14.04.26
20:29
Reuters
| * Insider: USA und Iran vor neuen Verhandlungen | |
| * | Ölpreise und Dollar geben nach - Bitcoin im Höhenflug |
| * | Bilanzen der Großbanken fallen uneinheitlich aus |
| * | Amazon kauft Satellitenfirma Globalstar - Aktien |
| gefragt | |
| (Neu: Schlusskurse) | |
| Frankfurt/Berlin, 14. Apr (Reuters) - Die Aussicht auf | |
| neue Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat am | |
| Dienstag für steigende Kurse an der Wall Street gesorgt. Der | |
| US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 0,7 Prozent auf | |
| 48.536 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) rückte 2,0 | |
| Prozent auf 23.639 Zähler vor und der breit gefasste S&P | |
| 500(.SPX) legte 1,2 Prozent auf 6967 Stellen zu. "Dass sich der | |
| Konflikt zwischen den USA und dem Iran von Raketen auf Worte | |
| verlagert, nährt bei den Anlegern die Hoffnung, dass die | |
| Auseinandersetzung bald beigelegt wird", sagte Bob Savage, | |
| Chefstratege bei der Bank of New York Mellon. | |
Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Einem an den Gesprächen beteiligten Insider zufolge wurde Washington und Teheran nun ein Vorschlag zur erneuten Entsendung ihrer Delegationen unterbreitet. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, sagte ein ranghoher iranischer Insider. Die Delegationen hielten sich jedoch den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran habe am Montag Kontakt aufgenommen und wolle eine Einigung. Er werde jedoch keinem Abkommen zustimmen, das Teheran den Besitz von Atomwaffen erlaube.
Die Aussicht auf Verhandlungen ließ den Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) um 7,3 Prozent auf 91,92 Dollar je Fass (159 Liter) fallen. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee(LCOc1) verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 95,14 Dollar pro Barrel. Zu Wochenbeginn waren die Ölpreise gestiegen, nachdem das US-Militär mit einer Blockade der iranischen Häfen begonnen hatte und die Gespräche in Pakistan zur Lösung der Krise zunächst gescheitert waren.
Zudem hoben die US-Hersteller trotz des jüngsten Ölpreisschocks ihre Preise im März nicht so stark an wie erwartet. Dies schürte neue Hoffnungen auf niedrigere Zinsen der US-Notenbank Fed und drückte damit den Dollar. Der Dollar-Index(.DXY), der den Wert der US-Währung zu anderen wichtigen Währungen misst, gab um 0,2 Prozent auf 98,123 Punkte nach und näherte sich seinem Vorkriegsniveau.
Anleger griffen zugleich bei Bitcoin(BTC=) zu. Die umsatzstärkste Kryptowährung verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 74.284 Dollar. "Der Bitcoin fungiert derzeit als eine Art Seismograf für die globale Risikobereitschaft und signalisiert, dass Investoren wieder das Risiko suchen", sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. "Offensichtlich reicht derzeit ein fragiler diplomatischer Faden, an dem sich die Kurse nach oben hangeln."
Im Fokus bei den Unternehmen standen vor allem Bilanzen aus dem Finanzsektor. Die Geldhäuser Wells Fargo(WFC.N) und JP Morgan(JPM.N) konnten mit ihren Zahlen nicht bei Anlegern punkten: Die Aktien fielen nach der Veröffentlichung um 5,7 und 0,8 Prozent. Der Vermögensverwalter BlackRock(BLK.N) und die Großbank Citigroup(C.N) gewannen hingegen drei und 2,6 Prozent.
Anleger griffen ebenfalls bei American Airlines(AAL.O) zu, was die Papiere um acht Prozent nach oben trieb. Der Chef von United Airlines(UAL.O) hat Insidern zufolge bei Trump für eine Fusion mit dem Konkurrenten geworben. Die United-Aktien rückten um 2,1 Prozent vor.
Um 3,8 Prozent nach oben ging es für Amazon(AMZN.O). Mit der milliardenschweren Übernahme von Globalstar(GSAT.O) in Louisiana will das Onlinehandel- und Technologiekonglomerat sein Satellitengeschäft stärken und den Rückstand zu Elon Musks Starlink verkleinern. Die Globalstar-Titel sprangen um 9,6 Prozent in die Höhe.
(Bericht von Sanne Schimanski Bearbeitet von Scot W. Stevenson Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
14.04.26
20:29
Reuters
Frankfurt/Berlin, 14. Apr (Reuters) - Die Aussicht auf neue Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat am Dienstag für steigende Kurse an der Wall Street gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 0,7 Prozent auf 48.536 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) rückte 2,0 Prozent auf 23.639 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500(.SPX) legte 1,2 Prozent auf 6967 Stellen zu. "Dass sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran von Raketen auf Worte verlagert, nährt bei den Anlegern die Hoffnung, dass die Auseinandersetzung bald beigelegt wird", sagte Bob Savage, Chefstratege bei der Bank of New York Mellon.
Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Einem an den Gesprächen beteiligten Insider zufolge wurde Washington und Teheran nun ein Vorschlag zur erneuten Entsendung ihrer Delegationen unterbreitet. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, sagte ein ranghoher iranischer Insider. Die Delegationen hielten sich jedoch den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran habe am Montag Kontakt aufgenommen und wolle eine Einigung. Er werde jedoch keinem Abkommen zustimmen, das Teheran den Besitz von Atomwaffen erlaube.
Die Aussicht auf Verhandlungen ließ den Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) um 7,3 Prozent auf 91,92 Dollar je Fass (159 Liter) fallen. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee(LCOc1) verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 95,14 Dollar pro Barrel. Zu Wochenbeginn waren die Ölpreise gestiegen, nachdem das US-Militär mit einer Blockade der iranischen Häfen begonnen hatte und die Gespräche in Pakistan zur Lösung der Krise zunächst gescheitert waren.
Zudem hoben die US-Hersteller trotz des jüngsten Ölpreisschocks ihre Preise im März nicht so stark an wie erwartet. Dies schürte neue Hoffnungen auf niedrigere Zinsen der US-Notenbank Fed und drückte damit den Dollar. Der Dollar-Index(.DXY), der den Wert der US-Währung zu anderen wichtigen Währungen misst, gab um 0,2 Prozent auf 98,123 Punkte nach und näherte sich seinem Vorkriegsniveau.
Anleger griffen zugleich bei Bitcoin(BTC=) zu. Die umsatzstärkste Kryptowährung verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 74.284 Dollar. "Der Bitcoin fungiert derzeit als eine Art Seismograf für die globale Risikobereitschaft und signalisiert, dass Investoren wieder das Risiko suchen", sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. "Offensichtlich reicht derzeit ein fragiler diplomatischer Faden, an dem sich die Kurse nach oben hangeln."
Im Fokus bei den Unternehmen standen vor allem Bilanzen aus dem Finanzsektor. Die Geldhäuser Wells Fargo(WFC.N) und JP Morgan(JPM.N) konnten mit ihren Zahlen nicht bei Anlegern punkten: Die Aktien fielen nach der Veröffentlichung um 5,7 und 0,8 Prozent. Der Vermögensverwalter BlackRock(BLK.N) und die Großbank Citigroup(C.N) gewannen hingegen drei und 2,6 Prozent.
Anleger griffen ebenfalls bei American Airlines(AAL.O) zu, was die Papiere um acht Prozent nach oben trieb. Der Chef von United Airlines(UAL.O) hat Insidern zufolge bei Trump für eine Fusion mit dem Konkurrenten geworben. Die United-Aktien rückten um 2,1 Prozent vor.
Um 3,8 Prozent nach oben ging es für Amazon(AMZN.O). Mit der milliardenschweren Übernahme von Globalstar(GSAT.O) in Louisiana will das Onlinehandel- und Technologiekonglomerat sein Satellitengeschäft stärken und den Rückstand zu Elon Musks Starlink verkleinern. Die Globalstar-Titel sprangen um 9,6 Prozent in die Höhe.
(Bericht von Sanne Schimanski Bearbeitet von Scot W. Stevenson Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)