16.07.24
15:02
Reuters
16. Jul (Reuters) - Die ersten börsennotierten Spot-Ethereum(ETH=)-Fonds (ETFs) in den USA werden Insidern zufolge voraussichtlich ab dem 23. Juli gehandelt. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC habe die Anträge von mindestens drei der acht Vermögensverwalter vorläufig genehmigt, die das Produkt anbieten wollen, sagten drei Personen aus der Branche gegenüber Reuters. Um eine endgültige Zulassung zu erteilen, müssten die Unternehmen bis Ende der Woche die letzte Fassung der Angebotsunterlagen einreichen. Die Entscheidung werde am Montag erwartet. Die neuen Produkte von Anbietern wie BlackRock(BLK.N), VanEck und Franklin Templeton(BEN.N) könnten dann ab Dienstag gehandelt werden.
Der am Montagabend veröffentlichte englischsprachige Bericht bescherte die nach dem Bitcoin(BTC=) zweitwichtigste Cyber-Devise mit einem Sprung um knapp acht Prozent. Mit 3435 Dollar war sie so teuer wie seit Anfang Juli nicht mehr. Gewinnmitnahmen am Dienstag drückten sie allerdings zurück auf rund 3400 Dollar.
Im Januar hatte die SEC erste Bitcoin-Spot-ETFs genehmigt. Anleger erhalten so über regulierte Anbieter Zugang zu einer Kryptowährung, ohne den Umweg über eine Krypto-Börse gehen zu müssen. Investoren hoffen, dass der Liquiditätszufluss über die Spot-ETFs auch dem Ethereum zu neuen Kurshöhen verhilft. Martin Leinweber, Stratege bei MarketVector Indexes, mahnte zur Vorsicht: "Es ist wichtig, die Erwartungen in Grenzen zu halten." Die Ethereum-ETF-Rally dürfte demnach deutlich bescheidener und unbeständiger ausfallen als beim Bitcoin. Hintergrund sei die geringere Marktgröße und das kleinere Handelsvolumen. Das Datenunternehmen CoinGecko beziffert den Marktwert des Bitcoins auf etwas mehr als eine Billion Dollar, beim Ethereum sind es nur 359 Milliarden.
Doch gerade angesichts der geringeren Marktgröße müsse der Start des Ethereum-ETFs nicht das Niveau des vom Bitcoin-ETF erreichen, um als erfolgreich zu gelten, sagte Thomas Perfumo von der Kryptobörse Kraken. Die Expertenprognosen für die Nachfrage nach dem neuen ETF sind dabei sehr uneinheitlich. Dem Analysehaus Galaxy zufolge könnte er etwa monatliche Zuflüsse von einer Milliarde Dollar anziehen.
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(Bericht von Suzanne McGee und Hannah Lang, geschrieben von Zuzanna Szymanska, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
16.07.24
15:02
Reuters
Der am Montagabend veröffentlichte englischsprachige Bericht bescherte die nach dem Bitcoin(BTC=) zweitwichtigste Cyber-Devise mit einem Sprung um knapp acht Prozent. Mit 3435 Dollar war sie so teuer wie seit Anfang Juli nicht mehr. Gewinnmitnahmen am Dienstag drückten sie allerdings zurück auf rund 3400 Dollar.
Im Januar hatte die SEC erste Bitcoin-Spot-ETFs genehmigt. Anleger erhalten so über regulierte Anbieter Zugang zu einer Kryptowährung, ohne den Umweg über eine Krypto-Börse gehen zu müssen. Investoren hoffen, dass der Liquiditätszufluss über die Spot-ETFs auch dem Ethereum zu neuen Kurshöhen verhilft. Martin Leinweber, Stratege bei MarketVector Indexes, mahnte zur Vorsicht: "Es ist wichtig, die Erwartungen in Grenzen zu halten." Die Ethereum-ETF-Rally dürfte demnach deutlich bescheidener und unbeständiger ausfallen als beim Bitcoin. Hintergrund sei die geringere Marktgröße und das kleinere Handelsvolumen. Das Datenunternehmen CoinGecko beziffert den Marktwert des Bitcoins auf etwas mehr als eine Billion Dollar, beim Ethereum sind es nur 359 Milliarden.
Doch gerade angesichts der geringeren Marktgröße müsse der Start des Ethereum-ETFs nicht das Niveau des vom Bitcoin-ETF erreichen, um als erfolgreich zu gelten, sagte Thomas Perfumo von der Kryptobörse Kraken. Die Expertenprognosen für die Nachfrage nach dem neuen ETF sind dabei sehr uneinheitlich. Dem Analysehaus Galaxy zufolge könnte er etwa monatliche Zuflüsse von einer Milliarde Dollar anziehen.
(Bericht von Suzanne McGee und Hannah Lang, geschrieben von Zuzanna Szymanska, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)