27.03.26
04:06
Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 27. Mrz (Reuters) - Die anhaltende Eskalation im Nahost-Krieg hat die asiatischen Börsen am Freitag fest im Griff behalten. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,3 Prozent auf 53.446,35 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) 0,3 Prozent höher bei 3.652,88 Zählern notierte. Die chinesischen Börsen zeigten sich widerstandsfähiger: Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,3 Prozent auf 3.899,12 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,4 Prozent auf 4.495,52 Punkte.
Die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe schwand, nachdem der Iran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts als einseitig zurückgewiesen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor sein Ultimatum für Angriffe auf iranische Kraftwerke um zehn Tage verschoben. "Die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten werden am Wochenende nicht abreißen, sodass wir von einer weiteren risikoscheuen Woche ausgehen können", sagte Analyst Sean Callow von ITC Markets. In Japan plant das Industrieministerium derweil, die Kohleverstromung auszuweiten, um drohende Engpässe bei Flüssiggas-Importen abzufedern.
Analysten der Bank Citi warnten, dass Asien wegen seiner Abhängigkeit von importierten Brennstoffen besonders starkem Gegenwind ausgesetzt sei. Südkorea verhängte bereits ein Exportverbot für Naphtha, weshalb der Chemiekonzern LG Chem(051910.KS) Anlagen vorübergehend schließen musste. Dies machte die rohstoffabhängigen Märkte wie Japan und Südkorea zu den Verlierern der Woche. Ein Lichtblick kam dagegen aus China, was die dortigen Börsen zu den Tagesgewinnern machte: Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 15,2 Prozent und stützten die Kurse. Devisen Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt, auch wenn er zum Yen leicht nachgab. Im asiatischen Handel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 159,57 Yen(JPY=). Zur chinesischen Währung legte er leicht auf 6,9128 Yuan(CNY=) zu, und zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7951 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9175 Franken(EURCHF=) an. Marktbeobachter rechnen mit Interventionen, sollte der Yen die Marke von 160 pro Dollar erreichen. Ölpreise Die Ölpreise gaben nach der Verschiebung des US-Ultimatums an den Iran leicht nach, blieben aber angesichts der Inflationssorgen auf hohem Niveau. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 107,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,0 Prozent schwächer bei 93,57 Dollar. Die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges zu einem Bodenkonflikt und einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus stützte die Preise weiterhin. Wall Street Die Furcht vor einem anhaltenden Energieschock und steigenden Zinsen hatte die US-Börsen am Vortag auf Talfahrt geschickt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 45.960,11 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,7 Prozent auf 6.477,16 Zähler. Besonders hart traf es den technologielastigen Nasdaq(.IXIC), der 2,4 Prozent auf 21.408,08 Stellen nachgab. Damit rutschte der Index in eine Korrekturphase ab, da er nun fast elf Prozent unter seinem jüngsten Rekordhoch liegt.
(Bericht von Stella Qiu, Satoshi Sugiyama, Qiaoyi Li und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
27.03.26
04:06
Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 27. Mrz (Reuters) - Die anhaltende Eskalation im Nahost-Krieg hat die asiatischen Börsen am Freitag fest im Griff behalten.
Die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe schwand, nachdem der Iran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts als einseitig zurückgewiesen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor sein Ultimatum für Angriffe auf iranische Kraftwerke um zehn Tage verschoben. "Die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten werden am Wochenende nicht abreißen, sodass wir von einer weiteren risikoscheuen Woche ausgehen können", sagte Analyst Sean Callow von ITC Markets. In Japan plant das Industrieministerium derweil, die Kohleverstromung auszuweiten, um drohende Engpässe bei Flüssiggas-Importen abzufedern.
Analysten der Bank Citi warnten, dass Asien wegen seiner Abhängigkeit von importierten Brennstoffen besonders starkem Gegenwind ausgesetzt sei. Südkorea verhängte bereits ein Exportverbot für Naphtha, weshalb der Chemiekonzern LG Chem(051910.KS) Anlagen vorübergehend schließen musste. Dies machte die rohstoffabhängigen Märkte wie Japan und Südkorea zu den Verlierern der Woche. Ein Lichtblick kam dagegen aus China, was die dortigen Börsen zu den Tagesgewinnern machte: Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 15,2 Prozent und stützten die Kurse.
Devisen Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt, auch wenn er zum Yen leicht nachgab. Im asiatischen Handel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 159,57 Yen(JPY=). Zur chinesischen Währung legte er leicht auf 6,9128 Yuan(CNY=) zu, und zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7951 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9175 Franken(EURCHF=) an. Marktbeobachter rechnen mit Interventionen, sollte der Yen die Marke von 160 pro Dollar erreichen.
Ölpreise Die Ölpreise gaben nach der Verschiebung des US-Ultimatums an den Iran leicht nach, blieben aber angesichts der Inflationssorgen auf hohem Niveau. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 107,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,0 Prozent schwächer bei 93,57 Dollar. Die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges zu einem Bodenkonflikt und einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus stützte die Preise weiterhin.
Wall Street Die Furcht vor einem anhaltenden Energieschock und steigenden Zinsen hatte die US-Börsen am Vortag auf Talfahrt geschickt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 45.960,11 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,7 Prozent auf 6.477,16 Zähler. Besonders hart traf es den technologielastigen Nasdaq(.IXIC), der 2,4 Prozent auf 21.408,08 Stellen nachgab. Damit rutschte der Index in eine Korrekturphase ab, da er nun fast elf Prozent unter seinem jüngsten Rekordhoch liegt.
(Bericht von Stella Qiu, Satoshi Sugiyama, Qiaoyi Li und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)