27.03.26
08:08
Reuters
Frankfurt, 27. Mrz (Reuters) - Zweifel an einem baldigen Kriegsende in Nahost haben den japanischen Aktienmarkt in Schach gehalten. Der Nikkei-Index(.N225) verlor am Freitag 0,4 Prozent auf 53.373 Zähler, der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte um 0,2 Prozent vor. Trotz einer Verlängerung des Iran-Ultimatums von US-Präsident Donald Trump blieben die Anleger skeptisch.
Trump hat sein Ultimatum für die angedrohten Angriffe auf Energieanlagen im Iran nach eigenen Angaben für zehn weitere Tage verlängert. Zudem sagte er, die Gespräche mit der Regierung in Teheran liefen sehr gut. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich daraufhin in der Spitze um gut 2,5 Prozent auf 105,09 beziehungsweise 92,08 Dollar je Fass. Am Morgen zogen die Notierungen aber bereits wieder leicht an. Japan ist aufgrund seiner starken Abhängigkeit von Energieimporten stark von Preisschwankungen beim Rohöl betroffen. Der praktisch zum Erliegen gekommene Schiffsverkehr in der Straße von Hormus belastet Japan erheblich, da das Land rund 90 Prozent seiner Öllieferungen über diese wichtige Meerenge bezieht.
Auf der Unternehmensseite sorgten der Chipkomponenten-Hersteller Rohm(6963.T) und Mitsubishi Electric(6503.T) für Gesprächsstoff. Sie verloren 4,1 beziehungsweise 2,2 Prozent, nachdem die Tageszeitung "Nikkei" berichtet hatte, dass die beiden Unternehmen und Toshiba Gespräche über die Integration ihrer Leistungshalbleitergeschäfte aufnehmen würden, um den zweitgrößten Leistungschip-Konzern der Welt zu bilden.
Am chinesischen Aktienmarkt präsentierten sich die Anleger etwas mehr in Kauflaune. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) rückten jeweils um 0,6 Prozent vor. Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 15,2 Prozent und stützten die Kurse. "Ein langwieriger Konflikt im Nahen Osten würde zwar erhebliche Risiken bergen, aber wir glauben, dass China seine Anfälligkeit für Ölpreisschocks im letzten Jahrzehnt deutlich verringert hat und vor der Chance steht, Staaten, die nach Alternativen suchen, erschwingliche grüne Technologieprodukte und Infrastrukturlösungen anzubieten", schrieben die Ökonomen von Barclays in einer Mitteilung.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Freitag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 53.373,07 | -0,4% |
| Topix(.TOPX) | 3.649,69 | +0,2% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.915,32 | +0,7% |
| CSI300(.CSI300) | 4.504,46 | +0,6% |
| Hang Seng(.HSI) | 25.001,01 | +0,6% |
| Kospi(.KS11) | 5.438,87 | -0,4% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1533 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3331 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 159,75 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7958 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,9115 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.504,30 |
(Bericht von: Shanghai Newsroom, Satoshi Sugiyama, Daniela Pegna, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
27.03.26
08:08
Reuters
Frankfurt, 27. Mrz (Reuters) - Zweifel an einem baldigen Kriegsende in Nahost haben den japanischen Aktienmarkt in Schach gehalten. Der Nikkei-Index(.N225) verlor am Freitag 0,4 Prozent auf 53.373 Zähler, der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte um 0,2 Prozent vor. Trotz einer Verlängerung des Iran-Ultimatums von US-Präsident Donald Trump blieben die Anleger skeptisch.
Trump hat sein Ultimatum für die angedrohten Angriffe auf Energieanlagen im Iran nach eigenen Angaben für zehn weitere Tage verlängert. Zudem sagte er, die Gespräche mit der Regierung in Teheran liefen sehr gut. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich daraufhin in der Spitze um gut 2,5 Prozent auf 105,09 beziehungsweise 92,08 Dollar je Fass. Am Morgen zogen die Notierungen aber bereits wieder leicht an. Japan ist aufgrund seiner starken Abhängigkeit von Energieimporten stark von Preisschwankungen beim Rohöl betroffen. Der praktisch zum Erliegen gekommene Schiffsverkehr in der Straße von Hormus belastet Japan erheblich, da das Land rund 90 Prozent seiner Öllieferungen über diese wichtige Meerenge bezieht.
Auf der Unternehmensseite sorgten der Chipkomponenten-Hersteller Rohm(6963.T) und Mitsubishi Electric(6503.T) für Gesprächsstoff. Sie verloren 4,1 beziehungsweise 2,2 Prozent, nachdem die Tageszeitung "Nikkei" berichtet hatte, dass die beiden Unternehmen und Toshiba Gespräche über die Integration ihrer Leistungshalbleitergeschäfte aufnehmen würden, um den zweitgrößten Leistungschip-Konzern der Welt zu bilden.
Am chinesischen Aktienmarkt präsentierten sich die Anleger etwas mehr in Kauflaune. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) rückten jeweils um 0,6 Prozent vor. Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 15,2 Prozent und stützten die Kurse. "Ein langwieriger Konflikt im Nahen Osten würde zwar erhebliche Risiken bergen, aber wir glauben, dass China seine Anfälligkeit für Ölpreisschocks im letzten Jahrzehnt deutlich verringert hat und vor der Chance steht, Staaten, die nach Alternativen suchen, erschwingliche grüne Technologieprodukte und Infrastrukturlösungen anzubieten", schrieben die Ökonomen von Barclays in einer Mitteilung.
(Bericht von: Shanghai Newsroom, Satoshi Sugiyama, Daniela Pegna, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: