08.12.25
21:34
Reuters
Börsianer rechnen inzwischen fest damit, dass die Federal Reserve zur Wochenmitte die Leitzinsen senken wird. Analysten zufolge könnte der lang erwartete Schritt aber eine der umstrittensten Fed-Entscheidungen seit Jahren werden. Sollten vier oder mehr der stimmberechtigten Mitglieder aus der Reihe tanzen, wäre dies die größte Spaltung seit 1992, sagten Analysten der Deutschen Bank.
An den Märkten ist mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent eine Senkung um 25 Basispunkte eingepreist. "Die Abstimmung dürfte dreigeteilt ausfallen, wobei der Gouverneur Stephen Miran einen größeren Schritt von 50 Basispunkten bevorzugen und mindestens drei Entscheidungsträger für eine Beibehaltung der Zinsen plädieren dürften", sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Miran ist ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, der die Fed seit langem zu einer sehr großen Zinssenkung drängt.
Zuletzt veröffentlichte Konjunkturdaten hatten auf eine moderate Zunahme der Konsumausgaben hingedeutet. Dies bestärkte die Anleger in ihrer Zuversicht, dass sich die Fed auf eine Senkung der Zinsen konzentrieren wird, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Die Inflation hat sich jedoch als hartnäckig erwiesen, was die meisten Währungshüter bislang vorsichtig agieren ließ. Anleger werden zudem die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch genau analysieren, um Hinweise auf den künftigen Kurs der Notenbank zu erhalten.
Für Unruhe sorgte auch ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste Japans, das den Dollar gegenüber dem Yen anziehen ließ. Je nach dem Ausmaß der Schäden durch das Erdbeben könnte die Bank of Japan Analysten zufolge die für nächste Woche erwartete Zinserhöhung verschieben. Die Aussicht auf eine Zinserhöhung in Japan hatte zuletzt zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt.
Bei den Einzelwerten sorgten Übernahmepläne für Kursausschläge. Warner Bros Discovery(WBD.O) stiegen um 4,4 Prozent, nachdem Paramount Skydance(PSKY.O) ein feindliches Übernahmeangebot im Wert von 108,4 Milliarden Dollar vorgelegt hatte. Paramount will damit den Konkurrenten Netflix(NFLX.O) ausstechen. Paramount legten mehr als neun Prozent zu, während Netflix 3,4 Prozent nachgaben. Bei finanzstarken Unternehmen wie Paramount und Netflix sei ein Bieterwettstreit möglich, sagte Adam Sarhan von 50 Park Investments. Derjenige, der den Zuschlag erhalte, dürfte den eigenen Unternehmenswert steigern, "solange er nicht zu viel bezahlt".
Aktien von Confluent(CFLT.O) stiegen um 29 Prozent, nachdem IBM(IBM.N) die Übernahme des Dateninfrastruktur-Unternehmens für rund elf Milliarden Dollar angekündigt hatte.
Dagegen fielen die Aktien von Tesla(TSLA.O) um 3,4 Prozent, nachdem die Analysten von Morgan Stanley die Titel auf "Equal-Weight" von zuvor "Overweight" zurückgestuft haben.
(Bericht von Johann M Cherian und Pranav Kashyap, geschrieben von Stefanie Geiger und Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
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Reuters
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| Anleger vor Kommentaren des Fed-Chefs nervös |
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| Anleiherenditen ziehen an |
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| Übernahmekampf um Warner Bros | |
| (Neu: | US-Schlusskurse) |
| 08. Dez (Reuters) - An der Wall Street haben sich | |
| Anleger vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der | |
| US-Notenbank zum Wochenstart zurückgezogen. Der | |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte rutschte am Montag ein | |
| halbes Prozent auf 47.739 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P | |
| 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gaben | |
| ebenfalls jeweils leicht auf 6846 beziehungsweise 23.545 Zähler | |
| nach. | |
Börsianer rechnen inzwischen fest damit, dass die Federal Reserve zur Wochenmitte die Leitzinsen senken wird. Analysten zufolge könnte der lang erwartete Schritt aber eine der umstrittensten Fed-Entscheidungen seit Jahren werden. Sollten vier oder mehr der stimmberechtigten Mitglieder aus der Reihe tanzen, wäre dies die größte Spaltung seit 1992, sagten Analysten der Deutschen Bank.
An den Märkten ist mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent eine Senkung um 25 Basispunkte eingepreist. "Die Abstimmung dürfte dreigeteilt ausfallen, wobei der Gouverneur Stephen Miran einen größeren Schritt von 50 Basispunkten bevorzugen und mindestens drei Entscheidungsträger für eine Beibehaltung der Zinsen plädieren dürften", sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Miran ist ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, der die Fed seit langem zu einer sehr großen Zinssenkung drängt.
Zuletzt veröffentlichte Konjunkturdaten hatten auf eine moderate Zunahme der Konsumausgaben hingedeutet. Dies bestärkte die Anleger in ihrer Zuversicht, dass sich die Fed auf eine Senkung der Zinsen konzentrieren wird, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Die Inflation hat sich jedoch als hartnäckig erwiesen, was die meisten Währungshüter bislang vorsichtig agieren ließ. Anleger werden zudem die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch genau analysieren, um Hinweise auf den künftigen Kurs der Notenbank zu erhalten.
Für Unruhe sorgte auch ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste Japans, das den Dollar gegenüber dem Yen anziehen ließ. Je nach dem Ausmaß der Schäden durch das Erdbeben könnte die Bank of Japan Analysten zufolge die für nächste Woche erwartete Zinserhöhung verschieben. Die Aussicht auf eine Zinserhöhung in Japan hatte zuletzt zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt.
Bei den Einzelwerten sorgten Übernahmepläne für Kursausschläge. Warner Bros Discovery(WBD.O) stiegen um 4,4 Prozent, nachdem Paramount Skydance(PSKY.O) ein feindliches Übernahmeangebot im Wert von 108,4 Milliarden Dollar vorgelegt hatte. Paramount will damit den Konkurrenten Netflix(NFLX.O) ausstechen. Paramount legten mehr als neun Prozent zu, während Netflix 3,4 Prozent nachgaben. Bei finanzstarken Unternehmen wie Paramount und Netflix sei ein Bieterwettstreit möglich, sagte Adam Sarhan von 50 Park Investments. Derjenige, der den Zuschlag erhalte, dürfte den eigenen Unternehmenswert steigern, "solange er nicht zu viel bezahlt".
Aktien von Confluent(CFLT.O) stiegen um 29 Prozent, nachdem IBM(IBM.N) die Übernahme des Dateninfrastruktur-Unternehmens für rund elf Milliarden Dollar angekündigt hatte.
Dagegen fielen die Aktien von Tesla(TSLA.O) um 3,4 Prozent, nachdem die Analysten von Morgan Stanley die Titel auf "Equal-Weight" von zuvor "Overweight" zurückgestuft haben.
(Bericht von Johann M Cherian und Pranav Kashyap, geschrieben von Stefanie Geiger und Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)