25.02.26
18:37
Reuters
*
| KI-Optimismus schiebt Börsen an |
*
| Nvidia-Zahlen nach Börsenschluss im Fokus |
*
| Lithiumaktien steigen nach Exportstopp von Simbabwe |
*
| Taserhersteller Axon profitiert von Sicherheitsnachfrage |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 25. Feb (Reuters) - An den US-Börsen |
| herrschte am Mittwoch vor den als Lackmustest für die KI-Branche |
| geltenden Zahlen von Nvidia(NVDA.O) gute Stimmung. Gestützt auf |
| Kursgewinne bei Technologiewerten erreichten der S&P 500 und der |
| Nasdaq ihre höchsten Stände seit zwei Wochen. |
Der Dow-Jones-Index(.DJI) notierte gegen Mittag 0,6 Prozent fester bei 49.466 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 6936,08 Zähler und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,1 Prozent auf 23.125 Punkte an. Der Philadelphia-Halbleiterindex(.SOX) kletterte auf ein Rekordhoch.
"Der Fokus auf KI wird bis zur Bekanntgabe der Nvidia-Zahlen anhalten", sagte Bob Savage, Stratege bei BNY. "Insgesamt hat das Ausbleiben neuer Nachrichten zur weltweiten Stabilisierung der Märkte beigetragen." US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation auf weitere Zolldrohungen verzichtet. Am selben Tag trat ein von Trump verhängter vorübergehender globaler Zoll von zehn Prozent in Kraft. Der Oberste Gerichtshof hatte in der vergangenen Woche die meisten der von ihm im Vorjahr auf einer anderen Rechtsgrundlage verhängten Zölle für ungültig erklärt.
Aktien des Chipherstellers Nvidia(NVDA.O) legten im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten Bilanz um 2,2 Prozent zu. KI-Investoren erhoffen sich Hinweise, dass sich die Investitionen der großen Technologiekonzerne in Künstliche Intelligenz (KI) für Nvidia auszahlen. Da Nvidia die Prognosen in den vergangenen 13 Quartalen regelmäßig übertroffen hat, dürfte der Markt auf noch bessere Zahlen hoffen. Börsianern zufolge hat vor allem der Ausblick das Potenzial, für einen gehörigen Dämpfer zu sorgen. "Verfehlt Nvidia in irgendeiner Art und Weise die Schätzungen, könnte nicht nur der Aktienkurs des Big-Tech-Konzerns unter die Räder geraten, auch der gesamte Aktienmarkt würde darunter leiden", sagte IG-Analyst Christian Henke.
Für mehr Zuversicht bei den Tech-Investoren sorgte zuletzt das KI-Start-up Anthropic mit neuen Software-Werkzeugen, die Geschäftskunden bei Aufgaben im Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung unterstützen sollen. Eine andere KI-Anwendung von Anthropic für juristische Aufgaben hatte zuletzt einen massiven Ausverkauf bei Software-Aktien ausgelöst. Anleger befürchteten, dass die KI-gestützte Automatisierung große Teile der Einnahmequellen traditioneller Anbieter untergraben könnte. Der Ausverkauf hatte binnen sechs Handelstagen weltweit einen Börsenwert von 830 Milliarden Dollar vernichtet.
Auf ein Fünf-Jahres-Tief rauschten die Papiere von Workday(WDA.O), die mehr als acht Prozent nachgaben. Eine schwache Umsatzprognose schürte die Sorgen der Anleger, dass der Anbieter von Personal-Software im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz nicht wettbewerbsfähig bleiben kann.
Zollbelastungen machten dem weltgrößten Hersteller von Solarmodulen First Solar(FSLR.O) zu schaffen. Er prognostizierte einen Jahresumsatz unter den Erwartungen. Die Aktien büßten rund 15 Prozent ein.
Steigende US-Ausgaben für Sicherheit lassen hingegen beim Taser-Hersteller Axon(AXON.O) die Kassen klingeln. Nach einem überraschend starken vierten Quartal legten die Aktien um 14,5 Prozent zu.
Nach einem von Simbabwe verhängten Exportstopp für Lithiumkonzentrate erhielten Aktien von in den USA notierten Lithiumproduzenten Auftrieb. Die Papiere von Albemarle(ALB.N) stiegen um rund sieben Prozent, Sigma Lithium(SGML.V) kletterten um rund 27 Prozent, während Lithium Americas(LAC.N) und Standard Lithium(SLI.N) um rund vier beziehungsweise sechs Prozent anzogen. Simbabwe setzte die Ausfuhr aller Rohmineralien und Lithiumkonzentrate mit sofortiger Wirkung aus, nachdem die Regierung Missstände beim Export der Mineralien festgestellt hatte. Der größte Teil des Konzentrats wird zur Weiterverarbeitung für Batteriematerialien nach China exportiert.
(Bericht von Shashwat Chauhan und Ragini Mathur, geschrieben von Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
25.02.26
18:37
Reuters
Frankfurt, 25. Feb (Reuters) - An den US-Börsen herrschte am Mittwoch vor den als Lackmustest für die KI-Branche geltenden Zahlen von Nvidia(NVDA.O) gute Stimmung. Gestützt auf Kursgewinne bei Technologiewerten erreichten der S&P 500 und der Nasdaq ihre höchsten Stände seit zwei Wochen.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) notierte gegen Mittag 0,6 Prozent fester bei 49.466 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 6936,08 Zähler und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,1 Prozent auf 23.125 Punkte an. Der Philadelphia-Halbleiterindex(.SOX) kletterte auf ein Rekordhoch.
"Der Fokus auf KI wird bis zur Bekanntgabe der Nvidia-Zahlen anhalten", sagte Bob Savage, Stratege bei BNY. "Insgesamt hat das Ausbleiben neuer Nachrichten zur weltweiten Stabilisierung der Märkte beigetragen." US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation auf weitere Zolldrohungen verzichtet. Am selben Tag trat ein von Trump verhängter vorübergehender globaler Zoll von zehn Prozent in Kraft. Der Oberste Gerichtshof hatte in der vergangenen Woche die meisten der von ihm im Vorjahr auf einer anderen Rechtsgrundlage verhängten Zölle für ungültig erklärt.
Aktien des Chipherstellers Nvidia(NVDA.O) legten im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten Bilanz um 2,2 Prozent zu. KI-Investoren erhoffen sich Hinweise, dass sich die Investitionen der großen Technologiekonzerne in Künstliche Intelligenz (KI) für Nvidia auszahlen. Da Nvidia die Prognosen in den vergangenen 13 Quartalen regelmäßig übertroffen hat, dürfte der Markt auf noch bessere Zahlen hoffen. Börsianern zufolge hat vor allem der Ausblick das Potenzial, für einen gehörigen Dämpfer zu sorgen. "Verfehlt Nvidia in irgendeiner Art und Weise die Schätzungen, könnte nicht nur der Aktienkurs des Big-Tech-Konzerns unter die Räder geraten, auch der gesamte Aktienmarkt würde darunter leiden", sagte IG-Analyst Christian Henke.
Für mehr Zuversicht bei den Tech-Investoren sorgte zuletzt das KI-Start-up Anthropic mit neuen Software-Werkzeugen, die Geschäftskunden bei Aufgaben im Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung unterstützen sollen. Eine andere KI-Anwendung von Anthropic für juristische Aufgaben hatte zuletzt einen massiven Ausverkauf bei Software-Aktien ausgelöst. Anleger befürchteten, dass die KI-gestützte Automatisierung große Teile der Einnahmequellen traditioneller Anbieter untergraben könnte. Der Ausverkauf hatte binnen sechs Handelstagen weltweit einen Börsenwert von 830 Milliarden Dollar vernichtet.
Auf ein Fünf-Jahres-Tief rauschten die Papiere von Workday(WDA.O), die mehr als acht Prozent nachgaben. Eine schwache Umsatzprognose schürte die Sorgen der Anleger, dass der Anbieter von Personal-Software im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz nicht wettbewerbsfähig bleiben kann.
Zollbelastungen machten dem weltgrößten Hersteller von Solarmodulen First Solar(FSLR.O) zu schaffen. Er prognostizierte einen Jahresumsatz unter den Erwartungen. Die Aktien büßten rund 15 Prozent ein.
Steigende US-Ausgaben für Sicherheit lassen hingegen beim Taser-Hersteller Axon(AXON.O) die Kassen klingeln. Nach einem überraschend starken vierten Quartal legten die Aktien um 14,5 Prozent zu.
Nach einem von Simbabwe verhängten Exportstopp für Lithiumkonzentrate erhielten Aktien von in den USA notierten Lithiumproduzenten Auftrieb. Die Papiere von Albemarle(ALB.N) stiegen um rund sieben Prozent, Sigma Lithium(SGML.V) kletterten um rund 27 Prozent, während Lithium Americas(LAC.N) und Standard Lithium(SLI.N) um rund vier beziehungsweise sechs Prozent anzogen. Simbabwe setzte die Ausfuhr aller Rohmineralien und Lithiumkonzentrate mit sofortiger Wirkung aus, nachdem die Regierung Missstände beim Export der Mineralien festgestellt hatte. Der größte Teil des Konzentrats wird zur Weiterverarbeitung für Batteriematerialien nach China exportiert.
(Bericht von Shashwat Chauhan und Ragini Mathur, geschrieben von Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)