27.03.25
04:26
Reuters
Sydney/Tokio, 27. Mrz (Reuters) - In Asien sind die Börsen am Donnerstag nach der Bekanntgabe neuer Zölle auf Autoimporte durch US-Präsident Donald Trump abgerutscht. Die zusätzlichen Zölle verschärfen den globalen Handelskrieg, der wiederum die Inflation anheizen könnte. Die japanische Börse hat am Donnerstag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,1 Prozent auf 37.609,02 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 2.794,61 Zählern. "Die Marktreaktion hielt sich in Grenzen, da die Zollankündigung im Rahmen der Erwartungen lag", sagte Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management.
Die japanischen Autohersteller führten die Verluste an, da Bedenken über die möglichen Auswirkungen der angekündigten Autozölle die Stimmung belasteten. Experten der Autoindustrie erwarten, dass dieser Schritt die Preise in die Höhe treiben und die Produktion stören wird.
Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba erklärte, Tokio werde bald auf die neuen Autozölle der USA reagieren. Nach Angaben des japanischen Finanzministeriums machten Automobile im Jahr 2024 28,3 Prozent der japanischen Gesamtexporte in die USA aus, der höchste Anteil unter allen Waren.
Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,3 Prozent auf 3.379,19 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,4 Prozent auf 3.935,86 Punkte. US-Präsident Trump erklärte in Bezug auf China, dass er Peking möglicherweise eine Ermäßigung der Zölle gewähren werde, um ein Geschäft mit der chinesischen Muttergesellschaft von TikTok, ByteDance, über den Verkauf der von 170 Millionen Amerikanern genutzten Kurzvideo-App zu erreichen. Er räumte ein, dass China eine wichtige Rolle bei der Erzielung einer Einigung spielen wird, einschließlich der Erteilung seiner Zustimmung: "Vielleicht gebe ich ihnen eine kleine Senkung der Zölle oder etwas anderes, damit es klappt", sagte Trump gegenüber Reportern.
Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 gesunken. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes (NBS) sanken die Industriegewinne im Zeitraum Januar bis Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Dezember waren die Gewinne noch um elf Prozent gestiegen. Die Gewinne der Industrie gingen im gesamten Jahr 2024 um 3,3 Prozent zurück.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 150,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 7,2618 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8824 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,0775 Dollar und zog leicht auf 0,9508 Franken(EURCHF=) an.
Die Ölpreise stiegen geringfügig an. Zuvor hatten die USA aufgrund von Befürchtungen über eine Verknappung des weltweiten Angebots gedroht, Länder, die venezolanisches Öl kaufen, mit Zöllen zu belegen. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee bei 73,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 69,74 Dollar.
In den USA gingen die Anleger kurz vor der geplanten Ankündigung neuer US-Zölle auf Autoimporte an der Wall Street in Deckung. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 42.454,79 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent auf 5.712,20 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 2,0 Prozent auf 17.899,02 Stellen nach.
(Bericht von Stella Qui und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
27.03.25
04:26
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Sydney/Tokio, 27. Mrz (Reuters) - In Asien sind die Börsen am Donnerstag nach der Bekanntgabe neuer Zölle auf Autoimporte durch US-Präsident Donald Trump abgerutscht. Die zusätzlichen Zölle verschärfen den globalen Handelskrieg, der wiederum die Inflation anheizen könnte. Die japanische Börse hat am Donnerstag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,1 Prozent auf 37.609,02 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 2.794,61 Zählern. "Die Marktreaktion hielt sich in Grenzen, da die Zollankündigung im Rahmen der Erwartungen lag", sagte Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management.
Die japanischen Autohersteller führten die Verluste an, da Bedenken über die möglichen Auswirkungen der angekündigten Autozölle die Stimmung belasteten. Experten der Autoindustrie erwarten, dass dieser Schritt die Preise in die Höhe treiben und die Produktion stören wird. Die Aktien von Toyota(7203.T) verloren 3,4 Prozent und waren damit der größte Belastungsfaktor für den Topix. Honda(7267.T) fiel um 2,8 Prozent und Nissan(7201.T) gab um 2,6 Prozent nach. Mazda(7261.T) verlor 6,4 Prozent und war damit die schlechteste Bewertung im Nikkei. Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba erklärte, Tokio werde bald auf die neuen Autozölle der USA reagieren. Nach Angaben des japanischen Finanzministeriums machten Automobile im Jahr 2024 28,3 Prozent der japanischen Gesamtexporte in die USA aus, der höchste Anteil unter allen Waren.
Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,3 Prozent auf 3.379,19 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,4 Prozent auf 3.935,86 Punkte. US-Präsident Trump erklärte in Bezug auf China, dass er Peking möglicherweise eine Ermäßigung der Zölle gewähren werde, um ein Geschäft mit der chinesischen Muttergesellschaft von TikTok, ByteDance, über den Verkauf der von 170 Millionen Amerikanern genutzten Kurzvideo-App zu erreichen. Er räumte ein, dass China eine wichtige Rolle bei der Erzielung einer Einigung spielen wird, einschließlich der Erteilung seiner Zustimmung: "Vielleicht gebe ich ihnen eine kleine Senkung der Zölle oder etwas anderes, damit es klappt", sagte Trump gegenüber Reportern.
Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 gesunken. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes (NBS) sanken die Industriegewinne im Zeitraum Januar bis Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Dezember waren die Gewinne noch um elf Prozent gestiegen. Die Gewinne der Industrie gingen im gesamten Jahr 2024 um 3,3 Prozent zurück.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 150,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 7,2618 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8824 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,0775 Dollar und zog leicht auf 0,9508 Franken(EURCHF=) an.
Die Ölpreise stiegen geringfügig an. Zuvor hatten die USA aufgrund von Befürchtungen über eine Verknappung des weltweiten Angebots gedroht, Länder, die venezolanisches Öl kaufen, mit Zöllen zu belegen. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee bei 73,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 69,74 Dollar.
In den USA gingen die Anleger kurz vor der geplanten Ankündigung neuer US-Zölle auf Autoimporte an der Wall Street in Deckung. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 42.454,79 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent auf 5.712,20 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 2,0 Prozent auf 17.899,02 Stellen nach.
(Bericht von Stella Qui und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)