10.03.26
09:57
Reuters
10. Mrz (Reuters) - Nach dem jüngsten Ausverkauf wegen des Ölpreisschocks gehen die Anteilsscheine von Airlines auf Erholungskurs. Die Aktien der Lufthansa klettern um bis zu acht Prozent und sind damit größter Gewinner im MDax. Air France KLM verteuern sich zeitweise um mehr als sieben, Ryanair um rund fünf Prozent.
Die Rohölpreise sind mittlerweile wieder deutlich auf etwa 90 Dollar je Fass gesunken, nachdem sie am Montag in der Spitze um bis zu 29 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2022 gesprungen waren. Zum Teil punkteten Fluggesellschaften bei Anlegern auch mit höheren Ticketpreisen. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS teilte am Dienstag mit, dass sie die Preise aufgrund steigender Kerosinkosten vorübergehend erhöht habe. Kostensteigerungen dieser Größenordnung machten ein Eingreifen notwendig, um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten, sagte ein SAS-Sprecher.
Auch in Fernost reagierten Airlines mit Preiserhöhungen auf die Ölpreis-Explosion vom Vortag. Sowohl die australische Fluggesellschaft Qantas als auch Air New Zealand kündigten an, die Flugpreise wegen des Nahostkonflikts anzuheben. Die Treibstoffpreise für Flugzeuge, die vor dem Konflikt bei etwa 85 bis 90 Dollar pro Barrel lagen, seien in den letzten Tagen drastisch auf 150 bis 200 Dollar pro Barrel gestiegen, teilte die neuseeländische Fluggesellschaft mit. Wegen der herrschenden Unsicherheit setzte Air New Zealand die Finanzprognose für 2026 aus.
Hong Kong Airlines teilte auf ihrer Website mit, die Treibstoffzuschläge ab Donnerstag um bis zu 35,2 Prozent anzuheben. Vietnam Airlines bat die lokalen Behörden, eine Umweltsteuer auf Flugzeugtreibstoff abzuschaffen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Regierung des südostasiatischen Landes erklärte, die Betriebskosten der vietnamesischen Fluggesellschaften seien aufgrund des Anstiegs der Kerosinpreise um 60 bis 70 Prozent gestiegen. Die Treibstofflieferanten hätten Schwierigkeiten, die Nachfrage der Fluggesellschaften zu decken.
Qantas will nicht nur die internationalen Tarife erhöhen, sondern prüft auch, Kapazitäten nach Europa zu verlagern. Die Flugpreise auf den Routen zwischen Asien und Europa sind aufgrund von Luftraumsperrungen und Kapazitätsbeschränkungen in die Höhe geschnellt. Fluggesellschaften und Passagiere versuchen weiter, den Störungen im Nahen Osten zu entgehen, wo Drohnen- und Raketenbeschuss den Flugverkehr beeinträchtigt.
(Bericht von Shivangi Lahiri, Sameer Manekar, Stine Jacobsen, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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09:57
Reuters
Die Rohölpreise sind mittlerweile wieder deutlich auf etwa 90 Dollar je Fass gesunken, nachdem sie am Montag in der Spitze um bis zu 29 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2022 gesprungen waren. Zum Teil punkteten Fluggesellschaften bei Anlegern auch mit höheren Ticketpreisen. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS teilte am Dienstag mit, dass sie die Preise aufgrund steigender Kerosinkosten vorübergehend erhöht habe. Kostensteigerungen dieser Größenordnung machten ein Eingreifen notwendig, um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten, sagte ein SAS-Sprecher.
Auch in Fernost reagierten Airlines mit Preiserhöhungen auf die Ölpreis-Explosion vom Vortag. Sowohl die australische Fluggesellschaft Qantas als auch Air New Zealand kündigten an, die Flugpreise wegen des Nahostkonflikts anzuheben. Die Treibstoffpreise für Flugzeuge, die vor dem Konflikt bei etwa 85 bis 90 Dollar pro Barrel lagen, seien in den letzten Tagen drastisch auf 150 bis 200 Dollar pro Barrel gestiegen, teilte die neuseeländische Fluggesellschaft mit. Wegen der herrschenden Unsicherheit setzte Air New Zealand die Finanzprognose für 2026 aus.
Hong Kong Airlines teilte auf ihrer Website mit, die Treibstoffzuschläge ab Donnerstag um bis zu 35,2 Prozent anzuheben. Vietnam Airlines bat die lokalen Behörden, eine Umweltsteuer auf Flugzeugtreibstoff abzuschaffen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Regierung des südostasiatischen Landes erklärte, die Betriebskosten der vietnamesischen Fluggesellschaften seien aufgrund des Anstiegs der Kerosinpreise um 60 bis 70 Prozent gestiegen. Die Treibstofflieferanten hätten Schwierigkeiten, die Nachfrage der Fluggesellschaften zu decken.
Qantas will nicht nur die internationalen Tarife erhöhen, sondern prüft auch, Kapazitäten nach Europa zu verlagern. Die Flugpreise auf den Routen zwischen Asien und Europa sind aufgrund von Luftraumsperrungen und Kapazitätsbeschränkungen in die Höhe geschnellt. Fluggesellschaften und Passagiere versuchen weiter, den Störungen im Nahen Osten zu entgehen, wo Drohnen- und Raketenbeschuss den Flugverkehr beeinträchtigt.
(Bericht von Shivangi Lahiri, Sameer Manekar, Stine Jacobsen, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)