09.03.26
13:33
Reuters
09. Mrz (Reuters) - Die schwindende Hoffnung auf ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten lässt parallel zum Öl auch den europäischen Gaspreis nach oben schnellen. Der europäische Future(TRNLTTFMc1) klettert auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren und verteuert sich in der Spitze um knapp 19 Prozent auf 63,00 Euro je Megawattstunde. Der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) steigt zunächst um rund 29 Prozent auf bis zu 119,50 Dollar je Fass (159 Liter), nachdem am Sonntag Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters Ali Chamenei als neues iranisches geistliches Oberhaupt ernannt worden war. Dies signalisiert Experten zufolge, dass die Hardliner weiterhin fest an der Macht sind, und scheint jeden Weg zu einem schnellen Ende des Krieges zu versperren.
"Die Wahl von Chameneis Sohn, der als Hardliner gilt, zum neuen obersten Führer des Iran und die Erwägung von US-Präsident Trump, Bodentruppen zu entsenden, deuten sicherlich darauf hin, dass der Krieg immer länger dauern wird", sagte LSEG-Analyst Ulrich Weber. "Die Entwicklungen im Nahen Osten werden die Preisentwicklung weiterhin maßgeblich bestimmen." Analysten der Societe General Commodities Research zufolge spiegelt der Preisanstieg ein knapperes Angebot wider. Das Angebot an Flüssigerdgas (LNG) aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sei wegen der unsicheren Lage in der Straße von Hormus zurückgegangen. Zudem fließe Gas nur noch eingeschränkt über israelische Pipelines, weswegen die LNG-Nachfrage aus Ägypten und Jordanien steige.
Trotz der durch den Krieg im Nahen Osten gestörten Lieferketten verfügten die EU-Mitgliedstaaten über ausreichende Öl- und Gasvorräte, teilte die EU-Kommission am Montag mit. "Die Versorgungssicherheit bereitet uns weit weniger Sorgen als die hohen Energiepreise", sagte die Sprecherin der EU-Kommission, Anna-Kaisa Itkonen. Itkonen bestätigte, dass die G7-Staaten die mögliche Freigabe strategischer Reserven bei einem Treffen im Laufe des Tages erörtern würden.
(Bericht von Marwa Rashad, Kate Abnett,Inti Landauro; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
09.03.26
13:33
Reuters
"Die Wahl von Chameneis Sohn, der als Hardliner gilt, zum neuen obersten Führer des Iran und die Erwägung von US-Präsident Trump, Bodentruppen zu entsenden, deuten sicherlich darauf hin, dass der Krieg immer länger dauern wird", sagte LSEG-Analyst Ulrich Weber. "Die Entwicklungen im Nahen Osten werden die Preisentwicklung weiterhin maßgeblich bestimmen." Analysten der Societe General Commodities Research zufolge spiegelt der Preisanstieg ein knapperes Angebot wider. Das Angebot an Flüssigerdgas (LNG) aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sei wegen der unsicheren Lage in der Straße von Hormus zurückgegangen. Zudem fließe Gas nur noch eingeschränkt über israelische Pipelines, weswegen die LNG-Nachfrage aus Ägypten und Jordanien steige.
Trotz der durch den Krieg im Nahen Osten gestörten Lieferketten verfügten die EU-Mitgliedstaaten über ausreichende Öl- und Gasvorräte, teilte die EU-Kommission am Montag mit. "Die Versorgungssicherheit bereitet uns weit weniger Sorgen als die hohen Energiepreise", sagte die Sprecherin der EU-Kommission, Anna-Kaisa Itkonen. Itkonen bestätigte, dass die G7-Staaten die mögliche Freigabe strategischer Reserven bei einem Treffen im Laufe des Tages erörtern würden.
(Bericht von Marwa Rashad, Kate Abnett,Inti Landauro; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)