04.03.26
11:20
Reuters
London/Dubai/Hongkong, 04. Mrz (Reuters) - Der massive Ausverkauf bei den Airline-Aktien hat sich am Mittwoch etwas abgeschwächt. Anleger reagierten auf erste Rückholflüge aus dem Nahen Osten: So legten die Papiere der Lufthansa und der British-Airways-Mutter IAG um jeweils rund 2,5 Prozent zu, nachdem sie in den vergangenen Tagen mehr als zehn Prozent verloren hatten.
Zur Wochenmitte hoben vereinzelt Maschinen am Flughafen in Dubai ab, einem Drehkreuz für viele Flugrouten nach Asien. Flüge der Airline Emirates gingen unter anderem nach Düsseldorf, München und Frankfurt. Die Lufthansa fliegt im Auftrag der Bundesregierung in der Nacht zum Donnerstag gestrandete deutsche Touristen von Maskat im Oman aus, zunächst Hilfsbedürftige wie ältere oder kranke Menschen sowie Schwangere und Kinder. Die Maschine wird am Morgen in Frankfurt erwartet. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte weitere Flüge angekündigt. Auch Großbritannien und Frankreich planen für Mittwoch die ersten Rückführungsflüge.
Der Luftraum im Nahen Osten ist wegen des eskalierenden Konflikts zwischen dem Iran sowie den USA und Israel seit fünf Tagen weitgehend gesperrt. Die Reisebranche steckt damit in der schwersten Krise seit der Corona-Pandemie. Wichtige Drehkreuze wie der weltgrößte internationale Flughafen Dubai sind nur eingeschränkt in Betrieb, was auch internationale Handelsrouten zusätzlich unter Druck setzt. Sollte die Sperrung des Luftraums länger anhalten, verteuere dies die Flüge zwischen Asien und Europa, da die Flugzeuge umgeleitet werden müssten, hieß es in einer Analyse der Investmentbank Natixis. Steigende Ölpreise treiben die Kosten für die Fluggesellschaften zudem weiter in die Höhe. Zugleich dürften eingeschränkte Reisemöglichkeiten die Ausgaben wohlhabender Touristen aus dem Nahen Osten in Asien verringern.
In Asien setzten die meisten Fluggesellschafts-Aktien daher ihre Talfahrt fort. Die Aktien von Korean Air Lines und Japan Airlines fielen um rund acht und drei Prozent, nachdem sie am Dienstag um 10,3 und 6,4 Prozent nachgegeben hatten. Air China und China Southern Airlines schlossen drei und ein Prozent schwächer. "Es handelt sich auch um eine verzögerte Marktreaktion, da die Aktien vieler europäischer Fluggesellschaften bereits zu Beginn des Krieges stark gefallen sind", sagte Natixis-Ökonom Gary Ng.
(Bericht von Julie Zhu, Joanna Plucinska, Federico Maccioni, Alessandro Parodi, Lucy Craymer, Roushni Nair und Li Gu, geschrieben von Sanne Schimanski. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
04.03.26
11:20
Reuters
London/Dubai/Hongkong, 04. Mrz (Reuters) - Der massive Ausverkauf bei den Airline-Aktien hat sich am Mittwoch etwas abgeschwächt. Anleger reagierten auf erste Rückholflüge aus dem Nahen Osten: So legten die Papiere der Lufthansa und der British-Airways-Mutter IAG um jeweils rund 2,5 Prozent zu, nachdem sie in den vergangenen Tagen mehr als zehn Prozent verloren hatten. Zur Wochenmitte hoben vereinzelt Maschinen am Flughafen in Dubai ab, einem Drehkreuz für viele Flugrouten nach Asien. Flüge der Airline Emirates gingen unter anderem nach Düsseldorf, München und Frankfurt. Die Lufthansa fliegt im Auftrag der Bundesregierung in der Nacht zum Donnerstag gestrandete deutsche Touristen von Maskat im Oman aus, zunächst Hilfsbedürftige wie ältere oder kranke Menschen sowie Schwangere und Kinder. Die Maschine wird am Morgen in Frankfurt erwartet. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte weitere Flüge angekündigt. Auch Großbritannien und Frankreich planen für Mittwoch die ersten Rückführungsflüge. Der Luftraum im Nahen Osten ist wegen des eskalierenden Konflikts zwischen dem Iran sowie den USA und Israel seit fünf Tagen weitgehend gesperrt. Die Reisebranche steckt damit in der schwersten Krise seit der Corona-Pandemie. Wichtige Drehkreuze wie der weltgrößte internationale Flughafen Dubai sind nur eingeschränkt in Betrieb, was auch internationale Handelsrouten zusätzlich unter Druck setzt. Sollte die Sperrung des Luftraums länger anhalten, verteuere dies die Flüge zwischen Asien und Europa, da die Flugzeuge umgeleitet werden müssten, hieß es in einer Analyse der Investmentbank Natixis. Steigende Ölpreise treiben die Kosten für die Fluggesellschaften zudem weiter in die Höhe. Zugleich dürften eingeschränkte Reisemöglichkeiten die Ausgaben wohlhabender Touristen aus dem Nahen Osten in Asien verringern. In Asien setzten die meisten Fluggesellschafts-Aktien daher ihre Talfahrt fort. Die Aktien von Korean Air Lines und Japan Airlines fielen um rund acht und drei Prozent, nachdem sie am Dienstag um 10,3 und 6,4 Prozent nachgegeben hatten. Air China und China Southern Airlines schlossen drei und ein Prozent schwächer. "Es handelt sich auch um eine verzögerte Marktreaktion, da die Aktien vieler europäischer Fluggesellschaften bereits zu Beginn des Krieges stark gefallen sind", sagte Natixis-Ökonom Gary Ng.
(Bericht von Julie Zhu, Joanna Plucinska, Federico Maccioni, Alessandro Parodi, Lucy Craymer, Roushni Nair und Li Gu, geschrieben von Sanne Schimanski. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)