11.04.25
08:16
Reuters
Hongkong/London, 11. Apr (Reuters) - Der chinesische Online-Modehändler Shein hat Insidern zufolge von der britischen Finanzaufsicht FCA die Genehmigung für den geplanten Börsengang in London erhalten. Nun müsse der chinesische Regulierer CSRC noch grünes Licht geben, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Die aktuellen Börsenturbulenzen und unsicheren Geschäftsaussichten könnten das Debüt allerdings verzögern. Die beiden Behörden waren für einen Kommentar zu diesem Thema zunächst nicht zu erreichen.
Das für seine schnell wechselnden Billig-Kollektionen bekannte Unternehmen war bei einer Finanzierungsrunde 2023 mit 66 Milliarden Dollar bewertet worden. Anfang Februar hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Shein wegen möglicher Beeinträchtigungen des Geschäfts durch verschärfte US-Zollregeln eine Marktkapitalisierung von lediglich 50 Milliarden Dollar anstrebe. In Medienberichten wurde sogar ein Wert von 30 Milliarden Dollar ins Gespräch gebracht. Im vergangenen Jahr musste der Modekonzern einem Medienbericht zufolge einen Gewinneinbruch von fast 40 Prozent hinnehmen.
Shein umgeht Zölle, indem das Unternehmen seine vor allem in China gefertigten Produkte direkt an die jeweiligen Kunden verschickt. Dadurch liegt der Wert der Sendungen unter dem US-Freibetrag für zollfreie Einfuhren. US-Präsident Donald Trump hat diese sogenannte De-Minimis-Regelung für Waren aus China und Hongkong gestrichen. Dadurch würden sich die Lieferungen in Sheins wichtigstem Absatzmarkt verteuern. Experten gehen davon aus, dass der Konzern daher verstärkt auf Auftragsfertiger aus anderen Staaten wie Brasilien oder der Türkei setzen wird.
(Bericht von Julie Zhu in Hong Kong und Helen Reid; unter Mitarbeit von Charlie Conchie; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
11.04.25
08:16
Reuters
Das für seine schnell wechselnden Billig-Kollektionen bekannte Unternehmen war bei einer Finanzierungsrunde 2023 mit 66 Milliarden Dollar bewertet worden. Anfang Februar hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Shein wegen möglicher Beeinträchtigungen des Geschäfts durch verschärfte US-Zollregeln eine Marktkapitalisierung von lediglich 50 Milliarden Dollar anstrebe. In Medienberichten wurde sogar ein Wert von 30 Milliarden Dollar ins Gespräch gebracht. Im vergangenen Jahr musste der Modekonzern einem Medienbericht zufolge einen Gewinneinbruch von fast 40 Prozent hinnehmen.
Shein umgeht Zölle, indem das Unternehmen seine vor allem in China gefertigten Produkte direkt an die jeweiligen Kunden verschickt. Dadurch liegt der Wert der Sendungen unter dem US-Freibetrag für zollfreie Einfuhren. US-Präsident Donald Trump hat diese sogenannte De-Minimis-Regelung für Waren aus China und Hongkong gestrichen. Dadurch würden sich die Lieferungen in Sheins wichtigstem Absatzmarkt verteuern. Experten gehen davon aus, dass der Konzern daher verstärkt auf Auftragsfertiger aus anderen Staaten wie Brasilien oder der Türkei setzen wird.
Bericht von Julie Zhu in Hong Kong und Helen Reid; unter Mitarbeit von Charlie Conchie; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).