15.04.26
17:36
Reuters
| * Dow im Minus, Nasdaq im Aufwind | |
| * | Hoffnung im Iran-Krieg und Bilanzen stützen |
| * | BoA und Morgan Stanley punkten mit Gewinnwachstum |
| * | Snap-Aktien steigen nach Jobabbau |
| * | Ölpreise fester |
| (Neu: Fokus auf USA) | |
| Frankfurt, 15. Apr (Reuters) - Die US-Börsen haben am | |
| Mittwoch keine einheitliche Richtung gefunden. Im Fadenkreuz der | |
| Investoren blieb die unübersichtliche Lage im Iran-Krieg, | |
| während sprudelnde Gewinne von Investmentbanken die Stimmung | |
| aufhellten. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte | |
| gegen Mittag (Ortszeit) rund 0,4 Prozent schwächer bei 48.360 | |
| Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stand 0,4 Prozent | |
| höher bei 6994 Zählern. Der Index der Technologiebörse | |
| Nasdaq(.IXIC) stieg um 0,9 Prozent auf 23.850 Punkte. | |
Anleger hielten an der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Krieg fest: Die USA und der Iran erwägen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, ihre Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern. Gespräche zur Beendigung des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran könnten in den nächsten zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden, hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag gesagt.
Die Anleger sind Börsianern zufolge bereit, bei den geringsten Anzeichen einer Deeskalation in risikoreichere Anlagen umzuschichten. "Der Markt ist vorsichtig optimistisch, dass wir wieder Frieden mit dem Iran schließen können", sagte Art Hogan, Stratege bei B. Riley Wealth. Um die positive Entwicklung an den Aktienmärkten aufrechtzuerhalten, könnten jedoch neue Impulse erforderlich sein. "Wir brauchen jetzt konkretere Beweise dafür, dass die Leute, die zusammenkommen und über Frieden sprechen wollen, vor Ablauf dieser Waffenruhe etwas erreichen können", sagte Hogan.
Für Unterstützung an den Börsen sorgten positive Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien der Bank of America(BAC.N) um rund zwei Prozent, nachdem das zweitgrößte US-Kreditinstitut für das erste Quartal einen Gewinnanstieg gemeldet hatte. Die Papiere von Morgan Stanley(MS.N) gaben noch stärker Gas und legten um mehr als vier Prozent zu. Die Investmentbank profitierte von einer Welle von Fusionen und Übernahmen und erzielte einen Rekordumsatz im Aktienhandel. Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten infolge des Nahost-Krieges sorgten für deutlich mehr Transaktionen.
Eine Lockerung der US-Kapitalmarktvorschriften für Day-Trader beflügelte die Aktien der auf Kleinanleger ausgerichteten Plattformen Robinhood(HOOD.O), eToro(ETOR.O) und Interactive Brokers(IBKR.O). Sie gewannen zwischen 2,5 und acht Prozent.
Die Ankündigung eines Stellenabbaus beflügelte die Aktien des Snapchat-Betreibers Snap(SNAP.N). Die Papiere stiegen um rund fünf Prozent. Snap will nach eigenen Angaben 1000 Mitarbeiter entlassen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht.
An den Rohstoffmärkten trieb die Furcht vor Versorgungsengpässen die Anleger weiter um. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und die US-Sorte WTI(CLc1) verteuerten sich jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 95,54 und 91,84 Dollar je Barrel. Mit Spannung beobachteten Investoren weiter die Lage in der für den Energiehandel bedeutenden Straße von Hormus. Die US-Streitkräfte setzten nach eigenen Angaben die Blockade iranischer Häfen mittlerweile vollständig durch. "Die Wiederöffnung der Straße von Hormus liegt nicht allein in Trumps Hand", sagte SEB-Analyst Ole Hvalbye. "Der Iran hat seine eigenen Überlegungen, und das Regime könnte es als strategisch sinnvoll erachten, den Schiffsverkehr auch nach einem Friedensabkommen weiterhin einzuschränken - sei es, um Reparationszahlungen zu erzwingen, Sicherheit zu gewährleisten oder einfach, um den USA im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im November politischen Schaden zuzufügen."
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, geschrieben von Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
15.04.26
17:36
Reuters
Frankfurt, 15. Apr (Reuters) - Die US-Börsen haben am Mittwoch keine einheitliche Richtung gefunden. Im Fadenkreuz der Investoren blieb die unübersichtliche Lage im Iran-Krieg, während sprudelnde Gewinne von Investmentbanken die Stimmung aufhellten. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte gegen Mittag (Ortszeit) rund 0,4 Prozent schwächer bei 48.360 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stand 0,4 Prozent höher bei 6994 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) stieg um 0,9 Prozent auf 23.850 Punkte.
Anleger hielten an der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Krieg fest: Die USA und der Iran erwägen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, ihre Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern. Gespräche zur Beendigung des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran könnten in den nächsten zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden, hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag gesagt.
Die Anleger sind Börsianern zufolge bereit, bei den geringsten Anzeichen einer Deeskalation in risikoreichere Anlagen umzuschichten. "Der Markt ist vorsichtig optimistisch, dass wir wieder Frieden mit dem Iran schließen können", sagte Art Hogan, Stratege bei B. Riley Wealth. Um die positive Entwicklung an den Aktienmärkten aufrechtzuerhalten, könnten jedoch neue Impulse erforderlich sein. "Wir brauchen jetzt konkretere Beweise dafür, dass die Leute, die zusammenkommen und über Frieden sprechen wollen, vor Ablauf dieser Waffenruhe etwas erreichen können", sagte Hogan.
Für Unterstützung an den Börsen sorgten positive Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien der Bank of America(BAC.N) um rund zwei Prozent, nachdem das zweitgrößte US-Kreditinstitut für das erste Quartal einen Gewinnanstieg gemeldet hatte. Die Papiere von Morgan Stanley(MS.N) gaben noch stärker Gas und legten um mehr als vier Prozent zu. Die Investmentbank profitierte von einer Welle von Fusionen und Übernahmen und erzielte einen Rekordumsatz im Aktienhandel. Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten infolge des Nahost-Krieges sorgten für deutlich mehr Transaktionen.
Eine Lockerung der US-Kapitalmarktvorschriften für Day-Trader beflügelte die Aktien der auf Kleinanleger ausgerichteten Plattformen Robinhood(HOOD.O), eToro(ETOR.O) und Interactive Brokers(IBKR.O). Sie gewannen zwischen 2,5 und acht Prozent.
Die Ankündigung eines Stellenabbaus beflügelte die Aktien des Snapchat-Betreibers Snap(SNAP.N). Die Papiere stiegen um rund fünf Prozent. Snap will nach eigenen Angaben 1000 Mitarbeiter entlassen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht.
An den Rohstoffmärkten trieb die Furcht vor Versorgungsengpässen die Anleger weiter um. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und die US-Sorte WTI(CLc1) verteuerten sich jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 95,54 und 91,84 Dollar je Barrel. Mit Spannung beobachteten Investoren weiter die Lage in der für den Energiehandel bedeutenden Straße von Hormus. Die US-Streitkräfte setzten nach eigenen Angaben die Blockade iranischer Häfen mittlerweile vollständig durch. "Die Wiederöffnung der Straße von Hormus liegt nicht allein in Trumps Hand", sagte SEB-Analyst Ole Hvalbye. "Der Iran hat seine eigenen Überlegungen, und das Regime könnte es als strategisch sinnvoll erachten, den Schiffsverkehr auch nach einem Friedensabkommen weiterhin einzuschränken - sei es, um Reparationszahlungen zu erzwingen, Sicherheit zu gewährleisten oder einfach, um den USA im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im November politischen Schaden zuzufügen."
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, geschrieben von Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)