10.07.25
13:33
Reuters
Frankfurt, 10. Jul (Reuters) - Die angekündigten US-Einfuhrzölle von 50 Prozent auf brasilianische Waren schicken den Aktienmarkt des südamerikanischen Landes auf Talfahrt. Der Leitindex der Börse Sao Paulo(.BVSP) verlor zur Eröffnung am Donnerstag ein Prozent auf 136.132 Punkte. Die Landeswährung, die als Reaktion auf die Zoll-Ankündigung am Mittwoch zeitweise um knapp drei Prozent eingebrochen war, erholte sich dagegen etwas. Dadurch verbilligte sich der US-Dollar auf 5,5457 Real(BRL=).
US-Präsident Donald Trump hatte die Abgaben von 50 Prozent mit der Anklage gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen eines angeblichen Putschversuchs begründet. "Akzeptiert Brasilien die Argumentation von Trump, dann wäre das eine Einmischung in die Unabhängigkeit der Justiz eines demokratischen Landes", schrieben die Analysten der Commerzbank. "Das kann vermutlich kein Land akzeptieren."
Für die brasilianische Realwirtschaft blieben die Folgen der US-Zölle aber überschaubar, betonte Analyst Graham Stock vom Vermögensverwalter RBC BlueBay. Nur etwa zehn Prozent der Exporte gingen in die USA. Sie stünden für gerade einmal ein Prozent des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts. "Es besteht jedoch das Risiko, dass Präsident Luiz Inacio Lula da Silva versucht, seinen Widerstand gegen die Einmischung der USA für die anstehenden Wahlen im Oktober 2026 zu nutzen, wodurch eine Entspannung der Lage unwahrscheinlicher wird."
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.07.25
13:33
Reuters
Frankfurt, 10. Jul (Reuters) - Die angekündigten US-Einfuhrzölle von 50 Prozent auf brasilianische Waren schicken den Aktienmarkt des südamerikanischen Landes auf Talfahrt. Der Leitindex der Börse Sao Paulo(.BVSP) verlor zur Eröffnung am Donnerstag ein Prozent auf 136.132 Punkte. Die Landeswährung, die als Reaktion auf die Zoll-Ankündigung am Mittwoch zeitweise um knapp drei Prozent eingebrochen war, erholte sich dagegen etwas. Dadurch verbilligte sich der US-Dollar auf 5,5457 Real(BRL=). US-Präsident Donald Trump hatte die Abgaben von 50 Prozent mit der Anklage gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen eines angeblichen Putschversuchs begründet. "Akzeptiert Brasilien die Argumentation von Trump, dann wäre das eine Einmischung in die Unabhängigkeit der Justiz eines demokratischen Landes", schrieben die Analysten der Commerzbank. "Das kann vermutlich kein Land akzeptieren." Für die brasilianische Realwirtschaft blieben die Folgen der US-Zölle aber überschaubar, betonte Analyst Graham Stock vom Vermögensverwalter RBC BlueBay. Nur etwa zehn Prozent der Exporte gingen in die USA. Sie stünden für gerade einmal ein Prozent des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts. "Es besteht jedoch das Risiko, dass Präsident Luiz Inacio Lula da Silva versucht, seinen Widerstand gegen die Einmischung der USA für die anstehenden Wahlen im Oktober 2026 zu nutzen, wodurch eine Entspannung der Lage unwahrscheinlicher wird."
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)