17.04.26
14:56
Reuters
Frankfurt, 17. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.50 Uhr - Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus lässt die Anleger bei Edelmetallen zugreifen. Die Preise für Gold(XAU=), Silber(XAG=), Platin(XPT=) und Palladium(XPD=) weiten ihre Gewinne aus und legen um knapp zwei bis fast sechs Prozent zu. "Die Wiedereröffnung der Meerenge war ein Schlüsselereignis", sagt Peter Grant, Chefstratege beim Edelmetallhändler Zaner Metals. "Da die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) nun unter Druck stehen, dürfte dies die Inflationssorgen dämpfen und die Erwartungen auf Zinssenkungen wiederbeleben - allesamt gute Nachrichten für Gold." Niedrigere Zinssätze wichtiger Notenbanken kurbeln die Nachfrage nach Gold an, da es keine Zinsen abwirft, und stützen so den Preis.
16.30 Uhr - Zunehmende Wetten auf US-Zinssenkungen nach der Öffnung der Straße von Hormus schwächen den US-Dollar. Der Dollar-Index(=USD), der den Kurs zu anderen wichtigen Währungen widerspiegelt, fällt um bis 0,6 Prozent auf 97,632 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit dem 27. Februar. Im Gegenzug legt der Euro(EUR=) um 0,6 Prozent auf 1,1848 Dollar zu. Die Erwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer Dezember-Sitzung den Zinssatz um mindestens 25 Basispunkte senken wird, sind laut dem FedWatch Tool der CME auf 44,9 Prozent von zuvor 29,5 Prozent gestiegen.
16.15 Uhr - Anleger greifen bei Staatsanleihen zu, was die Renditen drückt. Nachdem die vom Iran angekündigte Öffnung der Straße von Hormus für den Handelsverkehr die Friedenshoffnungen anheizte, gingen die Wetten auf Zinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank zurück. Die Rendite der besonders zinsabhängigen zweijährigen Bundesanleihe(DE2YT=RR) fällt um 8,5 Basispunkte auf 2,444 Prozent. Die zehnjährigen Titel(DE10YT=RR) rentieren bei 2,962 Prozent nach 3,033 Prozent am Donnerstag. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der EZB-Sitzung in diesem Monat wurde an den Terminmärkten auf acht Prozent geschätzt, nach zuvor 15 Prozent. "Sollte der Waffenstillstand halten und die Wiedereröffnung als dauerhaft angesehen werden, könnten die Märkte die Zinserhöhungen der EZB auch gänzlich ausblenden", sagte Massimiliano Maxia, Spezialist für festverzinsliche Wertpapiere bei Allianz Global Investors.
15.30 Uhr - Der Ölpreisrutsch nach der Ankündigung des Iran, die Straße von Hormus für die kommerzielle Schifffahrt wieder freizugeben, setzt Öl- und Gasaktien zu. Der europäische Sektorindex(.SXEP) fällt um vier Prozent auf den niedrigsten Stand seit März 2023. Die Aktien von Eni(ENI.MI), OMV(OMVV.VI), Galp Energia(GALP.LS), Repsol(REP.MC), Shell(SHEL.L), Aker BP(AKRBP.OL), Vaar Energi(VAR.OL) und BP(BP.L) geben zwischen 3,5 und 6,2 Prozent nach. Auch in den USA gerät der Sektor unter Druck. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. Die Ankündigung mindert die Sorge vor Lieferengpässen und drückt damit den Ölpreis, der um zeitweise rund zwölf Prozent nachgibt.
15.15 Uhr - Aktien aus dem Reise- und Touristiksektor geben angesichts der Öffnung der Straße von Hormus und sinkender Energiepreise Gas: Bei den europäischen Fluggesellschaften steigen die Papiere der Deutschen Lufthansa(LHA.DE), Easyjet(EZJ.L), der British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L), Wizz Air(WIZZ.L) und Air France-KLM(AIRF.PA) zwischen 3,4 und 6,2 Prozent. Im vorbörslichen US-Handel legen die Aktien der Kreuzfahrtbetreiber zu: Carnival(CCL.N) gewinnen 5,3 Prozent. Die Titel von Norwegian Cruise Line (NCLH.N) legen um 4,8 Prozent zu und Royal Caribbean (RCL.N) steigen um fünf Prozent. Der Iran hat die Straße von Hormus für die restliche Dauer der Waffenruhe im Libanon wieder vollständig für die Handelsschifffahrt freigegeben.
14.55 Uhr - Anleger feiern die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus: Der Dax(.GDAXI) weitet seine Gewinne deutlich aus und steht 1,9 Prozent höher bei 24.662 Punkten. Die US-Futures ziehen ebenfalls an. Gleichzeitig fällt der Ölpreis deutlich: Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligen sich um 9,1 beziehungsweise 9,9 Prozent auf 90,30 und 85,27 Dollar je Fass. Die Blockade der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus wird dem Iran zufolge für die restliche Zeit der mit dem Libanon geltenden Waffenruhe aufgehoben.
14.30 Uhr - Die wegen des geplanten Abgangs einer wichtigen Führungskraft unter Druck geratenen Aktien von Netflix(NFLX.O) rutschen weiter ab und verlieren im vorbörslichen US-Geschäft 10,2 Prozent. Der Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzende Reed Hastings will sich bei der Hauptversammlung im Juni nicht zur Wiederwahl stellen. "Dies war eine unerwartete Nachricht, und Hastings wird als die DNA des Unternehmens angesehen", sagte Kathleen Brooks, Research Director bei XTB. Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der der Streaming-Anbieter aufgrund des harten Wettbewerbs mit sinkenden Einnahmen konfrontiert ist. Dennoch hinke Netflix mit seiner Ertragskraft "nicht hinterher", sagte Dan Coatsworth, Leiter des Bereichs Märkte bei AJ Bell. Das Unternehmen übertraf die Umsatz- und Gewinnschätzungen für das erste Quartal.
09.54 Uhr - Nach einer Herunterstufung lassen Anleger die Aktien von Aurubis(NAFG.DE) links liegen. Die Papiere von Europas größtem Kupferkonzern verlieren bis zu 3,5 Prozent auf 181,20 Euro und sind damit schwächster Wert im MDax(.MDAXI). Die Analysten von Kepler Cheuvreux stuften Aurubis auf "Hold" von "Buy" herunter. Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Monate sehen die Experten vorerst nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial. Seit Jahresbeginn kommen die Aktien auf ein Plus von rund 50 Prozent, 2025 legten sie fast 62 Prozent zu.
08.01 Uhr - Folgende Aktien werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:
| Deutsche Unternehmen | Schlusskurs | Dividende | |
| Angaben in Euro | |||
| Mercedes-Benz Group | 53,35 | 3,50 | |
| AG(MBGn.DE) |
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
17.04.26
14:56
Reuters
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)