17.04.26
09:43
Reuters
Frankfurt, 17. Apr (Reuters) - Allen konjunkturellen Widrigkeiten zum Trotz hat der Euro(EUR=) seit Anfang April deutlich Boden gut gemacht. Die Gemeinschaftswährung legte in den vergangenen zwei Wochen um fast zweieinhalb Prozent auf rund 1,18 Dollar zu. "Damit wurde die starke Aufwertung des US-Dollars seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten bis Ende März komplett egalisiert", konstatieren die Analysten der LBBW. Ihrer Einschätzung zufolge könnte der Euro bis Jahresende auf 1,22 Dollar klettern. Der steigende Inflationsdruck angesichts der höheren Energiepreise und die damit verbundenen Zinsspekulationen machten die Gemeinschaftswährung wieder begehrter, meinen die Experten. An den Terminmärkten werden bereits zwei EZB-Leitzinserhöhungen zu jeweils 25 Basispunkten bis zum Jahresende eingepreist, während die US-Notenbank Fed lediglich eine Pause in ihrem Kurs weiterer Zinssenkungen einlegen dürfte. "Damit würde sich der aktuelle Zinsvorsprung der USA weiter reduzieren", heißt es in dem LBBW-Kommentar. Der US-Leitzins liegt aktuell in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. In der Euro-Zone sind es 2,0 Prozent. Gegenwind erhalte der Dollar aktuell auch durch Verkäufe von US-Anleihen seitens asiatischer und nahöstlicher Investoren zur Finanzierung der teureren Energieimporte, erläutert Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Mittelfristig könnte der Greenback laut dem Experten zudem darunter leiden, dass Länder in Europa und Asien verstärkt in Verteidigung, Energieautarkie und diversifizierte Lieferketten investieren müssten. "Diese Investitionen dürften innerhalb ihrer jeweiligen Währungsräume bleiben", prognostiziert Stephan.
(Bericht von: Daniela Pegna, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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Frankfurt, 17. Apr (Reuters) - Allen konjunkturellen Widrigkeiten zum Trotz hat der Euro(EUR=) seit Anfang April deutlich Boden gut gemacht. Die Gemeinschaftswährung legte in den vergangenen zwei Wochen um fast zweieinhalb Prozent auf rund 1,18 Dollar zu. "Damit wurde die starke Aufwertung des US-Dollars seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten bis Ende März komplett egalisiert", konstatieren die Analysten der LBBW. Ihrer Einschätzung zufolge könnte der Euro bis Jahresende auf 1,22 Dollar klettern. Der steigende Inflationsdruck angesichts der höheren Energiepreise und die damit verbundenen Zinsspekulationen machten die Gemeinschaftswährung wieder begehrter, meinen die Experten. An den Terminmärkten werden bereits zwei EZB-Leitzinserhöhungen zu jeweils 25 Basispunkten bis zum Jahresende eingepreist, während die US-Notenbank Fed lediglich eine Pause in ihrem Kurs weiterer Zinssenkungen einlegen dürfte. "Damit würde sich der aktuelle Zinsvorsprung der USA weiter reduzieren", heißt es in dem LBBW-Kommentar. Der US-Leitzins liegt aktuell in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. In der Euro-Zone sind es 2,0 Prozent. Gegenwind erhalte der Dollar aktuell auch durch Verkäufe von US-Anleihen seitens asiatischer und nahöstlicher Investoren zur Finanzierung der teureren Energieimporte, erläutert Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Mittelfristig könnte der Greenback laut dem Experten zudem darunter leiden, dass Länder in Europa und Asien verstärkt in Verteidigung, Energieautarkie und diversifizierte Lieferketten investieren müssten. "Diese Investitionen dürften innerhalb ihrer jeweiligen Währungsräume bleiben", prognostiziert Stephan.
(Bericht von: Daniela Pegna, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: