12.02.26
14:32
Reuters
Frankfurt, 12. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.20 Uhr - Eine Warnung des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo(0992.HK) vor Lieferengpässen bei Speicherchips belastet die gesamte Branche. Die Aktien der US-Konkurrenten Dell(DELL.N) und HP(HPQ.N) verlieren vorbörslich rund 4,5 und 3,5 Prozent. Lenovo rechnet angesichts eines sich verschärfenden Mangels an Speicherchips mit Lieferproblemen bei PCs. "Wir rechnen damit, dass der PC-Absatz zurückgehen wird, glauben jedoch, dass wir unseren Umsatz steigern und unsere Rentabilität sichern können", sagte Konzernchef Yang Yuanqing der Nachrichtenagentur Reuters. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur durch Branchenriesen wie OpenAI, Alphabet(GOOGL.O) und Microsoft(MSFT.O) hat einen Großteil des weltweiten Angebots an Speicherchips aufgesogen und die Preise in die Höhe getrieben. Unternehmen wie Lenovo und der Netzwerkausrüster Cisco(CSCO.O) haben mitgeteilt, sie hätten als Reaktion darauf die eigenen Preise erhöht.
15.00 Uhr - Überraschend starke Geschäftszahlen und eine optimistische Prognose ermuntern Anleger zum Einstieg beim Clogs-Anbieter Crocs(CROX.O). Die Titel des zuletzt schwächelnden US-Freizeitschuhherstellers schnellen vorbörslich um 13,5 Prozent nach oben. Dank einer starken Nachfrage im Weihnachtsgeschäft übertraf Crocs im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten bei Umsatz und Gewinn. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Erlös, der zwischen einem Rückgang um ein Prozent und einem leichten Plus liegen soll. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang um 0,8 Prozent ausgegangen. Über den Markterwartungen liegt auch der Ausblick für den bereinigten Gewinn. Als Grund für seinen Optimismus nannte Konzernchef Andrew Rees die breite Aufstellung des Geschäfts. Zudem wolle der Konzern im laufenden Jahr 100 Millionen Dollar einsparen.
14.00 Uhr - Die ersten Geschäftszahlen des Eiscreme-Herstellers Magnum(MICCT.AS) nach seinem Börsendebüt haben die Anleger vergrault. Die Papiere des Anbieters von Marken wie Cornetto und Ben & Jerry's verlieren an der Börse in Amsterdam rund 12,5 Prozent. Damit steuert das niederländische Unternehmen auf den größten Tagesverlust seit dem Börsengang im Dezember zu. Magnum erlitt im ersten Jahr nach seiner Abspaltung vom Konsumgüterkonzern Unilever(ULVR.L) einen Einbruch des Nettogewinns um fast 50 Prozent auf 307 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen Aufwendungen für die Trennung, Umstrukturierung und Finanzierung. "Die Abspaltung von Unilever bedeutete, dass die Zahlen wegen einmaliger Trennungskosten von vornherein kaum sauber ausfallen konnten", sagte Dan Coatsworth von der Investmentplattform AJ Bell. "Dennoch zeigten sich Anleger wenig angetan vom starken Rückgang des Jahresgewinns und des Cashflows."
13.35 Uhr - Der Geschäftsbericht des US-Netzwerkausrüsters Cisco(CSCO.O) hat die Anleger nicht überzeugt. Die Titel rutschen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Cisco hat zwar seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn angehoben. Treiber des Wachstums sind Investitionen von Technologieunternehmen in Rechenzentren, die für KI-Anwendungen aufgerüstet werden müssen. Allerdings sank die Bruttomarge des Konzerns im zweiten Quartal auf 67,5 Prozent und verfehlte damit die Analystenschätzung von 68,1 Prozent. Als Grund nannte Cisco gestiegene Kosten. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur durch Branchenriesen wie OpenAI, Alphabet(GOOGL.O) und Microsoft(MSFT.O) hat einen Großteil des weltweiten Angebots an Speicherchips aufgesogen und die Preise in die Höhe getrieben. Cisco-Chef Chuck Robbins sagte, das Unternehmen habe als Reaktion darauf die eigenen Preise erhöht und passe die Verträge mit Partnern an. "Wie schnell das Unternehmen seinen Auftragsbestand monetarisieren und daraus tatsächlich Umsatz machen kann, wird in der zweiten Jahreshälfte im Fokus stehen", sagte Jake Behan vom ETF-Anbieter Direxion.
13.25 Uhr - Aktien des Zahlungsabwicklers Adyen(ADYEN.AS) brechen an der Amsterdamer Börse um mehr als 15 Prozent ein. Das abgewickelte Transaktionsvolumen wuchs im zweiten Halbjahr zwar um 19 Prozent auf 745 Milliarden Euro, verfehlte aber die Analystenerwartungen. Die Ergebnisse und der vorsichtige Ausblick dürften nicht ausreichen, um die allgemein negative Stimmung im Zahlungsverkehrssektor aufzuhellen, sagen die Analysten von KBC Securities.
13.05 Uhr - Sanofi(SASY.PA)-Anlegern schmeckt der angekündigte Wechsel an der Spitze des französischen Pharmakonzerns offensichtlich nicht. Die Aktien geraten unter Druck und fallen um bis zu 6,3 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 77,34 Euro. Merck(MRCG.DE)-Chefin Belén Garijo soll Ende April als neue Vorstandschefin auf Paul Hudson folgen, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Garijo verfüge über eine breit gefächerte Erfahrung, sei aber nicht auf Produktivitätssteigerungen in der Forschung und Entwicklung großer Pharmaunternehmen spezialisiert, sagte Berenberg-Analystin Luisa Hector. "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass nicht viele Belén als potenzielle Nachfolgerin auf dem Zettel hatten, da sie bei Merck nie an das Profil ihrer Vorgänger heranreichte."
09.40 Uhr - Anleger strafen den Kochboxen-Lieferanten und Fertiggericht-Anbieter Hellofresh(HFGG.DE) nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 ab. Die Aktien brechen um 12,2 Prozent auf 4,81 Euro ein und damit so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr. Der Umsatz schrumpfte der Firma zufolge im abgelaufenen Jahr um 11,8 Prozent auf rund 6,76 Milliarden Euro. Ausblickend hieß es, dass extreme Wetterbedingungen in Europa und den USA die Auslieferungen und Profitabilität im Januar 2026 belastet hätten. Zudem kündigte Hellofresh an, sich aus dem italienischen Markt zurückzuziehen und die Belegschaft in Spanien zu verkleinern.
08.20 Uhr - Aktien von Europas größtem Online-Modehändler Zalando(ZALG.DE) sind nach einem positiven Analystenkommentar gefragt. Die Titel stehen im Frankfurter Frühhandel 3,5 Prozent im Plus und liegen damit an der Dax-Spitze. Die Analysten von Morgan Stanley hoben ihre Bewertung auf "Equal-Weight" von "Underweight" an.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
12.02.26
14:32
Reuters
15.20 Uhr - Eine Warnung des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo(0992.HK) vor Lieferengpässen bei Speicherchips belastet die gesamte Branche. Die Aktien der US-Konkurrenten Dell(DELL.N) und HP(HPQ.N) verlieren vorbörslich rund 4,5 und 3,5 Prozent. Lenovo rechnet angesichts eines sich verschärfenden Mangels an Speicherchips mit Lieferproblemen bei PCs. "Wir rechnen damit, dass der PC-Absatz zurückgehen wird, glauben jedoch, dass wir unseren Umsatz steigern und unsere Rentabilität sichern können", sagte Konzernchef Yang Yuanqing der Nachrichtenagentur Reuters. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur durch Branchenriesen wie OpenAI, Alphabet(GOOGL.O) und Microsoft(MSFT.O) hat einen Großteil des weltweiten Angebots an Speicherchips aufgesogen und die Preise in die Höhe getrieben. Unternehmen wie Lenovo und der Netzwerkausrüster Cisco(CSCO.O) haben mitgeteilt, sie hätten als Reaktion darauf die eigenen Preise erhöht. 15.00 Uhr - Überraschend starke Geschäftszahlen und eine optimistische Prognose ermuntern Anleger zum Einstieg beim Clogs-Anbieter Crocs(CROX.O). Die Titel des zuletzt schwächelnden US-Freizeitschuhherstellers schnellen vorbörslich um 13,5 Prozent nach oben. Dank einer starken Nachfrage im Weihnachtsgeschäft übertraf Crocs im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten bei Umsatz und Gewinn. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Erlös, der zwischen einem Rückgang um ein Prozent und einem leichten Plus liegen soll. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang um 0,8 Prozent ausgegangen. Über den Markterwartungen liegt auch der Ausblick für den bereinigten Gewinn. Als Grund für seinen Optimismus nannte Konzernchef Andrew Rees die breite Aufstellung des Geschäfts. Zudem wolle der Konzern im laufenden Jahr 100 Millionen Dollar einsparen. 14.00 Uhr - Die ersten Geschäftszahlen des Eiscreme-Herstellers Magnum(MICCT.AS) nach seinem Börsendebüt haben die Anleger vergrault. Die Papiere des Anbieters von Marken wie Cornetto und Ben & Jerry's verlieren an der Börse in Amsterdam rund 12,5 Prozent. Damit steuert das niederländische Unternehmen auf den größten Tagesverlust seit dem Börsengang im Dezember zu. Magnum erlitt im ersten Jahr nach seiner Abspaltung vom Konsumgüterkonzern Unilever(ULVR.L) einen Einbruch des Nettogewinns um fast 50 Prozent auf 307 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen Aufwendungen für die Trennung, Umstrukturierung und Finanzierung. "Die Abspaltung von Unilever bedeutete, dass die Zahlen wegen einmaliger Trennungskosten von vornherein kaum sauber ausfallen konnten", sagte Dan Coatsworth von der Investmentplattform AJ Bell. "Dennoch zeigten sich Anleger wenig angetan vom starken Rückgang des Jahresgewinns und des Cashflows." 13.35 Uhr - Der Geschäftsbericht des US-Netzwerkausrüsters Cisco(CSCO.O) hat die Anleger nicht überzeugt. Die Titel rutschen im vorbörsllichen Handel an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Cisco hat zwar seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn angehoben. Treiber des Wachstums sind Investitionen von Technologieunternehmen in Rechenzentren, die für KI-Anwendungen aufgerüstet werden müssen. Allerdings sank die Bruttomarge des Konzerns im zweiten Quartal auf 67,5 Prozent und verfehlte damit die Analystenschätzung von 68,1 Prozent. Als Grund nannte Cisco gestiegene Kosten. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur durch Branchenriesen wie OpenAI, Alphabet(GOOGL.O) und Microsoft(MSFT.O) hat einen Großteil des weltweiten Angebots an Speicherchips aufgesogen und die Preise in die Höhe getrieben. Cisco-Chef Chuck Robbins sagte, das Unternehmen habe als Reaktion darauf die eigenen Preise erhöht und passe die Verträge mit Partnern an. "Wie schnell das Unternehmen seinen Auftragsbestand monetarisieren und daraus tatsächlich Umsatz machen kann, wird in der zweiten Jahreshälfte im Fokus stehen", sagte Jake Behan vom ETF-Anbieter Direxion. 13.25 Uhr - Aktien des Zahlungsabwicklers Adyen(ADYEN.AS) brechen an der Amsterdamer Börse um mehr als 15 Prozent ein. Das abgewickelte Transaktionsvolumen wuchs im zweiten Halbjahr zwar um 19 Prozent auf 745 Milliarden Euro, verfehlte aber die Analystenerwartungen. Die Ergebnisse und der vorsichtige Ausblick dürften nicht ausreichen, um die allgemein negative Stimmung im Zahlungsverkehrssektor aufzuhellen, sagen die Analysten von KBC Securities. 13.05 Uhr - Sanofi(SASY.PA)-Anlegern schmeckt der angekündigte Wechsel an der Spitze des französischen Pharmakonzerns offensichtlich nicht. Die Aktien geraten unter Druck und fallen um bis zu 6,3 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 77,34 Euro. Merck(MRCG.DE)-Chefin Belén Garijo soll Ende April als neue Vorstandschefin auf Paul Hudson folgen, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Garijo verfüge über eine breit gefächerte Erfahrung, sei aber nicht auf Produktivitätssteigerungen in der Forschung und Entwicklung großer Pharmaunternehmen spezialisiert, sagte Berenberg-Analystin Luisa Hector. "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass nicht viele Belén als potenzielle Nachfolgerin auf dem Zettel hatten, da sie bei Merck nie an das Profil ihrer Vorgänger heranreichte." 09.40 Uhr - Anleger strafen den Kochboxen-Lieferanten und Fertiggericht-Anbieter Hellofresh(HFGG.DE) nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 ab. Die Aktien brechen um 12,2 Prozent auf 4,81 Euro ein und damit so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr. Der Umsatz schrumpfte der Firma zufolge im abgelaufenen Jahr um 11,8 Prozent auf rund 6,76 Milliarden Euro. Ausblickend hieß es, dass extreme Wetterbedingungen in Europa und den USA die Auslieferungen und Profitabilität im Januar 2026 belastet hätten. Zudem kündigte Hellofresh an, sich aus dem italienischen Markt zurückzuziehen und die Belegschaft in Spanien zu verkleinern. 08.20 Uhr - Aktien von Europas größtem Online-Modehändler Zalando(ZALG.DE) sind nach einem positiven Analystenkommentar gefragt. Die Titel stehen im Frankfurter Frühhandel 3,5 Prozent im Plus und liegen damit an der Dax-Spitze. Die Analysten von Morgan Stanley hoben ihre Bewertung auf "Equal-Weight" von "Underweight" an.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)