30.12.25
18:40
Reuters
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| Mögliche KI-Blase und geopolitische Spannungen im Blick |
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| Warten auf Fed-Protokolle und US-Jobdaten |
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| Silber und Platin nehmen Rally wirder auf |
| (Neu: Termine, Geopolitik) |
| Frankfurt, 30. Dez (Reuters) - Das Rätselraten über die |
| weitere Entwicklung des teils hoch bewerteten Technologiesektors |
| hat die Wall Street auch am Dienstag ausgebremst. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte im Verlauf 0,1 |
| Prozent tiefer mit 48.401 Punkten. Der breiter gefasste S&P |
| 500 notierte quasi unverändert bei 6905 Zählern, ebenso |
| die Technologiebörse Nasdaq(.IXIC), die bei 23.467 Zählern |
| stand. |
"Je näher das Jahresende rückt, desto stärker stehen Anleger vor einem Dilemma: Sollte dies das Jahr sein, in dem Künstliche Intelligenz (KI) den Durchbruch schafft? Wird der US-Aktienmarkt dann erneut überdurchschnittlich abschneiden?", sagte Kathleen Brooks, Direktorin beim Broker XTB. "Falls die Antwort ja lautet, könnte die zum Jahresende verbreitete Lethargie Anfang 2026 einem Aufholprozess bei den US-Aktienindizes weichen."
Viele Ökonomen und Strategen rechnen für 2026 noch mit einem anhaltenden KI-Boom und weiter steigenden Aktienmärkten. Doch die Unsicherheit, ob bereits ein Blasenniveau erreicht ist, dürfte die Anleger vermehrt umtreiben.
Am Dienstag warten die US-Anleger zudem auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed um 20.00 Uhr (MEZ). Die Fed hatte Anfang Dezember die Zinsen gesenkt und nur eine weitere Senkung für 2026 in Aussicht gestellt - während Händler mindestens zwei einpreisen. Aus den Mitschriften erhoffen sie sich frische Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Währungshüter.
Am Mittwoch folgen die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe. Experten verweisen jedoch auf Schwierigkeiten bei der saisonalen Bereinigung wöchentlicher Daten rund um die Feiertage.
Zugleich sorgen geopolitische Spannungen für Zurückhaltung. Russland hat der Ukraine einen versuchten Angriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin vorgeworfen und eine Änderung seiner Position bei den Gesprächen über ein Friedensabkommen angekündigt. Die Ukraine hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zudem hat China bei seinem bislang größten Militärmanöver Raketen in Richtung Taiwan abgefeuert.
Bei den Einzelwerten schlugen Aktien von Bergbauunternehmen einen Erholungskurs ein. Silvercorp(SVM.N), Hecla(HL.N) und Newmont(NEM.N) rückten zwischen 2,5 und fünf Prozent vor. Für Kauflaune sorgten Preisanstiege am Metallmarkt. Silber(XAG=) und Platin(XPT=) setzten nach dem Einbruch am Montag ihre Rally fort und sprangen um sieben beziehungsweise fünf Prozent nach oben.
Palladium(XPD=) notierte kaum verändert, Gold(XAU=) verteuerte sich um knapp ein Prozent. "Gold ist zuletzt zu schnell zu stark gestiegen. Gewinnmitnahmen wie die gestrigen waren überfällig", sagte Consorsbank-Experte Stanzl. Die fundamentalen Rahmenbedingungen, die den Goldpreis auf diese Höhen getrieben hätten, blieben jedoch unverändert. Eine große Trendumkehr nach unten sei daher eher nicht zu erwarten. "Allerdings ist absehbar, dass die Edelmetalle nach ihrer Rekordjagd etwas Zeit benötigen werden, um abzukühlen."
(Bericht von Sanne Schimanski und Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
30.12.25
18:40
Reuters
Frankfurt, 30. Dez (Reuters) - Das Rätselraten über die weitere Entwicklung des teils hoch bewerteten Technologiesektors hat die Wall Street auch am Dienstag ausgebremst. Der Dow-Jones-Index (.DJI) der Standardwerte notierte im Verlauf 0,1 Prozent tiefer mit 48.401 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte quasi unverändert bei 6905 Zählern, ebenso die Technologiebörse Nasdaq (.IXIC), die bei 23.467 Zählern stand.
"Je näher das Jahresende rückt, desto stärker stehen Anleger vor einem Dilemma: Sollte dies das Jahr sein, in dem Künstliche Intelligenz (KI) den Durchbruch schafft? Wird der US-Aktienmarkt dann erneut überdurchschnittlich abschneiden?", sagte Kathleen Brooks, Direktorin beim Broker XTB. "Falls die Antwort ja lautet, könnte die zum Jahresende verbreitete Lethargie Anfang 2026 einem Aufholprozess bei den US-Aktienindizes weichen."
Viele Ökonomen und Strategen rechnen für 2026 noch mit einem anhaltenden KI-Boom und weiter steigenden Aktienmärkten. Doch die Unsicherheit, ob bereits ein Blasenniveau erreicht ist, dürfte die Anleger vermehrt umtreiben.
Am Dienstag warten die US-Anleger zudem auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed um 20.00 Uhr (MEZ). Die Fed hatte Anfang Dezember die Zinsen gesenkt und nur eine weitere Senkung für 2026 in Aussicht gestellt - während Händler mindestens zwei einpreisen. Aus den Mitschriften erhoffen sie sich frische Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Währungshüter.
Am Mittwoch folgen die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe. Experten verweisen jedoch auf Schwierigkeiten bei der saisonalen Bereinigung wöchentlicher Daten rund um die Feiertage.
Zugleich sorgen geopolitische Spannungen für Zurückhaltung. Russland hat der Ukraine einen versuchten Angriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin vorgeworfen und eine Änderung seiner Position bei den Gesprächen über ein Friedensabkommen angekündigt. Die Ukraine hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zudem hat China bei seinem bislang größten Militärmanöver Raketen in Richtung Taiwan abgefeuert.
Bei den Einzelwerten schlugen Aktien von Bergbauunternehmen einen Erholungskurs ein. Silvercorp (SVM.N), Hecla (HL.N) und Newmont (NEM.N) rückten zwischen 2,5 und fünf Prozent vor. Für Kauflaune sorgten Preisanstiege am Metallmarkt. Silber (XAG=) und Platin (XPT=) setzten nach dem Einbruch am Montag ihre Rally fort und sprangen um sieben beziehungsweise fünf Prozent nach oben.
Palladium (XPD=) notierte kaum verändert, Gold (XAU=) verteuerte sich um knapp ein Prozent. "Gold ist zuletzt zu schnell zu stark gestiegen. Gewinnmitnahmen wie die gestrigen waren überfällig", sagte Consorsbank-Experte Stanzl. Die fundamentalen Rahmenbedingungen, die den Goldpreis auf diese Höhen getrieben hätten, blieben jedoch unverändert. Eine große Trendumkehr nach unten sei daher eher nicht zu erwarten. "Allerdings ist absehbar, dass die Edelmetalle nach ihrer Rekordjagd etwas Zeit benötigen werden, um abzukühlen."
(Bericht von Sanne Schimanski und Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)