30.03.26
07:17
Reuters
Frankfurt, 30. Mrz (Reuters) - Die Erwartung eines länger anhaltenden Krieges in Nahost hat die Börsen in Asien zum Wochenstart auf Talfahrt geschickt. In Tokio verloren der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) jeweils gut drei Prozent auf 51.647 und 3535 Punkte. Der koreanische Leitindex Kospi(.KS11) rutschte um rund 3,5 Prozent ab, während der Hongkonger Hang-Seng-Index(.HSI) um gut ein Prozent nachgab. Auch in China zogen sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) lagen nahe der Null-Marke.
Auslöser für den Ausverkauf war die Eskalation im Nahen Osten, wo jemenitische Huthi-Rebellen erstmals Israel angriffen und der Konflikt mit dem Iran weiterhin die globalen Öl- und Gaslieferungen bedroht. Da Asien stark von Energieimporten aus der Region abhängig ist, wächst die Sorge vor einem kräftigen Inflationsschub bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft. "Angesichts der über das Wochenende verschärften Spannungen im Nahen Osten sind die Märkte nun Gegenwind durch geopolitische Risiken sowie schwache technische Signale ausgesetzt", schrieben die Experten des chinesischen Brokers Nanhua Futures. "Eine schnelle Trendwende ist daher auf kurze Sicht unwahrscheinlich."
Für schlechte Stimmung sorgten auch Spekulationen über eine Devisenmarktintervention in Japan. In der bislang deutlichsten Warnung vor einer Intervention sagte Japans stellvertretender Finanzminister Atsushi Mimura, die Behörden könnten "entschlossene" Maßnahmen ergreifen, sollten spekulative Bewegungen am Devisenmarkt anhalten. Auch Notenbankchef Kazuo Ueda erklärte, die Bank of Japan (BOJ) werde die Yen-Entwicklung genau beobachten, da sie sich auf Wirtschaft und Preise auswirke. Dies schürte Spekulationen, dass der inflationstreibende Druck durch eine schwache Währung in den kommenden Monaten die BOJ zu einer Zinserhöhung bewegen könnte.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 51.646,91 | -3,2% |
| Topix(.TOPX) | 3.535,46 | -3,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.920,05 | +0,2% |
| CSI300(.CSI300) | 4.487,07 | -0,3% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.679,39 | -1,1% |
| Kospi(.KS11) | 5.254,79 | -3,4% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1514 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3269 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 159,73 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7984 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,9066 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.515,10 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.03.26
07:17
Reuters
Frankfurt, 30. Mrz (Reuters) - Die Erwartung eines länger anhaltenden Krieges in Nahost hat die Börsen in Asien zum Wochenstart auf Talfahrt geschickt. In Tokio verloren der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) jeweils gut drei Prozent auf 51.647 und 3535 Punkte. Der koreanische Leitindex Kospi(.KS11) rutschte um rund 3,5 Prozent ab, während der Hongkonger Hang-Seng-Index(.HSI) um gut ein Prozent nachgab. Auch in China zogen sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) lagen nahe der Null-Marke.
Auslöser für den Ausverkauf war die Eskalation im Nahen Osten, wo jemenitische Huthi-Rebellen erstmals Israel angriffen und der Konflikt mit dem Iran weiterhin die globalen Öl- und Gaslieferungen bedroht. Da Asien stark von Energieimporten aus der Region abhängig ist, wächst die Sorge vor einem kräftigen Inflationsschub bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft. "Angesichts der über das Wochenende verschärften Spannungen im Nahen Osten sind die Märkte nun Gegenwind durch geopolitische Risiken sowie schwache technische Signale ausgesetzt", schrieben die Experten des chinesischen Brokers Nanhua Futures. "Eine schnelle Trendwende ist daher auf kurze Sicht unwahrscheinlich."
Für schlechte Stimmung sorgten auch Spekulationen über eine Devisenmarktintervention in Japan. In der bislang deutlichsten Warnung vor einer Intervention sagte Japans stellvertretender Finanzminister Atsushi Mimura, die Behörden könnten "entschlossene" Maßnahmen ergreifen, sollten spekulative Bewegungen am Devisenmarkt anhalten. Auch Notenbankchef Kazuo Ueda erklärte, die Bank of Japan (BOJ) werde die Yen-Entwicklung genau beobachten, da sie sich auf Wirtschaft und Preise auswirke. Dies schürte Spekulationen, dass der inflationstreibende Druck durch eine schwache Währung in den kommenden Monaten die BOJ zu einer Zinserhöhung bewegen könnte.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)