten die Auswirkungen der Angebotsknappheit deutlich werden, könnte es im Sommer zu einer größeren Korrektur am Aktienmarkt kommen, sagte Ikeda. Die angespannte Versorgungslage mit Helium, einem wichtigen Bestandteil bei der Kabelproduktion, könnte etwa japanische Glasfaserkabelhersteller belasten.
Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) zeigten sich nach anfänglichen Verlusten stabil. Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des chinesischen Leiterplattenherstellers Victory Giant Technology(2476.HK) hervor. Sie legten bei ihrem Debüt in Hongkong um 60 Prozent zu.
In Südkorea stieg der Index(.KS11) um knapp drei Prozent auf ein frisches Rekordhoch. Treiber waren vor allem Chipwerte. "Der Fokus des heimischen Aktienmarktes liegt heute wie schon gestern auf den Unternehmensgewinnen", sagte Analyst Seo Sang-young von Mirae Asset Securities. Die Aktien des Chipherstellers SK Hynix(000660.KS) stiegen um bis zu 5,2 Prozent auf ein Rekordhoch. SK Hynix, das hochentwickelte Chips an den US-Konzern Nvidia(NVDA.O) liefert, überholte mit einer Marktkapitalisierung von über 564 Milliarden Dollar den US-Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson(JNJ.N) und stieg in die Riege der 20 wertvollsten Unternehmen der Welt auf.
Auch die Papiere von Batterieherstellern legten kräftig zu. Samsung SDI(006400.KS) schossen nach einem Geschäft mit Mercedes-Benz(MBGn.DE) um mehr als 15 Prozent in die Höhe. LG Energy Solution(373220.KS) kletterten um rund zehn Prozent.
(Bericht von Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
21.04.26
07:25
Reuters
| * | Nikkei | legt ein Prozent zu |
| * | Chip-Werte treiben Index in Südkorea auf Rekordhoch | |
| * | Chinesischer Leiterplattenhersteller punktet bei | |
| Börsendebüt | ||
| Tokio/Shanghai, 21. Apr (Reuters) - An den asiatischen | ||
| Aktienmärkten haben die Anleger am Dienstag auf erfolgreiche | ||
| Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran spekuliert. Für | ||
| Erleichterung sorgten Berichte, wonach der Iran eine Teilnahme | ||
| an den geplanten Gesprächen mit den USA in Pakistan erwägt. | ||
| Zudem stützten erneute Wetten auf Künstliche Intelligenz (KI) | ||
| die Nachfrage. | ||
In Tokio stieg der Nikkei-Index(.N225) um ein Prozent auf 59.384 Punkte. Vor allem bei Aktien aus dem Chipsektor griffen Anleger zu. Tokyo Electron(8035.T) und Advantest(6857.T) verteuerten sich in der Spitze um fünf sowie knapp drei Prozent. Die Anteilsscheine des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) schnellten um 8,5 Prozent nach oben. "Der Markt könnte hinsichtlich der Folgen des Krieges zu optimistisch sein", konstatierte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. "Es gibt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Unterbrechung der Lieferkette."
Sollten die Auswirkungen der Angebotsknappheit deutlich werden, könnte es im Sommer zu einer größeren Korrektur am Aktienmarkt kommen, sagte Ikeda. Die angespannte Versorgungslage mit Helium, einem wichtigen Bestandteil bei der Kabelproduktion, könnte etwa japanische Glasfaserkabelhersteller belasten.
Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) zeigten sich nach anfänglichen Verlusten stabil. Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des chinesischen Leiterplattenherstellers Victory Giant Technology(2476.HK) hervor. Sie legten bei ihrem Debüt in Hongkong um 60 Prozent zu.
In Südkorea stieg der Index(.KS11) um knapp drei Prozent auf ein frisches Rekordhoch. Treiber waren vor allem Chipwerte. "Der Fokus des heimischen Aktienmarktes liegt heute wie schon gestern auf den Unternehmensgewinnen", sagte Analyst Seo Sang-young von Mirae Asset Securities. Die Aktien des Chipherstellers SK Hynix(000660.KS) stiegen um bis zu 5,2 Prozent auf ein Rekordhoch. SK Hynix, das hochentwickelte Chips an den US-Konzern Nvidia(NVDA.O) liefert, überholte mit einer Marktkapitalisierung von über 564 Milliarden Dollar den US-Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson(JNJ.N) und stieg in die Riege der 20 wertvollsten Unternehmen der Welt auf.
Auch die Papiere von Batterieherstellern legten kräftig zu. Samsung SDI(006400.KS) schossen nach einem Geschäft mit Mercedes-Benz(MBGn.DE) um mehr als 15 Prozent in die Höhe. LG Energy Solution(373220.KS) kletterten um rund zehn Prozent.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Dienstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 59.383,93 | +1,0% |
| Topix(.TOPX) | 3.774,63 | -0,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.078,92 | -0,1% |
| CSI300(.CSI300) | 4.764,16 | +0,1% |
| Hang Seng(.HSI) | 26.465,48 | +0,4% |
| Kospi(.KS11) | 6.377,67 | +2,6% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1778 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3517 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 158,89 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7786 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,8145 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.469,40 |
(Bericht von Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)