30.01.26
04:09
Reuters
Singapur/Tokio, 30. Jan (Reuters) - Der Ausverkauf bei US-Technologiewerten hat den Börsen in Asien am Freitag den Schwung genommen.
In Japan drückten vor allem Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten auf die Stimmung. "Anleger verkauften Technologiewerte, um Gewinne mitzunehmen", sagte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. Zu den größten Verlierern zählte der Chip-Ausrüster Advantest(6857.T) mit einem Minus von 5,62 Prozent. Die Papiere des Taschenrechner-Herstellers Casio Computer(6952.T) schossen dagegen um 14,8 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine Verdopplung seines Jahresgewinns in Aussicht gestellt hatte. Auch die Aktien von Fujitsu(6702.T) legten nach einer angehobenen Prognose um 3,56 Prozent zu.
Für eine gewisse Zurückhaltung sorgten zudem Inflationsdaten. Die Kerninflation in Tokio verlangsamte sich im Januar zwar auf zwei Prozent und entsprach damit dem Ziel der Bank of Japan (BOJ). "Die heutigen Daten werden die Bemühungen der BOJ, die Zinssätze zu erhöhen, nicht zunichte machen, da die Verlangsamung der Kerninflation hauptsächlich auf einmalige Faktoren zurückzuführen ist", sagte jedoch Yoshiki Shinke, Ökonom beim Dai-ichi Life Research Institute. Im Hintergrund wirkten zudem politische Nachrichten aus den USA, wo Präsident Donald Trump eine Einigung zur Abwendung eines Regierungsstillstands unterstützte und für Freitag die Bekanntgabe seiner Nominierung für den Vorsitz der US-Notenbank Fed ankündigte.
Devisen Der Dollar legte zu, gestützt von der Hoffnung auf eine Abwendung eines erneuten Regierungsstillstands in den USA. Er gewann 0,5 Prozent auf 153,92 Yen und stieg leicht auf 6,9492 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,6 Prozent höher bei 0,7687 Franken. Im Gegenzug fiel der Euro um 0,5 Prozent auf 1,1914 Dollar, zog jedoch zum Franken um 0,1 Prozent auf 0,9159 an.
Ölpreise Die Ölpreise gaben nach. Händler verwiesen auf geopolitische Risiken, nachdem US-Präsident Donald Trump per Dekret einen nationalen Notstand ausgerufen hatte. Dies schaffe die Grundlage für Zölle auf Waren aus Ländern, die Öl nach Kuba verkaufen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 69,70 Dollar. Die US-Sorte WTI notierte 1,8 Prozent schwächer bei 64,21 Dollar.
Wall Street Die US-Börsen hatten am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Ein Ausverkauf bei Technologiewerten hatte die Stimmung belastet, nachdem Microsoft(MSFT.O) mit seinem Cloud-Geschäft enttäuscht hatte. Der Dow-Jones-Index(.DJI) schloss kaum verändert bei 49.071,56 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 notierte ebenfalls fast unverändert bei 6.969,01 Zählern, während der technologielastige Nasdaq(.IXIC) um 0,7 Prozent auf 23.685,12 Stellen nachgab.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Leika Kihara und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.01.26
04:09
Reuters
Singapur/Tokio, 30. Jan (Reuters) - Der Ausverkauf bei US-Technologiewerten hat den Börsen in Asien am Freitag den Schwung genommen. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,3 Prozent auf 53.208,33 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte dagegen um 0,2 Prozent auf 3.552,62 Zähler zu. Die Börse in Shanghai(.SSEC) verlor 1,2 Prozent auf 4.108,46 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um ein Prozent auf 4.705,81 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) tendierte uneinheitlich, steuerte aber auf den besten Monat seit mehr als drei Jahren zu.
In Japan drückten vor allem Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten auf die Stimmung. "Anleger verkauften Technologiewerte, um Gewinne mitzunehmen", sagte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. Zu den größten Verlierern zählte der Chip-Ausrüster Advantest(6857.T) mit einem Minus von 5,62 Prozent. Die Papiere des Taschenrechner-Herstellers Casio Computer(6952.T) schossen dagegen um 14,8 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine Verdopplung seines Jahresgewinns in Aussicht gestellt hatte. Auch die Aktien von Fujitsu(6702.T) legten nach einer angehobenen Prognose um 3,56 Prozent zu.
Für eine gewisse Zurückhaltung sorgten zudem Inflationsdaten. Die Kerninflation in Tokio verlangsamte sich im Januar zwar auf zwei Prozent und entsprach damit dem Ziel der Bank of Japan (BOJ). "Die heutigen Daten werden die Bemühungen der BOJ, die Zinssätze zu erhöhen, nicht zunichte machen, da die Verlangsamung der Kerninflation hauptsächlich auf einmalige Faktoren zurückzuführen ist", sagte jedoch Yoshiki Shinke, Ökonom beim Dai-ichi Life Research Institute. Im Hintergrund wirkten zudem politische Nachrichten aus den USA, wo Präsident Donald Trump eine Einigung zur Abwendung eines Regierungsstillstands unterstützte und für Freitag die Bekanntgabe seiner Nominierung für den Vorsitz der US-Notenbank Fed ankündigte. Devisen Der Dollar legte zu, gestützt von der Hoffnung auf eine Abwendung eines erneuten Regierungsstillstands in den USA. Er gewann 0,5 Prozent auf 153,92 Yen und stieg leicht auf 6,9492 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,6 Prozent höher bei 0,7687 Franken. Im Gegenzug fiel der Euro um 0,5 Prozent auf 1,1914 Dollar, zog jedoch zum Franken um 0,1 Prozent auf 0,9159 an. Ölpreise Die Ölpreise gaben nach. Händler verwiesen auf geopolitische Risiken, nachdem US-Präsident Donald Trump per Dekret einen nationalen Notstand ausgerufen hatte. Dies schaffe die Grundlage für Zölle auf Waren aus Ländern, die Öl nach Kuba verkaufen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 69,70 Dollar. Die US-Sorte WTI notierte 1,8 Prozent schwächer bei 64,21 Dollar. Wall Street Die US-Börsen hatten am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Ein Ausverkauf bei Technologiewerten hatte die Stimmung belastet, nachdem Microsoft(MSFT.O) mit seinem Cloud-Geschäft enttäuscht hatte. Der Dow-Jones-Index(.DJI) schloss kaum verändert bei 49.071,56 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 notierte ebenfalls fast unverändert bei 6.969,01 Zählern, während der technologielastige Nasdaq(.IXIC) um 0,7 Prozent auf 23.685,12 Stellen nachgab.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Leika Kihara und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)