20.01.26
11:30
Reuters
20. Jan (Reuters) - Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally belasten die Aktien französischer Luxusgüterkonzerne. Die Stimmung trübte zudem US-Präsident Donald Trump mit der Drohung ein, französischen Wein und Champagner mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent zu belegen. Damit will er offenbar den französischen Präsidenten Emmanuel Macron dazu bewegen, seiner Initiative "Board of Peace" zur Lösung globaler Konflikte beizutreten.
Die Papiere des Branchenführers LVMH(LVMH.PA), zu dem große Champagnerhersteller wie Moet & Chandon gehören, geben rund drei Prozent nach. Rivale Kering(PRTP.PA) verbilligt sich in Paris um 3,5 Prozent; Hermes(HRMS.PA)-Aktien rutschen ebenfalls knapp drei Prozent ab. "Die Kursbewegungen in der Branche hängen mit Gewinnmitnahmen vor den anstehenden Jahreszahlen zusammen", sagte Analyst Luca Solca von Bernstein. Insbesondere bei Kering sei es sinnvoll, Kasse zu machen. Die Aktie sei deutlich gestiegen, obwohl das Geschäft vor allem in China weiterhin schwierig sei. Zugleich verwies der Analyst auf wachsende Sorgen über eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und der EU und mögliche Zölle auf europäische Exporte.
Trumps Pläne für einen globalen Friedensrat parallel zu den Vereinten Nationen sind auf gemischte Reaktionen gestoßen. Insidern zufolge beabsichtigt Frankreich, die Einladung abzulehnen. Auf die Frage eines Reporters nach einer möglichen Weigerung Macrons, antwortete Trump: "Ich werde einen 200-prozentigen Zoll auf seine Weine und Champagner erheben, und er wird sich anschließen, aber er muss sich nicht anschließen."
Die Vereinigten Staaten sind der größte Markt für französische Weine und Spirituosen, mit Lieferungen im Wert von 3,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. "Die Tatsache, dass wir mit immer mehr Drohungen konfrontiert werden, wird die Branche weniger attraktiv für Investitionen machen", kommentierte Laurence Whyatt, Branchenexperte bei Barclays.
(Bericht von Dimitri Rhodes, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
20.01.26
11:30
Reuters
Die Papiere des Branchenführers LVMH(LVMH.PA), zu dem große Champagnerhersteller wie Moet & Chandon gehören, geben rund drei Prozent nach. Rivale Kering(PRTP.PA) verbilligt sich in Paris um 3,5 Prozent; Hermes(HRMS.PA)-Aktien rutschen ebenfalls knapp drei Prozent ab. "Die Kursbewegungen in der Branche hängen mit Gewinnmitnahmen vor den anstehenden Jahreszahlen zusammen", sagte Analyst Luca Solca von Bernstein. Insbesondere bei Kering sei es sinnvoll, Kasse zu machen. Die Aktie sei deutlich gestiegen, obwohl das Geschäft vor allem in China weiterhin schwierig sei. Zugleich verwies der Analyst auf wachsende Sorgen über eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und der EU und mögliche Zölle auf europäische Exporte.
Trumps Pläne für einen globalen Friedensrat parallel zu den Vereinten Nationen sind auf gemischte Reaktionen gestoßen. Insidern zufolge beabsichtigt Frankreich, die Einladung abzulehnen. Auf die Frage eines Reporters nach einer möglichen Weigerung Macrons, antwortete Trump: "Ich werde einen 200-prozentigen Zoll auf seine Weine und Champagner erheben, und er wird sich anschließen, aber er muss sich nicht anschließen."
Die Vereinigten Staaten sind der größte Markt für französische Weine und Spirituosen, mit Lieferungen im Wert von 3,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. "Die Tatsache, dass wir mit immer mehr Drohungen konfrontiert werden, wird die Branche weniger attraktiv für Investitionen machen", kommentierte Laurence Whyatt, Branchenexperte bei Barclays.
(Bericht von Dimitri Rhodes, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)