02.04.26
20:34
Reuters
| * Nach Trump-Rede verpufft Hoffnung auf schnelles | |
| Kriegsende | |
| * | Gold und Bitcoin fallen |
| * | Aktien von Fluggesellschaften unter Druck |
| (Neu: Schlusskurse) | |
| Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Angst vor einem | |
| längeren Iran-Krieg und steigende Ölpreise haben die US-Börsen | |
| am Donnerstag gebremst. US-Präsident Donald Trump hatte in der | |
| Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele im | |
| Iran-Krieg angekündigt, gleichzeitig aber auch "extrem harte" | |
| Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen. Im Fokus der | |
| Anleger stehen weiterhin der Ölhandel und die Straße von Hormus. | |
| Jüngste Bemühungen schürten die Hoffnung, dass der | |
| Energietransport durch die wichtige Meeresenge wieder | |
| aufgenommen werden könnte. Daraufhin grenzten die Börsen ihre | |
| Verluste ein. | |
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer bei 46.504 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg indes um 0,1 Prozent auf 6582 Stellen und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) um 0,2 Prozent auf 21.879 Zähler.
Eine von Bahrain entworfene Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Meeresenge soll am Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Abstimmung gelangen. Großbritannien zufolge diskutieren etwa 40 Länder gemeinsame Maßnahmen zur Wiederöffnung der Straße. Das iranische Außenministerium teilte mit, dass der Iran ein Protokoll mit dem Oman für den Verkehr ausgearbeitet habe. Je länger das wichtige Nadelöhr blockiert ist, desto gravierendere Folgen sehen Experten für die Weltwirtschaft.
Am Ölmarkt blieb die Lage angespannt. Nordseeöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um bis zu 11,6 Prozent. "Sollten sich die Spannungen verschärfen oder die Risiken für die Schifffahrt zunehmen, könnte der Ölpreis neue Höchststände testen", sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova. Mit 108 Dollar je Fass (159 Liter) lag Brent am Donnerstag noch rund 35 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch von knapp 145 Dollar. Im März waren die Rohölpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.
Anleger trennten sich von Bitcoin(BTC=) und Gold(XAU=). Nach oben ging es hingegen für den Dollar-Index(.DXY), der angesichts der Erwartung länger hoch bleibender Zinsen der US-Notenbank Fed zulegte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Geldmarktteilnehmer nicht mehr mit einer Lockerung durch die Federal Reserve. Vor dem Konflikt rechneten sie mit zwei Zinssenkungen.
Angesichts der Anspannung im Energiesektor gerieten Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Aktien von United Airlines(UAL.O), Delta Air Lines(DAL.N) und American Airlines(AAL.O) sackten um bis zu rund drei Prozent ab.
Die wachsende Nervosität auf dem Markt für Privatkredite belastete Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war der Anbieter Blue Owl(OWL.N): Er begrenzte für zwei seiner auf Privatanleger ausgerichteten Fonds den Betrag, den Anleger abziehen können. Aktien von Blue Owl verloren 1,6 Prozent. Papiere von Apollo Global(APO.N), Blackstone(BX.N) und Ares Management(ARES.N) fielen um bis zu 3,2 Prozent.
Im Automobilsektor sackten Tesla(TSLA.O) um 5,4 Prozent ab. Der E-Autobauer ist mit den schwächsten Quartalsauslieferungen seit einem Jahr in das Jahr 2026 gestartet und hat die Erwartungen der Wall Street verfehlt.
Am Karfreitag werden die Arbeitsmarktdaten für März im Mittelpunkt stehen. Die US-Märkte bleiben jedoch wegen des Osterfeiertages geschlossen.
(Bericht von Purvi Agarwal, Twesha Dikshit, Anika Ross und Ralf Bode. Redegiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
02.04.26
20:34
Reuters
Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Angst vor einem längeren Iran-Krieg und steigende Ölpreise haben die US-Börsen am Donnerstag gebremst. US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele im Iran-Krieg angekündigt, gleichzeitig aber auch "extrem harte" Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen. Im Fokus der Anleger stehen weiterhin der Ölhandel und die Straße von Hormus. Jüngste Bemühungen schürten die Hoffnung, dass der Energietransport durch die wichtige Meeresenge wieder aufgenommen werden könnte. Daraufhin grenzten die Börsen ihre Verluste ein.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer bei 46.504 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg indes um 0,1 Prozent auf 6582 Stellen und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) um 0,2 Prozent auf 21.879 Zähler.
Eine von Bahrain entworfene Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Meeresenge soll am Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Abstimmung gelangen. Großbritannien zufolge diskutieren etwa 40 Länder gemeinsame Maßnahmen zur Wiederöffnung der Straße. Das iranische Außenministerium teilte mit, dass der Iran ein Protokoll mit dem Oman für den Verkehr ausgearbeitet habe. Je länger das wichtige Nadelöhr blockiert ist, desto gravierendere Folgen sehen Experten für die Weltwirtschaft.
ÖLPREISRALLY GEHT WEITER Am Ölmarkt blieb die Lage angespannt. Nordseeöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um bis zu 11,6 Prozent. "Sollten sich die Spannungen verschärfen oder die Risiken für die Schifffahrt zunehmen, könnte der Ölpreis neue Höchststände testen", sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova. Mit 108 Dollar je Fass (159 Liter) lag Brent am Donnerstag noch rund 35 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch von knapp 145 Dollar. Im März waren die Rohölpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.
Anleger trennten sich von Bitcoin(BTC=) und Gold(XAU=). Nach oben ging es hingegen für den Dollar-Index(.DXY), der angesichts der Erwartung länger hoch bleibender Zinsen der US-Notenbank Fed zulegte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Geldmarktteilnehmer nicht mehr mit einer Lockerung durch die Federal Reserve. Vor dem Konflikt rechneten sie mit zwei Zinssenkungen.
TESLA UND VERMÖGENSVERWALTER AUF TALFAHRT Angesichts der Anspannung im Energiesektor gerieten Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Aktien von United Airlines(UAL.O), Delta Air Lines(DAL.N) und American Airlines(AAL.O) sackten um bis zu rund drei Prozent ab.
Die wachsende Nervosität auf dem Markt für Privatkredite belastete Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war der Anbieter Blue Owl(OWL.N): Er begrenzte für zwei seiner auf Privatanleger ausgerichteten Fonds den Betrag, den Anleger abziehen können. Aktien von Blue Owl verloren 1,6 Prozent. Papiere von Apollo Global(APO.N), Blackstone(BX.N) und Ares Management(ARES.N) fielen um bis zu 3,2 Prozent.
Im Automobilsektor sackten Tesla(TSLA.O) um 5,4 Prozent ab. Der E-Autobauer ist mit den schwächsten Quartalsauslieferungen seit einem Jahr in das Jahr 2026 gestartet und hat die Erwartungen der Wall Street verfehlt.
Am Karfreitag werden die Arbeitsmarktdaten für März im Mittelpunkt stehen. Die US-Märkte bleiben jedoch wegen des Osterfeiertages geschlossen.
(Bericht von Purvi Agarwal, Twesha Dikshit, Anika Ross und Ralf Bode. Redegiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)