15.09.23
14:49
Reuters
Frankfurt, 15. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.30 Uhr - Hornbach Holding(HBH.DE) vergrault die Anleger mit einer Prognosesenkung. Die Aktien stürzen um bis zu 7,6 Prozent auf 62,90 Euro ans SDax-Ende. Damit notieren sie so tief wie seit Ende September 2022 nicht mehr. Die Baumarktkette rechnet wegen der unsicheren konjunkturellen Aussichten 2023/24 mit einem Rückgang beim bereinigten operativen Ergebnis von zehn bis 25 Prozent. Zuvor war das Unternehmen von einem Minus von fünf bis 15 Prozent ausgegangen. Der Umsatz werde stagnieren oder leicht unter dem Vorjahreswert liegen.
13.40 Uhr - Einen Tag nach der Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank geraten Immobilienwerte stärker unter Druck. Vonovia(VNAn.DE) sind mit einem Minus von 3,2 Prozent größter Dax-Verlierer und stehen mit 23,22 Euro auf dem niedrigsten Stand seit mehr als sechseinhalb Monaten. Die Aktien von TAG(TEGG.DE) und LEG Immobilien(LEGn.DE) verlieren im MDax in der Spitze 3,4 und 2,7 Prozent. Aroundtown(AT1.DE) rutschen um 2,8 Prozent ab. Anleger sorgten sich, dass sich die höheren Zinsen negativ auf das Geschäft auswirken könnten, sagte ein Händler. Viele Immobilien-Unternehmen stehen Experten zufolge deswegen unter erheblichem Finanzdruck, ihre Refinanzierungskosten steigen, neue Projekte würden nicht mehr entwickelt. Bei Vonovia drücke der Abstieg aus dem europäischen Auswahlindex EuroStoxx50(.STOXX50E), der am Freitag nach Handelsende erfolgt, zusätzlich auf die Stimmung, ergänzte der Händler.
13.10 Uhr - Ein freundlicher Analystenkommentar hilft BayWa (BYWGnx.DE) auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Wochen. Die Aktie steigt in der Spitze um 11,4 Prozent auf 36,65 Euro und ist damit größter SDax-Gewinner. Die Analysten von Baader nahmen die Bewertung der Titel mit "Buy" auf und bezeichneten sie als "übersehen und unterbewertet." Das hänge mit der starken Korrelation der Aktien des Agrarhändlers zum Weizenpreis zusammen. Der Markt habe wahrscheinlich noch nicht erkannt, dass BayWa im Jahr 2025 überwiegend ein Unternehmen für erneuerbare Energien sein werde, hieß es bei Baader.
10.23 Uhr - Mit Enttäuschung aufgenommene Quartalszahlen drücken H&M(HMb.ST) ins Minus. Die Aktien des Modehändlers fallen an Stockholmer Börse in der Spitze um mehr als fünf Prozent. Der Nettoumsatz stieg im dritten Quartal um sechs Prozent auf 60,9 Milliarden Kronen (5,12 Milliarden Euro). Damit blieb H&M hinter den von Analysten prognostizierten 63,5 Milliarden zurück.
10.04 Uhr - Die Aussicht auf ein Effizienzprogramm bei Bayer(BAYGn.DE) kommt bei den Anlegern gut an. Die Aktien des Pharma- und Agrarkonzerns steigen im Dax(.GDAXI) in der Spitze um 1,4 Prozent auf 49,57 Euro. Bevor Bayer eine neue Struktur bekomme, werde der Chef Bill Anderson zunächst ein Programm für Bürokratieabbau und mehr Effizienz auflegen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Sache vertrauten Personen. Da Investoren bei Bayer auf eine Aufspaltung drängten, könnte die Nachricht die Anlegerstimmung aufhellen, sagt ein Händler. Bayer kommt seit Jahresbeginn auf ein Plus von 1,2 Prozent, der Dax hat im selben Zeitraum 13,5 Prozent zugelegt.
09.29 Uhr - Nach einer Hochstufung setzen sich Morphosys(MORG.DE) an die SDax(.SDAXI)-Spitze. Die Analysten von Goldman Sachs haben die Titel auf "Neutral" von "Sell" gesetzt. Die Aktien legen 8,5 Prozent zu.
07.41 Uhr - Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus China treiben den Öl- und Kupferpreis in die Höhe. Der Preis für das Nordseeöl Brent(LCOc1) steigt um bis zu ein Prozent auf 94,63 Dollar je Tonne. Das US-Öl WTI(CLc1) kostet mit 91,15 Dollar je Barrel im der Spitze 1,1 Prozent mehr. Die Ölpreise markieren damit ein frisches Zehn-Monats-Hoch. Das Industriemetall Kupfer verteuert sich um bis zu 1,1 Prozent auf 8507 Dollar je Tonne. Chinas Industrieproduktion sowie die Einzelhandelsumsätze haben im August die Erwartungen der Analysten weit übertroffen.
07.15 Uhr - Die Aussicht auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus der EZB setzt dem Euro(EUR=) weiter zu. Mit 1,0649 Dollar liegt er am Freitagmorgen in Reichweite seines Vier-Monats-Tiefs, auf das er am Donnerstag gefallen war. "Neben der Erwartung, dass der Leitzins wohl nicht weiter steigen wird, gaben die neuen Projektionen der EZB dem Markt Grund zur Annahme, dass die Zinsen auch bald wieder sinken könnten (...)", schreibt Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Die EZB-Volkswirte hatten in ihren neuen Wirtschaftsprognosen ihre Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr zum Teil deutlich gesenkt.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
15.09.23
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