13.02.26
18:14
Reuters
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US-Inflation steigt im Januar weniger stark als erwartet
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Bericht: Trump plant Rücknahme von Aluminium- und Stahlzöllen
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| Applied Materials steigt nach positiver Gewinnprognose |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 13. Feb (Reuters) - Ein schwächer als |
| erwartet ausgefallener US-Preisauftrieb hat die Nerven der |
| Anleger an der Wall Street zum Wochenschluss beruhigt. Die |
| anhaltende Sorge vor potenziell starken Veränderungen durch |
| Künstliche Intelligenz (KI) in den Sektoren Software, Finanzen |
| und Logistik bremste die US-Indizes aber, die auf ihre |
| schlechteste Woche seit November zusteuerten. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte und der Index der |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) arbeiteten sich am Freitagmittag |
| je rund 0,6 Prozent vor auf 49.732 und 22.742 Punkte. Der |
| breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 6879 |
| Zähler. |
Die Verbraucherpreise stiegen zum Jahresanfang mit 2,4 Prozent etwas weniger stark als von Ökonomen geschätzt. Im Dezember hatte die Teuerungsrate zudem noch bei 2,7 Prozent gelegen. "Dies zeichnet ein Bild von sich weiter verbessernden Inflationsaussichten, was meiner Meinung nach eine Senkung der Zinssätze im weiteren Verlauf des Jahres ermöglichen wird", sagte Michael Metcalfe, Leiter der Marktstrategie bei State Street. Die Wetten auf Zinssenkungen, die nach dem robusten Arbeitsmarktbericht spürbar zurückgefahren worden waren, nahmen wieder etwas zu. Anleger rechnen aber weiter frühestens im Juni mit einer geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern soll.
Im Fadenkreuz blieben die hohen Investitionsausgaben der großen Tech-Konzerne für Künstliche Intelligenz. IT-Aktien notierten am Freitag schwächer. Der Kurs von Nvidia(NVDA.O) fiel um 1,2 Prozent, Apple(AAPL.O) notierten 0,7 Prozent leichter. "Es werden eine Menge Ertragsströme eingepreist, die erst noch verwirklicht werden müssen. Die Anleger stellen infrage, ob es sie tatsächlich geben wird, und das vor dem Hintergrund von nicht gerade günstigen Bewertungsniveaus", sagte Investmentexperte Brent Schutte von Northwestern Mutual Wealth Management. "Das legt die Latte höher für die Investoren, die den Markt weiter nach oben treiben wollen." Immer neue KI-Tools und die daraus entstehende Angst vor den Auswirkungen auf Unternehmen belasteten die Kurse zusätzlich.
Für Kauflaune sorgte der Ausblick von Applied Materials(AMAT.O). Der Chipausrüster hat für das zweite Quartal einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen prognostiziert. Die Aktien kletterten um rund zehn Prozent.
Für Verwirrung sorgte ein Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren will. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Handelsberater Peter Navarro wies das hingegen zurück. Der Bericht entbehre "jeder Grundlage", sagte Navarro im Sender CNBC. An der Wall Street grenzten Aktien aus dem Sektor ihre Kursverluste danach nur teilweise ein. Papiere der Aluminiumhersteller Alcoa(AA.N) und Century Aluminum(CENX.O) und der Stahlkonzerne Cleveland-Cliffs(CLF.N) und Steel Dynamics(STLD.O) gaben zwischen einem und sechs Prozent nach.
Ein trüber Ausblick drückte die Pinterest(PINS.N)-Aktien um bis zu 25 Prozent auf den niedrigsten Stand seit April 2020. Die Plattform für Bilder und Videos lieferte für das erste Quartal eine Umsatzprognose unter den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen kämpft mit stärkeren Kürzungen der Werbeausgaben der von Zöllen betroffenen Einzelhändler und der Konkurrenz durch größere Plattformen wie Instagram oder TikTok. Zudem drohen KI-Tools den Markt umzukrempeln.
(Bericht von Twesha Dikshit und Purvi Agarwal, geschrieben Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
13.02.26
18:14
Reuters
Frankfurt, 13. Feb (Reuters) - Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Preisauftrieb hat die Nerven der Anleger an der Wall Street zum Wochenschluss beruhigt. Die anhaltende Sorge vor potenziell starken Veränderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) in den Sektoren Software, Finanzen und Logistik bremste die US-Indizes aber, die auf ihre schlechteste Woche seit November zusteuerten. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) arbeiteten sich am Freitagmittag je rund 0,6 Prozent vor auf 49.732 und 22.742 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 6879 Zähler.
Die Verbraucherpreise stiegen zum Jahresanfang mit 2,4 Prozent etwas weniger stark als von Ökonomen geschätzt. Im Dezember hatte die Teuerungsrate zudem noch bei 2,7 Prozent gelegen. "Dies zeichnet ein Bild von sich weiter verbessernden Inflationsaussichten, was meiner Meinung nach eine Senkung der Zinssätze im weiteren Verlauf des Jahres ermöglichen wird", sagte Michael Metcalfe, Leiter der Marktstrategie bei State Street. Die Wetten auf Zinssenkungen, die nach dem robusten Arbeitsmarktbericht spürbar zurückgefahren worden waren, nahmen wieder etwas zu. Anleger rechnen aber weiter frühestens im Juni mit einer geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern soll.
Im Fadenkreuz blieben die hohen Investitionsausgaben der großen Tech-Konzerne für Künstliche Intelligenz. IT-Aktien notierten am Freitag schwächer. Der Kurs von Nvidia(NVDA.O) fiel um 1,2 Prozent, Apple(AAPL.O) notierten 0,7 Prozent leichter. "Es werden eine Menge Ertragsströme eingepreist, die erst noch verwirklicht werden müssen. Die Anleger stellen infrage, ob es sie tatsächlich geben wird, und das vor dem Hintergrund von nicht gerade günstigen Bewertungsniveaus", sagte Investmentexperte Brent Schutte von Northwestern Mutual Wealth Management. "Das legt die Latte höher für die Investoren, die den Markt weiter nach oben treiben wollen." Immer neue KI-Tools und die daraus entstehende Angst vor den Auswirkungen auf Unternehmen belasteten die Kurse zusätzlich.
Für Kauflaune sorgte der Ausblick von Applied Materials(AMAT.O). Der Chipausrüster hat für das zweite Quartal einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen prognostiziert. Die Aktien kletterten um rund zehn Prozent.
Für Verwirrung sorgte ein Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren will. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Handelsberater Peter Navarro wies das hingegen zurück. Der Bericht entbehre "jeder Grundlage", sagte Navarro im Sender CNBC. An der Wall Street grenzten Aktien aus dem Sektor ihre Kursverluste danach nur teilweise ein. Papiere der Aluminiumhersteller Alcoa(AA.N) und Century Aluminum(CENX.O) und der Stahlkonzerne Cleveland-Cliffs(CLF.N) und Steel Dynamics(STLD.O) gaben zwischen einem und sechs Prozent nach.
Ein trüber Ausblick drückte die Pinterest(PINS.N)-Aktien um bis zu 25 Prozent auf den niedrigsten Stand seit April 2020. Die Plattform für Bilder und Videos lieferte für das erste Quartal eine Umsatzprognose unter den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen kämpft mit stärkeren Kürzungen der Werbeausgaben der von Zöllen betroffenen Einzelhändler und der Konkurrenz durch größere Plattformen wie Instagram oder TikTok. Zudem drohen KI-Tools den Markt umzukrempeln.
(Bericht von Twesha Dikshit und Purvi Agarwal, geschrieben Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)