17.07.24
03:46
Reuters
Singapur, 17. Jul (Reuters) - Die asiatischen Märkte zeigen sich am Mittwoch vor dem Hintergrund der Entwicklungen rund um die US-Wahlen uneinheitlich. Die Aussicht auf einen politischen Wechsel in den USA sorgte weiter für Bewegung an den Börsen.
Besonders unter Druck gerieten die Börsen in Taiwan: Die Märkte reagierten empfindlich auf Donald Trumps zurückhaltende Haltung zur Verteidigung Taiwans. Die Aktien des taiwanischen Chipherstellers TSMC(2330.TW) und Zulieferers von Apple(AAPL.O) und Nvidia(NVDA.O) fielen um mehr als zwei Prozent, was einem Marktwertverlust von fast 16 Milliarden Dollar entspricht.
Gleichzeitig kündigte Trump an, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus China zu erheben, sollte er nach den Präsidentschaftswahlen am 5. November ins Weiße Haus zurückkehren. Chinesische Aktien gaben daraufhin den zweiten Tag in Folge nach. Die Börse in Shanghai(.SSEC) verlor 0,5 Prozent auf 2960,58 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,2 Prozent auf 3492,48 Punkte.
Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar leicht zu auf 158,41 Yen(JPY=) und 7,2686 Yuan(CNY=). "Es wird immer klarer, dass Trump den Dollar zumindest für eine Weile aufwerten wird", sagte Brent Donnelly, Präsident des Analysehauses Spectra Markets, da er wahrscheinlich Zölle einführen und das Haushaltsdefizit erhöhen werde. "Es ist schwer vorstellbar, dass der Dollar gegenüber dem chinesischen Yuan unter 7,25 schließen wird, wenn Trump im November gewinnt, aber es ist nicht schwer vorstellbar, dass er über 7,50 schließen wird.
Gegenüber der Schweizer Währung legte der Dollar leicht auf 0,8938 Franken(CHF=) zu. Gleichzeitig blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,0904 Dollar und legte leicht auf 0,9744 Franken(EURCHF=) zu.
Am Rohstoffmarkt stagnierte das Rohöl der Nordseesorte Brent(LCOc1) bei 83,77 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 80,80 Dollar. Die Ölpreise waren leicht rückläufig, da es Anzeichen für eine schwächere Nachfrage aus China gab.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) ging am Dienstag mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 40.954,48 Punkte aus dem Handel und markierte damit einen Schlussrekord. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,6 Prozent auf 5667,20 Punkte und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) legte um 0,2 Prozent auf 18.509,34 Zähler zu. Die jüngsten US-Konjunkturdaten kamen bei den Anlegern an der Wall Street gut an. Zwar stagnierten die Umsätze der US-Einzelhändler und die US-Importpreise im Juni. Analysten werten dies jedoch als Trost, dass die US-Wirtschaft nicht auf eine baldige Rezession zusteuert. Die Daten nährten die Ansicht, dass sich die US-Notenbank ihrem geldpolitischen Lockerungszyklus nähert.
(Bericht von Tom Westbrook, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
17.07.24
03:46
Reuters
Singapur, 17. Jul (Reuters) - Die asiatischen Märkte zeigen sich am Mittwoch vor dem Hintergrund der Entwicklungen rund um die US-Wahlen uneinheitlich. Die Aussicht auf einen politischen Wechsel in den USA sorgte weiter für Bewegung an den Börsen.
In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nahezu unverändert bei 41.307,36 Punkten. Er büßte einen Großteil seiner anfänglichen Kursaufschläge durch Gewinnmitnahmen der Anleger wieder ein. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent höher bei 2918,18 Punkten. Aktien aus der Rüstungsbranche setzten hingegen ihren Aufwärtstrend fort. Die Papiere von Kawasaki Heavy Industries(7012.T) legten um 8,43 Prozent zu, Hitachi Zosen(7004.T) verbuchte ein Plus von 8,12 Prozent. Analysten führten diese Entwicklung auf die gestiegenen Chancen für einen Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen zurück, was die sogenannten "Trump-Trades" beflügelt. Als "Trump-Trades" werden Investitionen bezeichnet, die von einer möglichen Wiederwahl des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump profitieren könnten. Die Anleger spekulieren dabei auf eine Fortsetzung seiner früheren Politik, die unter anderem höhere Verteidigungsausgaben vorsah. Auch außerhalb des Verteidigungssektors gab es positive Nachrichten: Der Film- und Unterhaltungskonzern Toho(9602.T) verbuchte einen Kurssprung von 11,09 Prozent. Das Unternehmen hatte zuvor einen Anstieg des Nettogewinns im abgelaufenen Quartal um 31 Prozent bekannt gegeben.
Besonders unter Druck gerieten die Börsen in Taiwan: Die Märkte reagierten empfindlich auf Donald Trumps zurückhaltende Haltung zur Verteidigung Taiwans. Die Aktien des taiwanischen Chipherstellers TSMC(2330.TW) und Zulieferers von Apple(AAPL.O) und Nvidia(NVDA.O) fielen um mehr als zwei Prozent, was einem Marktwertverlust von fast 16 Milliarden Dollar entspricht.
Gleichzeitig kündigte Trump an, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus China zu erheben, sollte er nach den Präsidentschaftswahlen am 5. November ins Weiße Haus zurückkehren. Chinesische Aktien gaben daraufhin den zweiten Tag in Folge nach. Die Börse in Shanghai(.SSEC) verlor 0,5 Prozent auf 2960,58 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,2 Prozent auf 3492,48 Punkte.
Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar leicht zu auf 158,41 Yen(JPY=) und 7,2686 Yuan(CNY=). "Es wird immer klarer, dass Trump den Dollar zumindest für eine Weile aufwerten wird", sagte Brent Donnelly, Präsident des Analysehauses Spectra Markets, da er wahrscheinlich Zölle einführen und das Haushaltsdefizit erhöhen werde. "Es ist schwer vorstellbar, dass der Dollar gegenüber dem chinesischen Yuan unter 7,25 schließen wird, wenn Trump im November gewinnt, aber es ist nicht schwer vorstellbar, dass er über 7,50 schließen wird.
Gegenüber der Schweizer Währung legte der Dollar leicht auf 0,8938 Franken(CHF=) zu. Gleichzeitig blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,0904 Dollar und legte leicht auf 0,9744 Franken(EURCHF=) zu.
Am Rohstoffmarkt stagnierte das Rohöl der Nordseesorte Brent(LCOc1) bei 83,77 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 80,80 Dollar. Die Ölpreise waren leicht rückläufig, da es Anzeichen für eine schwächere Nachfrage aus China gab.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) ging am Dienstag mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 40.954,48 Punkte aus dem Handel und markierte damit einen Schlussrekord. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,6 Prozent auf 5667,20 Punkte und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) legte um 0,2 Prozent auf 18.509,34 Zähler zu. Die jüngsten US-Konjunkturdaten kamen bei den Anlegern an der Wall Street gut an. Zwar stagnierten die Umsätze der US-Einzelhändler und die US-Importpreise im Juni. Analysten werten dies jedoch als Trost, dass die US-Wirtschaft nicht auf eine baldige Rezession zusteuert. Die Daten nährten die Ansicht, dass sich die US-Notenbank ihrem geldpolitischen Lockerungszyklus nähert.
(Bericht von Tom Westbrook, geschrieben von Katharina Loesche. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)