02.02.26
09:23
Reuters
Bengaluru, 02. Feb (Reuters) - Die fulminante Jahresanfangsrally am Edelmetallmarkt hat ein abruptes Ende gefunden. Gold(XAU=) und Silber(XAG=) verbilligten sich am Montag um rund fünf und 8,5 Prozent. Zusammen mit den Verlusten vom Freitag bauten sie die Gewinne aus dem Hochpunkt ihrer Jahresanfangsrally fast vollständig wieder ab: Mit rund 4621 und 77,28 Dollar je Feinunze liegen sie auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Januar. Ähnlich stark unter Druck gerieten Platin(XPT=) und Palladium(XPD=), die als günstigere Alternativen zu Gold gelten.
Die Nominierung von Notenbankdirektor Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell "war wahrscheinlich der anfängliche Auslöser, rechtfertigte aber nicht das Ausmaß des Preisrückgangs bei Edelmetallen", sagte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Laut Experten gilt der 55-jährige Ökonom Warsh als jemand, der sich dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump nach schnellen Zinssenkungen nicht unbedingt unterordnen dürfte. Die Marktteilnehmer investieren bei erhöhten Zinsen eher in verzinste Anlagen wie Staatsanleihen, statt Gold zu kaufen, welches keine Zinsen zahlt.
"Vielmehr haben Zwangsliquidationen und höhere Margin-Anforderungen eine Kettenreaktion ausgelöst", sagte Experte Waterer. Wenn Kursverluste die hinterlegten Sicherheiten bei kreditfinanzierten Anlagen aufzehren, müssen Investoren Kapital nachschießen - sonst werden die Positionen automatisch verkauft. Grundsätzlich spreche weiter vieles für Gold, sagte Ilya Spivak, Chefstratege bei Tastylive. "Allerdings haben wir hier offenbar einen spekulativen Dämpfer erlebt, und es kommt zu Umschichtungen in den Portfolios - vor allem bei kurzfristig ausgerichteten Anlegern, die von den höheren Margin-Anforderungen betroffen sind."
(Bericht von Ishaan Arora, Swati Verma und Noel John, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
02.02.26
09:23
Reuters
Bengaluru, 02. Feb (Reuters) - Die fulminante Jahresanfangsrally am Edelmetallmarkt hat ein abruptes Ende gefunden. Gold(XAU=) und Silber(XAG=) verbilligten sich am Montag um rund fünf und 8,5 Prozent. Zusammen mit den Verlusten vom Freitag bauten sie die Gewinne aus dem Hochpunkt ihrer Jahresanfangsrally fast vollständig wieder ab: Mit rund 4621 und 77,28 Dollar je Feinunze liegen sie auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Januar. Ähnlich stark unter Druck gerieten Platin(XPT=) und Palladium(XPD=), die als günstigere Alternativen zu Gold gelten.
Die Nominierung von Notenbankdirektor Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell "war wahrscheinlich der anfängliche Auslöser, rechtfertigte aber nicht das Ausmaß des Preisrückgangs bei Edelmetallen", sagte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Laut Experten gilt der 55-jährige Ökonom Warsh als jemand, der sich dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump nach schnellen Zinssenkungen nicht unbedingt unterordnen dürfte. Die Marktteilnehmer investieren bei erhöhten Zinsen eher in verzinste Anlagen wie Staatsanleihen, statt Gold zu kaufen, welches keine Zinsen zahlt.
"Vielmehr haben Zwangsliquidationen und höhere Margin-Anforderungen eine Kettenreaktion ausgelöst", sagte Experte Waterer. Wenn Kursverluste die hinterlegten Sicherheiten bei kreditfinanzierten Anlagen aufzehren, müssen Investoren Kapital nachschießen - sonst werden die Positionen automatisch verkauft. Grundsätzlich spreche weiter vieles für Gold, sagte Ilya Spivak, Chefstratege bei Tastylive. "Allerdings haben wir hier offenbar einen spekulativen Dämpfer erlebt, und es kommt zu Umschichtungen in den Portfolios - vor allem bei kurzfristig ausgerichteten Anlegern, die von den höheren Margin-Anforderungen betroffen sind."
(Bericht von Ishaan Arora, Swati Verma und Noel John, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)