13.01.26
12:04
Reuters
13. Jan (Reuters) - Der ums Überleben kämpfende chinesische Immobilienentwickler China Vanke(000002.SZ) hat bei seinen Gläubigern Insidern zufolge erneut wegen eines Zahlungsaufschubs angeklopft. Für eine bereits im Dezember fällig gewordene Anleihe im Volumen von zwei Milliarden Yuan (290 Millionen Dollar) solle die Zahlungsfrist um weitere 90 Handelstage bis zum 29. April verlängert werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Vanke war erst im vergangenen Monat knapp einem Zahlungsausfall entgangen, als die Gläubiger einer Verlängerung der Rückzahlungsfrist von fünf auf 30 Handelstage zustimmten.
Gleichzeitig versucht der staatlich gestützte Bauträger erneut, die Rückzahlung der Anleihe um ein Jahr aufzuschieben. Um den Gläubigern den Vorschlag schmackhaft zu machen, biete Vanke zusätzliche Kreditsicherheiten aus bestimmten Projekten an und wolle die überfälligen Zinsen bis zum Ende der laufenden Frist zahlen. Die Anleihegläubiger sollen vom 21. bis 26. Januar über die neuen Vorschläge abstimmen. Sie hatten zuvor bereits zweimal Vorschläge zur Verschiebung der Rückzahlungen um ein Jahr abgelehnt. Vanke lehnte eine Stellungnahme ab.
Parallel dazu erhöht sich der Druck von anderer Seite. Der Finanzberater PJT Partners fordere die Inhaber von Dollar-Anleihen in Gesprächen am Dienstag auf, einen Zahlungsausfall von Vanke zu erwägen, sagten zwei weitere mit der Sache vertraute Personen. Grund dafür sei, dass der Konzern die Zahlungen für die Yuan-Anleihe nicht zum ursprünglichen Fälligkeitstermin im Dezember geleistet habe.
Die Probleme von Vanke hatten den Markt im November überrascht, da das Unternehmen erst kurz zuvor eine Finanzspritze von 22 Milliarden Yuan von seinem Großaktionär Shenzhen Metro erhalten hatte, einem Unternehmen im Besitz der Regierung von Shenzhen. Kreditanalysten zufolge dürfte Vanke die Strategien anderer klammer chinesischer Bauträger nachahmen und mehrere kurzfristige Verlängerungen anstreben, bevor letztlich eine umfassende Umschuldung vorgeschlagen wird. Das Unternehmen arbeite auf Bitten der Behörden bereits an einem solchen Plan, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg vergangene Woche.
Unter Aufsicht der Regierung von Shenzhen hat Vanke zudem eine Vereinbarung mit heimischen Banken getroffen, um Zinszahlungen für Kredite bis September aufzuschieben, wie Insider der Agentur Reuters mitteilten.
(Reuters-Bericht, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
13.01.26
12:04
Reuters
Gleichzeitig versucht der staatlich gestützte Bauträger erneut, die Rückzahlung der Anleihe um ein Jahr aufzuschieben. Um den Gläubigern den Vorschlag schmackhaft zu machen, biete Vanke zusätzliche Kreditsicherheiten aus bestimmten Projekten an und wolle die überfälligen Zinsen bis zum Ende der laufenden Frist zahlen. Die Anleihegläubiger sollen vom 21. bis 26. Januar über die neuen Vorschläge abstimmen. Sie hatten zuvor bereits zweimal Vorschläge zur Verschiebung der Rückzahlungen um ein Jahr abgelehnt. Vanke lehnte eine Stellungnahme ab.
Parallel dazu erhöht sich der Druck von anderer Seite. Der Finanzberater PJT Partners fordere die Inhaber von Dollar-Anleihen in Gesprächen am Dienstag auf, einen Zahlungsausfall von Vanke zu erwägen, sagten zwei weitere mit der Sache vertraute Personen. Grund dafür sei, dass der Konzern die Zahlungen für die Yuan-Anleihe nicht zum ursprünglichen Fälligkeitstermin im Dezember geleistet habe.
Die Probleme von Vanke hatten den Markt im November überrascht, da das Unternehmen erst kurz zuvor eine Finanzspritze von 22 Milliarden Yuan von seinem Großaktionär Shenzhen Metro erhalten hatte, einem Unternehmen im Besitz der Regierung von Shenzhen. Kreditanalysten zufolge dürfte Vanke die Strategien anderer klammer chinesischer Bauträger nachahmen und mehrere kurzfristige Verlängerungen anstreben, bevor letztlich eine umfassende Umschuldung vorgeschlagen wird. Das Unternehmen arbeite auf Bitten der Behörden bereits an einem solchen Plan, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg vergangene Woche.
Unter Aufsicht der Regierung von Shenzhen hat Vanke zudem eine Vereinbarung mit heimischen Banken getroffen, um Zinszahlungen für Kredite bis September aufzuschieben, wie Insider der Agentur Reuters mitteilten.
(Reuters-Bericht, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte))