04.09.24
12:42
Reuters
04. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.25 Uhr - Eine Prognosesenkung setzt die Aktie des US-Discounters Dollar Tree(DLTR.O) unter Druck. Die Titel bröckeln vorbörslich um gut zehn Prozent ab. In diesem Jahr haben sie bislang bereits fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Das Unternehmen aus Virginia hat seine Prognose für den Jahresumsatz auf 30,6 bis 30,9 Milliarden Dollar von zuvor 31 bis 32 Milliarden Dollar zurückgeschraubt. Damit schloss es sich seinem Hauptrivalen Dollar General(DG.N) an, der Ende August ebenfalls seinen Ausblick gesenkt hatte. Größere Einzelhändler wie Walmart(WMT.N) und Target(TGT.N) sowie neuere Konkurrenten wie die E-Commerce-Plattform Temu von PDD Holding(PDD.O) haben mit Preissenkungen einen Teil der Discounter-Kunden weggelockt. "Während die steigenden Preise die Käufer anfangs zu Billighändlern wie Dollar Tree und Dollar General trieben, hat diese Welle mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht und die Unternehmen tun sich schwer, sich im Wettbewerb durchzusetzen", kommentiert Zak Stambor vom Analyseunternehmen eMarketer.
13.50 Uhr - Die neue Prognose der US-Softwareentwicklungs-Plattform GitLab(GTLB.O) kommt bei den Anlegern gut an. Die Aktie des Onlinedienstes zur Versionsverwaltung für Softwareprojekte springt vor US-Handelsstart um gut zwölf Prozent auf 50,21 Dollar. Das Unternehmen erwartet nun für 2025 ein Betriebsergebnis zwischen 55 und 58 Millionen Dollar. Zuvor hatte es mit 34 bis 38 Millionen Dollar gerechnet. Das Ausmaß, in dem das Unternehmen in letzter Zeit Margen ausbauen konnte, sei "beeindruckend", schreiben die Experten der Bank of Canada. Sie gehören zu den mindestens fünf Analysehäusern, die nach GitLabs Prognoseerhöhung ihre Erwartungen für die Aktie erhöht haben. Das mittlere Kursziel liegt nun nach LSEG-Daten bei 63 Dollar.
13.20 Uhr - Eine pessimistische Prognose des britischen Hausbauers Barratt(BDEV.L) macht die Investoren nervös. Die Titel geben an der Börse in London rund zwei Prozent nach. Barratts Gewinnrückgang fiel im vergangenen Geschäftsjahr zwar geringer aus als befürchtet. Allerdings warnte das Unternehmen, dass die Erholung des britischen Wohnungsmarktes noch nicht in trockenen Tüchern sei. Mit einem Gewinnwachstum rechne es daher erst ab 2026. "Wir sehen einen deutlichen Aufschwung bei den Reservierungen, aber wir weisen auch darauf hin, dass wir nicht erwarten, dass sich die Verkaufszahlen bis zum Herbst 2025 erholen werden", sagte Konzernchef David Thomas. Es wird erwartet, dass die jüngste Zinssenkung der Bank of England dem britischen Wohnungsbausektor einen kurzfristigen Wachstumsimpuls gibt. Die Bauunternehmen könnten auch von den Vorstößen der neuen Regierung für Planungsreformen profitieren.
13.10 Uhr - Nach einer enttäuschenden Gewinnentwicklung lassen Anleger den britischen Versicherer Direct Line(DLGD.L) links liegen. Die Aktien verloren zeitweise mehr als drei Prozent, erholten sich dann aber und stehen noch 0,6 Prozent tiefer. Im Halbjahr lag der Betriebsgewinn mit 63,7 Millionen Pfund (rund 76 Millionen Euro) unter den geschätzten 85 Millionen Pfund. Direct Line kündigte jedoch an, mit einer Verbesserung der Margen in seiner Kfz-Versicherungssparte zu rechnen. "Der Großteil der Branche profitierte von Preisanstiegen, aber Direct Line hinkte hinterher, was bedeutet, dass es länger dauerte, bis die Gewinne durchschlugen", sagte Matt Britzman, Aktienanalyst bei Hargreaves Lansdown.
12.55 Uhr - Eine enttäuschende Jahresprognose lässt die Aktie von Zscaler(ZS.O) einbrechen. Die Papiere des IT-Sicherheitsspezialisten rutschen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als 15 Prozent ab. Wenn die Verluste nach der Eröffnung anhalten, werden die Anteilsscheine mit 161,11 Dollar so billig sein wie seit Ende Mai nicht mehr. Trotz starker Zahlen für das vierte Quartal 2024 erwartet das Unternehmen 2025 einen bereinigten Gewinn von 2,81 bis 2,87 Dollar je Aktie. Analysten waren nach LSEG-Daten im Schnitt von 3,33 Dollar ausgegangen. Die Zscaler-Zahlen bilden einen Kontrast zu den jüngsten Ergebnissen und Prognosen der Konkurrenten Fortinet(FTNT.O) und SentinelOne(S.N), die von einer Erholung der Nachfrage profitierten. Analysten zeigten sich gelassen. "Wir denken, dass es sich hier um den Konservatismus handelt, den wir bei Zscaler üblicherweise zu Beginn eines Geschäftsjahres sehen", schrieben etwa die Experten der US-Großbank JP Morgan.
12.15 Uhr - Weitere schwache Konjunkturdaten aus China drücken die Aktien europäischer Luxuskonzerne. Die Papiere von Unternehmen mit einem großen Geschäft in der Volksrepublik, wie LVMH(LVMH.PA), Richemont(CFR.S) und Christian Dior(DIOR.PA), verlieren zwischen knapp drei und fast sechs Prozent. "Neue Sorgen über den Zustand der Weltwirtschaft halten die Märkte in Atem, und jetzt haben wir eine weitere Momentaufnahme aus dem Dienstleistungssektor in China", sagte Susannah Streeter, Analystin bei der britischen Investitionsgesellschaft Hargreaves Lansdown. Der Einkaufsmanagerindex für die chinesischen Dienstleister fiel im August auf 51,6 Punkte von 52,1 Zählern im Juli.
10.50 Uhr - Nvidia(NVDA.O) gibt nach dem Absturz um knapp zehn Prozent weiter nach. Die Titel des KI-Chipriesen fallen im vorbörslichen US-Handel um rund drei Prozent. Das US-Justizministerium habe dem Konzern eine Vorladung geschickt und damit die Untersuchung der kartellrechtlichen Praktiken des Unternehmens vertieft, berichtete die Agentur Bloomberg. Demnach solle überprüft werden, ob Nvidia den Wechsel zu anderen Lieferanten erschwere und Käufer bestrafe, die nicht ausschließlich seine KI-Chips verwendeten, hieß es weiter. Nvidia stürzte am Vortag um 9,5 Prozent ab. Damit reduzierte sich der Marktwert um 279 Milliarden Dollar. Dies ist der bislang höchste Wertverlust eines US-Unternehmens an einem Tag.
07.45 Uhr - Die Furcht vor einer schwächelnden Nachfrage und Entspannungszeichen im politischen Konflikt in Libyen setzen dem Ölpreis weiter zu. Nach dem Absturz um fast fünf Prozent am Vortag verbilligt sich Rohöl der Sorte Brent(LCOc1) weiter um bis zu 0,8 Prozent auf 73,14 Dollar pro Barrel. Investoren hofften auf eine mögliche Einigung zur Lösung des Konflikts in Libyen, sagte Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities. Die beiden rivalisierenden Fraktionen in Libyen einigten sich darauf, gemeinsam einen Zentralbankgouverneur zu ernennen. Damit könnte der Kampf um die Kontrolle der Öleinnahmen, der den Streit ausgelöst hatte, entschärft werden. Der politische Konflikt hat zu einer halbierten Produktion und eingeschränkten Exporten geführt. "Der Markt blieb auch wegen der Sorgen über eine schleppende Kraftstoffnachfrage infolge schwacher Wirtschaftsindikatoren aus China und den USA unter Druck."
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
04.09.24
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04. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
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