27.02.26
18:16
Reuters
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| Indizes geben nach - Monatsverlust erwartet |
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| Block steigen nach Ankündigung von Jobkahlschlag |
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| Netflix steigt aus Rennen um Warner Bros Discovery aus |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Anhaltende Kursverluste |
| bei Technologieaktien sowie maue Firmenbilanzen haben die |
| US-Börsen am Freitag belastet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der |
| Standardwerte rutschte bis zum Mittag um 1,3 Prozent auf 48.846 |
| Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,9 Prozent |
| auf 6845 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) |
| gab 1,2 Prozent auf 22.609 Punkte nach. Der Index steuerte damit |
| auf seinen stärksten monatlichen Rückgang seit März 2025 zu. "Es |
| gibt viele Fragen rund um KI und die Auswirkungen der |
| KI-Disruption in verschiedenen Branchen ... es gibt auch viele |
| Bedenken über die Zukunft der Technologie und insbesondere der |
| US-Technologie", sagte Anthi Tsouvali, Multi-Asset-Stratege bei |
| UBS Global Wealth Management. "Es gibt definitiv eine Rotation |
| hin zu Unternehmen, die ein wenig traditioneller sind, ohne |
| großes Engagement in der IT, und natürlich in defensivere Teile |
| des Marktes." Der breiter gefasste Technologieindex |
| fiel um 1,7 Prozent, während die Branchenbarometer für |
| Basiskonsumgüter, Versorger und das |
| Gesundheitswesen um jeweils mehr als ein Prozent |
| zulegten. |
Auf die Stimmung am Gesamtmarkt drückten auch die im Januar überraschend stark gestiegenen Erzeugerpreise. Unternehmen scheinen höhere Kosten aufgrund von Einfuhrzöllen weitergegeben zu haben, was darauf hindeutet, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten anziehen könnte. "Die Inflation hat ihr hässliches Haupt erhoben, und die Infragestellung des wahren Wertes von Technologieunternehmen hat zu einem großen Ausverkauf geführt", sagte Ben Fulton, Chef von WEBs Investments.
Aktien von Zscaler(ZS.O) fielen um zehn Prozent, nachdem das Cloud-Sicherheitsunternehmen einen Nettoverlust im zweiten Quartal verbuchte. Block(XYZ.N)-Aktien sprangen um knapp 18 Prozent an, nachdem der Zahlungsdienstleister im Zuge einer radikalen Neuausrichtung auf KI fast die Hälfte seiner Stellen streicht. Analysten von Truist führten den Kurssprung der Aktie auf die Hoffnung zurück, dass der Stellenabbau im Jahr 2026 zu höheren Margen führen werde als bislang erwartet.
Aktien von Netflix(NFLX.O) zogen um 8,5 Prozent an. Das Unternehmen zieht sich aus dem Bieterkampf um die Streaming- und Studiosparte von Warner Bros Discovery(WBD.O) zurück. Das Geschäft sei finanziell nicht mehr attraktiv, nachdem Paramount Skydance(PSKY.O) sein Angebot auf 31 Dollar je Aktie erhöht habe, teilte der Streaming-Anbieter mit.
Ebenfalls im Aufwind waren die Papiere von Dell(DELL.N), die um 21 Prozent abhoben. Der PC-Hersteller erwartet eine Verdoppelung des Umsatzes aus seinem Schlüsselgeschäft mit KI-optimierten Servern im Geschäftsjahr 2027 und will mehr Barmittel an die Aktionäre ausschütten.
Der ungewisse Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließ die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um 3,2 und vier Prozent auf 73 beziehungsweise 67,83 Dollar je Fass ansteigen. "Es herrscht Unsicherheit, die Angst treibt die Preise heute in die Höhe", sagte Tamas Varga, Ölanalyst beim Brokerhaus PVM. "Das wird ausschließlich vom Ausgang der iranischen Atomgespräche und möglichen Militäraktionen der USA gegen den Iran bestimmt." Der Iran rechnet in weniger als einer Woche mit einer nächsten Runde der Atomgespräche mit den USA. Anleger fürchten, dass ein militärischer Konflikt die Ölversorgung aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus unterbrechen könnte. Die Produzentengruppe OPEC+ wird Insidern zufolge unterdessen auf ihrer Sitzung am Wochenende eine Erhöhung der Ölproduktion um 137.000 Barrel pro Tag für April in Erwägung ziehen.
(Bericht von Shashwat Chauhan und Ragini Mathur, geschrieben von Anika Ross. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
27.02.26
18:16
Reuters
Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Anhaltende Kursverluste bei Technologieaktien sowie maue Firmenbilanzen haben die US-Börsen am Freitag belastet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte rutschte bis zum Mittag um 1,3 Prozent auf 48.846 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,9 Prozent auf 6845 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab 1,2 Prozent auf 22.609 Punkte nach. Der Index steuerte damit auf seinen stärksten monatlichen Rückgang seit März 2025 zu. "Es gibt viele Fragen rund um KI und die Auswirkungen der KI-Disruption in verschiedenen Branchen ... es gibt auch viele Bedenken über die Zukunft der Technologie und insbesondere der US-Technologie", sagte Anthi Tsouvali, Multi-Asset-Stratege bei UBS Global Wealth Management. "Es gibt definitiv eine Rotation hin zu Unternehmen, die ein wenig traditioneller sind, ohne großes Engagement in der IT, und natürlich in defensivere Teile des Marktes." Der breiter gefasste Technologieindex fiel um 1,7 Prozent, während die Branchenbarometer für Basiskonsumgüter, Versorger und das Gesundheitswesen um jeweils mehr als ein Prozent zulegten.
Auf die Stimmung am Gesamtmarkt drückten auch die im Januar überraschend stark gestiegenen Erzeugerpreise. Unternehmen scheinen höhere Kosten aufgrund von Einfuhrzöllen weitergegeben zu haben, was darauf hindeutet, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten anziehen könnte. "Die Inflation hat ihr hässliches Haupt erhoben, und die Infragestellung des wahren Wertes von Technologieunternehmen hat zu einem großen Ausverkauf geführt", sagte Ben Fulton, Chef von WEBs Investments.
ANLEGER VON NETFLIX FEIERN RÜCKZUG AUS BIETERKAMPF
Aktien von Zscaler(ZS.O) fielen um zehn Prozent, nachdem das Cloud-Sicherheitsunternehmen einen Nettoverlust im zweiten Quartal verbuchte. Block(XYZ.N)-Aktien sprangen um knapp 18 Prozent an, nachdem der Zahlungsdienstleister im Zuge einer radikalen Neuausrichtung auf KI fast die Hälfte seiner Stellen streicht. Analysten von Truist führten den Kurssprung der Aktie auf die Hoffnung zurück, dass der Stellenabbau im Jahr 2026 zu höheren Margen führen werde als bislang erwartet.
Aktien von Netflix(NFLX.O) zogen um 8,5 Prozent an. Das Unternehmen zieht sich aus dem Bieterkampf um die Streaming- und Studiosparte von Warner Bros Discovery(WBD.O) zurück. Das Geschäft sei finanziell nicht mehr attraktiv, nachdem Paramount Skydance(PSKY.O) sein Angebot auf 31 Dollar je Aktie erhöht habe, teilte der Streaming-Anbieter mit.
Ebenfalls im Aufwind waren die Papiere von Dell(DELL.N), die um 21 Prozent abhoben. Der PC-Hersteller erwartet eine Verdoppelung des Umsatzes aus seinem Schlüsselgeschäft mit KI-optimierten Servern im Geschäftsjahr 2027 und will mehr Barmittel an die Aktionäre ausschütten.
ÖLPREISE ZIEHEN WEGEN IRAN-SORGEN DEUTLICH AN
Der ungewisse Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließ die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um 3,2 und vier Prozent auf 73 beziehungsweise 67,83 Dollar je Fass ansteigen. "Es herrscht Unsicherheit, die Angst treibt die Preise heute in die Höhe", sagte Tamas Varga, Ölanalyst beim Brokerhaus PVM. "Das wird ausschließlich vom Ausgang der iranischen Atomgespräche und möglichen Militäraktionen der USA gegen den Iran bestimmt." Der Iran rechnet in weniger als einer Woche mit einer nächsten Runde der Atomgespräche mit den USA. Anleger fürchten, dass ein militärischer Konflikt die Ölversorgung aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus unterbrechen könnte. Die Produzentengruppe OPEC+ wird Insidern zufolge unterdessen auf ihrer Sitzung am Wochenende eine Erhöhung der Ölproduktion um 137.000 Barrel pro Tag für April in Erwägung ziehen.
(Bericht von Shashwat Chauhan und Ragini Mathur, geschrieben von Anika Ross. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)