02.04.26
17:32
Reuters
| * Nach Trump-Rede verpufft Hoffnung auf schnelles | ||
| Kriegsende | ||
| * | US-Indizes nehmen Talfahrt wieder auf | |
| * | Bemühungen um Öffnung der Strasse von Hormus begrenzen | |
| Verluste | ||
| * | Rohöl nimmt Allzeithoch ins Visier - Gold und Bitcoin | |
| fallen | ||
| * | Aktien von Fluggesellschaften unter Druck | |
| (Neu: | Fokus auf USA) | |
| Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Angst vor einem | ||
| längeren Iran-Krieg und steigende Ölpreise haben die US-Börsen | ||
| am Donnerstag gebremst. US-Präsident Donald Trump hatte in der | ||
| Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele im | ||
| Iran-Krieg angekündigt, gleichzeitig aber auch "extrem harte" | ||
| Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen. | ||
Im Fokus der Anleger stehen weiterhin der Ölhandel und die Straße von Hormus. Jüngste Bemühungen schürten die Hoffnung, dass der Energietransport durch die wichtige Meeresenge wieder aufgenommen werden könnte. Daraufhin grenzten die Börsen ihre Verluste ein.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor bis zum Mittag (Ortszeit) 0,3 Prozent auf 46.430 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fielen um je 0,1 Prozent auf 6569 und 21.823 Punkte.
Eine von Bahrain entworfene Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Meeresenge soll am Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Abstimmung gelangen. Großbritannien zufolge diskutieren etwa 40 Länder gemeinsame Maßnahmen zur Wiederöffnung der Straße. Das iranische Außenministerium teilte mit, dass der Iran ein Protokoll mit dem Oman für den Verkehr ausgearbeitet habe. Je länger das wichtige Nadelöhr blockiert ist, desto gravierendere Folgen sehen Experten für die Weltwirtschaft.
Am Ölmarkt blieb die Lage angespannt. Nordseeöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um rund 6,4 und 11,2 Prozent. "Sollten sich die Spannungen verschärfen oder die Risiken für die Schifffahrt zunehmen, könnte der Ölpreis neue Höchststände testen", sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova. Mit 108 Dollar je Fass (159 Liter) lag Brent am Donnerstag noch rund 35 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch von knapp 145 Dollar. Im März waren die Rohölpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.
Anleger trennten sich von Bitcoin(BTC=) und Gold(XAU=). Nach oben ging es hingegen für den Dollar-Index(.DXY), der angesichts der Erwartung länger hoch bleibender Zinsen der US-Notenbank Fed um gut ein halbes Prozent auf 100,236 Punkte zulegte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Geldmarktteilnehmer nicht mehr mit einer Lockerung durch die Federal Reserve. Vor dem Konflikt rechneten sie mit zwei Zinssenkungen.
Angesichts der Anspannung im Energiesektor gerieten Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Aktien von United Airlines(UAL.O), Delta Air Lines(DAL.N) und American Airlines(AAL.O) sackten zwischen 1,2 und 3,6 Prozent ab.
Die wachsende Nervosität auf dem Markt für Privatkredite belastete Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war der Anbieter Blue Owl(OWL.N): Er begrenzte für zwei seiner auf Privatanleger ausgerichteten Fonds den Betrag, den Anleger abziehen können. Aktien von Blue Owl tauchten um 3,5 Prozent ab. Papiere von Apollo Global(APO.N), Blackstone(BX.N) und Ares Management(ARES.N) fielen zwischen 2,1 und 3,4 Prozent.
Im Automobilsektor stachen Tesla(TSLA.O) mit Abschlägen von mehr als vier Prozent hervor. Der E-Autobauer ist mit den schwächsten Quartalsauslieferungen seit einem Jahr in das Jahr 2026 gestartet und hat die Erwartungen der Wall Street verfehlt.
Am Karfreitag werden die Arbeitsmarktdaten für März im Mittelpunkt stehen. Die US-Märkte bleiben jedoch wegen des Osterfeiertages geschlossen.
(Bericht von Purvi Agarwal, Twesha Dikshit und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
02.04.26
17:32
Reuters
(Neu: Fokus auf USA) Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Angst vor einem längeren Iran-Krieg und steigende Ölpreise haben die US-Börsen am Donnerstag gebremst. US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele im Iran-Krieg angekündigt, gleichzeitig aber auch "extrem harte" Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen.
Im Fokus der Anleger stehen weiterhin der Ölhandel und die Straße von Hormus. Jüngste Bemühungen schürten die Hoffnung, dass der Energietransport durch die wichtige Meeresenge wieder aufgenommen werden könnte. Daraufhin grenzten die Börsen ihre Verluste ein.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor bis zum Mittag (Ortszeit) 0,3 Prozent auf 46.430 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fielen um je 0,1 Prozent auf 6569 und 21.823 Punkte.
Eine von Bahrain entworfene Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Meeresenge soll am Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Abstimmung gelangen. Großbritannien zufolge diskutieren etwa 40 Länder gemeinsame Maßnahmen zur Wiederöffnung der Straße. Das iranische Außenministerium teilte mit, dass der Iran ein Protokoll mit dem Oman für den Verkehr ausgearbeitet habe. Je länger das wichtige Nadelöhr blockiert ist, desto gravierendere Folgen sehen Experten für die Weltwirtschaft.
ÖLPREISRALLY GEHT WEITER
Am Ölmarkt blieb die Lage angespannt. Nordseeöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um rund 6,4 und 11,2 Prozent. "Sollten sich die Spannungen verschärfen oder die Risiken für die Schifffahrt zunehmen, könnte der Ölpreis neue Höchststände testen", sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova. Mit 108 Dollar je Fass (159 Liter) lag Brent am Donnerstag noch rund 35 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch von knapp 145 Dollar. Im März waren die Rohölpreise um mehr als die Hälfte gestiegen.
Anleger trennten sich von Bitcoin(BTC=) und Gold(XAU=). Nach oben ging es hingegen für den Dollar-Index(.DXY), der angesichts der Erwartung länger hoch bleibender Zinsen der US-Notenbank Fed um gut ein halbes Prozent auf 100,236 Punkte zulegte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Geldmarktteilnehmer nicht mehr mit einer Lockerung durch die Federal Reserve. Vor dem Konflikt rechneten sie mit zwei Zinssenkungen.
TESLA UND VERMÖGENSVERWALTER AUF TALFAHRT
Angesichts der Anspannung im Energiesektor gerieten Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge stammen etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Aktien von United Airlines(UAL.O), Delta Air Lines(DAL.N) und American Airlines(AAL.O) sackten zwischen 1,2 und 3,6 Prozent ab.
Die wachsende Nervosität auf dem Markt für Privatkredite belastete Aktien von Vermögensverwaltern. Auslöser war der Anbieter Blue Owl(OWL.N): Er begrenzte für zwei seiner auf Privatanleger ausgerichteten Fonds den Betrag, den Anleger abziehen können. Aktien von Blue Owl tauchten um 3,5 Prozent ab. Papiere von Apollo Global(APO.N), Blackstone(BX.N) und Ares Management(ARES.N) fielen zwischen 2,1 und 3,4 Prozent.
Im Automobilsektor stachen Tesla(TSLA.O) mit Abschlägen von mehr als vier Prozent hervor. Der E-Autobauer ist mit den schwächsten Quartalsauslieferungen seit einem Jahr in das Jahr 2026 gestartet und hat die Erwartungen der Wall Street verfehlt.
Am Karfreitag werden die Arbeitsmarktdaten für März im Mittelpunkt stehen. Die US-Märkte bleiben jedoch wegen des Osterfeiertages geschlossen.
(Bericht von Purvi Agarwal, Twesha Dikshit und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)