26.03.25
08:45
Reuters
Frankfurt, 26. Mrz (Reuters) - Verhaltene Ausblicke drücken United Internet(UTDI.DE) und 1&1(1U1.DE) ins Minus. Die Aktien des Mobilfunkers 1&1 fielen am Mittwoch um bis zu 4,1 Prozent, so stark wie zuletzt vor sechs Wochen. Beim Mutterkonzern United Internet bremste eine überraschende Sonderdividende den Kursrutsch. Seine Titel büßten 1,4 Prozent ein.
United Internet will für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,40 Euro je Aktie zahlen. Darüber hinaus sei als Ausgleich für geringere Dividenden der Jahre 2018 bis 2023 eine einmalige Nachhol-Ausschüttung von 1,50 Euro je Aktie geplant. Durch den vorläufigen Verzicht auf eine erneute Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen durch den Bund seien Gelder frei geworden, die ursprünglich für den Erwerb eines zusätzlichen Funkspektrums für das 1&1-Netz vorgesehen waren.
Für 2025 stellte United Internet bei Umsatz und operativem Gewinn Zuwächse von 1,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro beziehungsweise 4,2 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro in Aussicht. Die Markterwartungen lägen allerdings bei 6,6 und 1,5 Milliarden Euro, sagte ein Börsianer. 1&1 warnte sogar vor einem Rückgang des Betriebsergebnisses um etwa 3,4 Prozent auf 571 Millionen Euro. Kundenzahlen und Service-Erlöse blieben voraussichtlich auf dem Niveau von 2024.
Der Mobilfunker begründete dies unter anderem mit vermehrten Kündigungen und Kosten im Zusammenhang mit der neuen Vodafone(VOD.L)-Partnerschaft. 1&1 leitet in den Regionen, in denen das Unternehmen keine eigenen Sendemasten betreibt, die Gespräche seiner Kunden künftig über das Netz des britischen Betreibers. Zuvor hatte 1&1 über viele Jahre eine derartige Roaming-Vereinbarung mit O2 Telefonica(TEF.MC). Die Kosten für die Kundenmigration in Höhe von 100 Millionen Euro habe er in dieser Höhe nicht erwartet, erklärte DZ Bank-Analyst Karsten Oblinger.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Frankfurt, 26. Mrz (Reuters) - Verhaltene Ausblicke drücken United Internet(UTDI.DE) und 1&1(1U1.DE) ins Minus. Die Aktien des Mobilfunkers 1&1 fielen am Mittwoch um bis zu 4,1 Prozent, so stark wie zuletzt vor sechs Wochen. Beim Mutterkonzern United Internet bremste eine überraschende Sonderdividende den Kursrutsch. Seine Titel büßten 1,4 Prozent ein.
United Internet will für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,40 Euro je Aktie zahlen. Darüber hinaus sei als Ausgleich für geringere Dividenden der Jahre 2018 bis 2023 eine einmalige Nachhol-Ausschüttung von 1,50 Euro je Aktie geplant. Durch den vorläufigen Verzicht auf eine erneute Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen durch den Bund seien Gelder frei geworden, die ursprünglich für den Erwerb eines zusätzlichen Funkspektrums für das 1&1-Netz vorgesehen waren.
Für 2025 stellte United Internet bei Umsatz und operativem Gewinn Zuwächse von 1,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro beziehungsweise 4,2 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro in Aussicht. Die Markterwartungen lägen allerdings bei 6,6 und 1,5 Milliarden Euro, sagte ein Börsianer. 1&1 warnte sogar vor einem Rückgang des Betriebsergebnisses um etwa 3,4 Prozent auf 571 Millionen Euro. Kundenzahlen und Service-Erlöse blieben voraussichtlich auf dem Niveau von 2024.
Der Mobilfunker begründete dies unter anderem mit vermehrten Kündigungen und Kosten im Zusammenhang mit der neuen Vodafone(VOD.L)-Partnerschaft. 1&1 leitet in den Regionen, in denen das Unternehmen keine eigenen Sendemasten betreibt, die Gespräche seiner Kunden künftig über das Netz des britischen Betreibers. Zuvor hatte 1&1 über viele Jahre eine derartige Roaming-Vereinbarung mit O2 Telefonica(TEF.MC). Die Kosten für die Kundenmigration in Höhe von 100 Millionen Euro habe er in dieser Höhe nicht erwartet, erklärte DZ Bank-Analyst Karsten Oblinger.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)