10.03.26
19:03
Reuters
Frankfurt, 10. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
20.00 Uhr - Neue Produktionsprobleme haben die Aktie von Boeing(BA.N) unter Druck gesetzt. Die Papiere des US-Flugzeugbauers verlieren rund 1,5 Prozent. Mängel an Kabeln könnten die Auslieferungen von Jets des Typs 737 MAX im ersten Quartal verzögern, teilte Boeing mit. Das Unternehmen rechnet jedoch nicht damit, dass das Problem sein Jahresziel von rund 500 Auslieferungen beeinträchtigen wird. Die Produktion der neuen MAX-Jets laufe mit der bisherigen Rate von 42 Flugzeugen pro Monat weiter.
16.30 Uhr - Ein optimistischer Ausblick gibt den Aktien der US-Großbank Citigroup(C.N) Rückenwind. Die Titel legen an der Wall Street um drei Prozent zu. Das Institut erwartet für das erste Quartal ein Wachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich bei den Gebühren im Investmentbanking und bei den Handelserträgen. Als Grund für ihren Optimismus nannte Vorstandschefin Jane Fraser eine starke Nachfrage nach Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Zugleich stützten anhaltende Investitionen in künstliche Intelligenz und Automatisierung den Markt für Fusionen und Übernahmen.
13.00 Uhr - An der Wall Street bahnt sich eine negative Handelseröffnung an. Die US-Futures(YMcv1)(EScv1) für den Dow und S&P-500 drehen nach anfänglich leichten Gewinnen ins Minus. Anleger dies- und jenseits des Atlantiks hofften nach den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump beim US-Sender CBS auf ein baldiges Ende des Nahost-Krieges. Marktexperten warnten aber vor überzogenem Optimismus. Es bestehe nach wie vor das Risiko, dass sich der Konflikt und die Unterbrechung der weltweiten Ölversorgung länger hinzögen als von Präsident Trump gewünscht, da dies nicht nur von den militärischen Plänen der USA abhänge, schreiben die Analysten der MUFG Bank. Der Iran erklärte, er werde seine Ölblockade in der Region fortsetzen, sollten die amerikanischen und israelischen Angriffe anhalten. Dies veranlasste Trump dazu, mit stärkeren militärischen Vergeltungsmaßnahmen zu drohen.
12.15 Uhr - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind nach dem jüngsten Ausverkauf angezogen. Im Gegenzug fallen die Renditen. Zweijährige Anleihen(DE2YT=RR) werfen zeitweise 2,2360 Prozent ab - am Montag waren es in der Spitze 2,4760 Prozent gewesen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR) fällt um fast zwei Basispunkte auf 2,8455 Prozent. Angesichts der Spekulationen auf ein nahendes Ende des Nahost-Konfliktes reduzierten die Geldmärkte die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Ende Februar ausgebrochene Iran-Krieg trieb die Energiekosten zuletzt deutlich in die Höhe und schürte damit die Angst vor einer neuen Inflationswelle. Die EZB hatte den Leitzins angesichts einer gesunkenen Inflationsgefahr von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten auf 2,0 Prozent halbiert. Seither pausierte sie.
10.03 Uhr - Trotz eines Gewinneinbruchs 2025 bei Volkswagen(VOWG_p.DE) geht es für die Aktien des Autobauers bergauf. Die Papiere rücken in der Spitze um vier Prozent vor, der Dax(.GDAXI) selbst liegt 2,5 Prozent fester. Ein Händler führt das Kursplus vor allem auf eine Erholungsbewegung nach den Verlusten der vergangenen Tage zurück. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hat die Aktie gut 13 Prozent verloren. Laut dem Börsianer machte die Bilanz aber auch Hoffnung auf leichte Fortschritte: Insgesamt zeigten die Zahlen VW im langsamen Vorwärtsgang, erklärt er. Volkswagen zufolge soll die Rendite im laufenden Jahr bei 4,0 bis 5,5 Prozent liegen. 2025 waren es 2,8 Prozent gewesen. Die Aktien der Sportwagentochter Porsche(P911_p.DE), die im Krisenjahr 2025 operativ kaum noch etwas verdiente, legen bis zu 3,3 Prozent zu. Auch sie waren im Zuge des jüngsten Ausverkaufs an den Börsen deutlich unter die Räder geraten.
07.45 Uhr - Spekulationen auf ein nahendes Kriegsende in Nahost machen dem Dollar zu schaffen. Der Dollar-Index(.DXY) verliert bis zu 0,5 Prozent auf 98,68 Punkte. Der Euro(EUR=) notiert kaum verändert bei 1,1638 Dollar. Am Montag war der Dollar-Index mit 99,695 Stellen zeitweise auf den höchsten Stand seit November 2025 gestiegen. Die US-Währung war aufgrund des Krieges und der damit verbundenen Versorgungsängste am Ölmarkt verstärkt als sicherer Hafen angesteuert worden. Zudem setzten Investoren darauf, dass Zinssenkungen in den USA aufgrund des Ölpreisanstiegs und möglicher Inflationsgefahren erst einmal vom Tisch sein könnten. "Der Markt handelt auf der Grundlage von Hoffnung", sagt Marc Chandler von Bannockburn Global Forex. Sollte der Krieg wirklich enden, werde der Dollar nachgeben und die Aktienkurse dürften steigen, meint der Experte. Aber noch sei die Situation unklar. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag in einem Interview mit CBS News gesagt, dass er den Krieg gegen den Iran "für sehr abgeschlossen" halte und dass man dem ursprünglichen Zeitrahmen "sehr weit voraus" sei.
07.08 Uhr - Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten lässt die Ölpreise purzeln. Das Nordseeöl Brent(LCoc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verlieren in der Spitze rund elf Prozent auf 88,05 beziehungsweise 84,43 Dollar je Fass. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag in einem Interview mit CBS News, dass er den Krieg gegen den Iran "für sehr abgeschlossen" halte und dass Washington seinem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen "sehr weit voraus" sei. Insidern zufolge erwägt Trump zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören. Am Montag waren die Ölpreise wegen Versorgungsängsten zeitweise bis auf 119,50 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit Mitte 2022, gestiegen. "Während es gestern eine Überreaktion nach oben gab, denken wir, dass es heute eine Überreaktion nach unten gibt", sagt Suvro Sarkar von der DBS Bank.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.03.26
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