22.01.26
21:35
Reuters
*
| Edelmetall-Rally geht weiter - Goldpreis über 4900 Dollar |
*
| Stimmung am Markt bleibt schwankungsanfällig |
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| GE Aerospace kann mit Zahlen nicht bei Anlegern punkten |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 22. Jan (Reuters) - Die Entspannung im |
| Zollstreit mit Europa und robuste Konjunkturdaten haben den |
| US-Börsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Anleger reagierten |
| erleichtert darauf, dass US-Präsident Donald Trump seine Drohung |
| zurücknahm, Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen. |
| Trump hatte diese als Druckmittel in einem Streit um den Kauf |
| von Grönland eingesetzt, nun aber eine Einigung in Aussicht |
| gestellt. |
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 49.375 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,5 Prozent auf 6913 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,9 Prozent auf 23.430 Stellen.
Die Stimmung am Markt bleibt jedoch angesichts der politischen Volatilität schwankungsanfällig. "Es ist sehr seltsam, jeden Tag als Vermögensverwalter aufzuwachen und nicht zu wissen, ob Weihnachtsmorgen oder Freitag der 13. ist", sagte Gregg Abella, Chef von Investment Partners Asset Management. Die geopolitischen Spannungen erforderten eine stärkere Diversifizierung der Portfolios, um Risiken abzufedern.
Rückenwind kam am Donnerstag auch von der Konjunkturseite. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2025 mit 4,4 Prozent etwas stärker als erwartet. Zudem stiegen die Konsumausgaben im November und Oktober solide an, während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche geringer ausfiel als prognostiziert. Angesichts der robusten Wirtschaft und der hartnäckigen Inflation rechnen Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen unverändert lassen wird.
Dass einige Anleger Zweifel an dem Frieden zwischen den USA und der Europäischen Union in der Grönland-Frage hegten, zeigte sich am Devisenmarkt. Der Dollar-Index(.DXY) bröckelte um rund 0,4 Prozent auf 98.787 Punkte ab. Die "Antikrisen-Währung" Gold(XAU=) verteuerte sich hingegen um knapp 1,5 Prozent auf 4922 Dollar je Feinunze und übersprang damit ihren erst am Mittwoch erreichten jüngsten Höchststand. Auch Silber(XAG=) und Platin(XPT=) erreichten mit rund 96 beziehungsweise 2636 Dollar neue Allzeithochs. Dies reflektiere eine weiterhin hohe geopolitische Angst der Anleger, erläuterte Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Ein Medienbericht über Börsenpläne für die Chipsparte T-Head beflügelte die Aktie von Alibaba(BABA.N). Die in den USA notierten Papiere des chinesischen Online-Händlers legten um 5,5 Prozent zu. Gefragt waren auch die Titel des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble(PG.N), die trotz eines enttäuschenden Quartalsumsatzes um rund 2,7 Prozent vorrückten.
Unter Druck gerieten hingegen Abbott(ABT.N) und GE Aerospace(GE.N). Der Pharmakonzern und der Triebwerksbauer konnten mit ihren Geschäftszahlen nicht bei Anlegern punkten. Um 2,1 Prozent nach unten ging es für Netflix(NFLX.O). Der Filmstudio-Betreiber und Streaming-Anbieter Paramount Skydance(PSKY.O) hat die Frist seiner Übernahmeofferte für den Rivalen Warner Bros Discovery(WBD.O) verlängert.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
22.01.26
21:35
Reuters
Frankfurt, 22. Jan (Reuters) - Die Entspannung im Zollstreit mit Europa und robuste Konjunkturdaten haben den US-Börsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Anleger reagierten erleichtert darauf, dass US-Präsident Donald Trump seine Drohung zurücknahm, Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen. Trump hatte diese als Druckmittel in einem Streit um den Kauf von Grönland eingesetzt, nun aber eine Einigung in Aussicht gestellt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 49.375 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,5 Prozent auf 6913 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,9 Prozent auf 23.430 Stellen. Die Stimmung am Markt bleibt jedoch angesichts der politischen Volatilität schwankungsanfällig. "Es ist sehr seltsam, jeden Tag als Vermögensverwalter aufzuwachen und nicht zu wissen, ob Weihnachtsmorgen oder Freitag der 13. ist", sagte Gregg Abella, Chef von Investment Partners Asset Management. Die geopolitischen Spannungen erforderten eine stärkere Diversifizierung der Portfolios, um Risiken abzufedern. Rückenwind kam am Donnerstag auch von der Konjunkturseite. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2025 mit 4,4 Prozent etwas stärker als erwartet. Zudem stiegen die Konsumausgaben im November und Oktober solide an, während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche geringer ausfiel als prognostiziert. Angesichts der robusten Wirtschaft und der hartnäckigen Inflation rechnen Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen unverändert lassen wird. Dass einige Anleger Zweifel an dem Frieden zwischen den USA und der Europäischen Union in der Grönland-Frage hegten, zeigte sich am Devisenmarkt. Der Dollar-Index(.DXY) bröckelte um rund 0,4 Prozent auf 98.787 Punkte ab. Die "Antikrisen-Währung" Gold(XAU=) verteuerte sich hingegen um knapp 1,5 Prozent auf 4922 Dollar je Feinunze und übersprang damit ihren erst am Mittwoch erreichten jüngsten Höchststand. Auch Silber(XAG=) und Platin(XPT=) erreichten mit rund 96 beziehungsweise 2636 Dollar neue Allzeithochs. Dies reflektiere eine weiterhin hohe geopolitische Angst der Anleger, erläuterte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Ein Medienbericht über Börsenpläne für die Chipsparte T-Head beflügelte die Aktie von Alibaba(BABA.N). Die in den USA notierten Papiere des chinesischen Online-Händlers legten um 5,5 Prozent zu. Gefragt waren auch die Titel des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble(PG.N), die trotz eines enttäuschenden Quartalsumsatzes um rund 2,7 Prozent vorrückten. Unter Druck gerieten hingegen Abbott(ABT.N) und GE Aerospace(GE.N). Der Pharmakonzern und der Triebwerksbauer konnten mit ihren Geschäftszahlen nicht bei Anlegern punkten. Um 2,1 Prozent nach unten ging es für Netflix(NFLX.O). Der Filmstudio-Betreiber und Streaming-Anbieter Paramount Skydance(PSKY.O) hat die Frist seiner Übernahmeofferte für den Rivalen Warner Bros Discovery(WBD.O) verlängert.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)