03.03.26
21:43
Reuters
Frankfurt, 03. Mrz (Reuters) - Der sich ausweitende Nahost-Konflikt und Inflationsängste wegen weiter steigender Energiepreise haben die Stimmung der US-Anleger am Dienstag eingetrübt. Allerdings erholten sich die großen Aktienindizes von ihren Tagestiefs und der Ölpreis gab einen Teil seiner Zugewinne im späten Handel wieder ab.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) schloss 0,8 Prozent tiefer mit 48.501 Punkten. Im frühen Handel hatte er noch rund 800 Punkte tiefer notiert. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,0 Prozent auf 22.517 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 0,9 Prozent auf 6817 Stellen.
"Anleger sorgen sich über zusätzlichen Inflationsdruck in den kommenden Monaten. Die größte Befürchtung ist, dass der Ölpreis über 100 Dollar je Barrel steigt und sich dort festsetzt", sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Dakota Wealth.
Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich zwischenzeitlich um bis zu 9,5 Prozent, am Ende stand noch ein Plus von je rund vier Prozent auf 81,16 beziehungsweise 74,18 Dollar je Fass (159 Liter). US-Präsident Donald Trump hat die staatliche Entwicklungsbank DFC angewiesen, Versicherungsschutz und Garantien für den gesamten Schiffsverkehr in der Golfregion bereitzustellen. Dies diene der Absicherung des Seehandels einschließlich der Öltanker, teilte Trump mit. Fall nötig, werde auch die US-Marine Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.
Chuck Carlson vom Anlageberater Horizon sagte, es verdichteten sich die Anzeichen, dass der Iran-Krieg länger dauern könnte als noch am Montag angenommen. Denn der Krieg weite sich aus und treffe nun potenziell auch die Energieinfrastruktur. Experten verwiesen auf Sorgen der Anleger vor einer Ölknappheit infolge der Sperrung der Straße von Hormus. Je länger die wichtige Meerenge blockiert ist, desto teurer könnte Öl werden.
Steil nach unten ging es für den Preis für Gold(XAU=), der 4,4 Prozent nachgab, und für Silber(XAG=), das sich um 7,9 Prozent auf 82,30 Dollar verbilligte. Ein Bitcoin kostete mit 68.029 Dollar zwei Prozent weniger als am Montag.
Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor setzten angesichts der Iran-Entwicklung ihre Talfahrt fort: Fluggesellschaften wie American Airlines(AAL.O), Southwest Airlines(LUV.N) und United Airlines(UAL.O) büßten jeweils etwa ein Prozent ein. Der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line(NCLH.N) sackte rund vier Prozent ab, Carnival(CCL.N) verloren 2,1 Prozent.
Blackstone(BX.N) verloren 3,8 Prozent, nachdem sein Flaggschiff-Kreditfonds BCRED einen Anstieg der Rücknahmeanträge verzeichnete.
Um 6,7 Prozent nach oben ging es hingegen für den zuletzt angeschlagenen Einzelhändler Target(TGT.N). Der neue Konzernchef Michael Fiddelke will mit Filialerweiterungen und schnelleren Lieferungen den seit drei Jahren rückläufigen Umsatz wieder ankurbeln.
(Bericht von Sanne Schimanski und Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
03.03.26
21:43
Reuters
| * Ölpreise bröckeln von Tageshochs ab | |
| * | Gold und Silber schwächer |
| * | Reisewerte setzen Talfahrt fort |
| (Neu: Schlusskurse, Einordnung) | |
| Frankfurt, 03. Mrz (Reuters) - Der sich ausweitende | |
| Nahost-Konflikt und Inflationsängste wegen weiter steigender | |
| Energiepreise haben die Stimmung der US-Anleger am Dienstag | |
| eingetrübt. Allerdings erholten sich die großen Aktienindizes | |
| von ihren Tagestiefs und der Ölpreis gab einen Teil seiner | |
| Zugewinne im späten Handel wieder ab. | |
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) schloss 0,8 Prozent tiefer mit 48.501 Punkten. Im frühen Handel hatte er noch rund 800 Punkte tiefer notiert. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,0 Prozent auf 22.517 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 0,9 Prozent auf 6817 Stellen.
"Anleger sorgen sich über zusätzlichen Inflationsdruck in den kommenden Monaten. Die größte Befürchtung ist, dass der Ölpreis über 100 Dollar je Barrel steigt und sich dort festsetzt", sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Dakota Wealth.
Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich zwischenzeitlich um bis zu 9,5 Prozent, am Ende stand noch ein Plus von je rund vier Prozent auf 81,16 beziehungsweise 74,18 Dollar je Fass (159 Liter). US-Präsident Donald Trump hat die staatliche Entwicklungsbank DFC angewiesen, Versicherungsschutz und Garantien für den gesamten Schiffsverkehr in der Golfregion bereitzustellen. Dies diene der Absicherung des Seehandels einschließlich der Öltanker, teilte Trump mit. Fall nötig, werde auch die US-Marine Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.
Chuck Carlson vom Anlageberater Horizon sagte, es verdichteten sich die Anzeichen, dass der Iran-Krieg länger dauern könnte als noch am Montag angenommen. Denn der Krieg weite sich aus und treffe nun potenziell auch die Energieinfrastruktur. Experten verwiesen auf Sorgen der Anleger vor einer Ölknappheit infolge der Sperrung der Straße von Hormus. Je länger die wichtige Meerenge blockiert ist, desto teurer könnte Öl werden.
Steil nach unten ging es für den Preis für Gold(XAU=), der 4,4 Prozent nachgab, und für Silber(XAG=), das sich um 7,9 Prozent auf 82,30 Dollar verbilligte. Ein Bitcoin kostete mit 68.029 Dollar zwei Prozent weniger als am Montag.
Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor setzten angesichts der Iran-Entwicklung ihre Talfahrt fort: Fluggesellschaften wie American Airlines(AAL.O), Southwest Airlines(LUV.N) und United Airlines(UAL.O) büßten jeweils etwa ein Prozent ein. Der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line(NCLH.N) sackte rund vier Prozent ab, Carnival(CCL.N) verloren 2,1 Prozent.
Blackstone(BX.N) verloren 3,8 Prozent, nachdem sein Flaggschiff-Kreditfonds BCRED einen Anstieg der Rücknahmeanträge verzeichnete.
Um 6,7 Prozent nach oben ging es hingegen für den zuletzt angeschlagenen Einzelhändler Target(TGT.N). Der neue Konzernchef Michael Fiddelke will mit Filialerweiterungen und schnelleren Lieferungen den seit drei Jahren rückläufigen Umsatz wieder ankurbeln.
(Bericht von Sanne Schimanski und Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)