21.10.22
10:34
Reuters
Frankfurt, 21. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
12.30 Uhr - Ein Gewinneinbruch hält Anleger nicht vom Einstieg bei Vidrala(VID.MC) ab. Die Aktien des Herstellers von Glasflaschen für Sekt und andere Getränke steigen in Madrid um 7,7 Prozent, so stark wie zuletzt vor gut zweieinhalb Jahren. Wegen gestiegener Energiepreise schrumpfte der Überschuss in den ersten neun Monate den Angaben zufolge um 37 Prozent auf 78,2 Millionen Euro, obwohl der Umsatz um 24 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro stieg. Allerdings sei der Gewinnrückgang geringer ausgefallen als befürchtet, schreiben die Analysten vom Vermögensverwalter CM Capital. Dank einer robusten Nachfrage peilt Vidrala auch für das Schlussquartal ein zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum an und will die Preise anheben.
12.18 Uhr - Das schleppende Umsatzwachstum[nL8N31L7M1] bei Snap(SNAP.N) verschreckt Anleger anderer Online-Plattformen wie Twitter(TWTR.N) oder Pinterest(PINS.N). Die Aktien des Kurznachrichtendienstes und der Internet-Fotopinnwand fallen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu acht Prozent. Die Zahlen von Snap deuteten auf fallende Werbeumsätze hin, schreiben die Analysten von der Investmentbank Piper Sandler. Dies sei ein schlechtes Omen für Firmen, die ebenfalls auf diese Einnahmen angewiesen sind. Die Titel des YouTube-Betreibers Alphabet(GOOGL.O) und der Facebook-Mutter Meta(META.O) verlieren bis zu vier Prozent. Die Papiere des Snapchat-Betreibers Snap brechen um fast 27 Prozent ein.
10.25 Uhr - Mit einem Umsatzplus über Markterwartungen kann L'Oreal(OREP.PA) bei Anlegern nicht punkten. Die Aktien des Kosmetik-Herstellers steuern in Paris mit einem Minus von 5,5 Prozent auf den größten Tagesverlust seit zweieinhalb Jahren zu. Die Erlöse stiegen den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal um 9,1 Prozent auf 9,58 Milliarden Euro. Allerdings seien darin Zahlungen von Versicherungen in Höhe von 94,7 Millionen enthalten, monieren die Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets. Ihr Kollegin Molly Wylenzek von der Investmentbank Jefferies weist darüber hinaus darauf hin, dass das Geschäft der ertragsstarken Sparte Luxe, zu der Kosmetika der Marken Armani Lancome gehören, schwächele.
10.12 Uhr - Ein schwächelndes Geschäft der Modemarke Gucci überschattet die robusten Zahlen der Mutter Kering(PRTP.PS). Die Aktien des Luxusgüter-Herstellers fallen in Paris um 5,5 Prozent, so stark wie zuletzt vor einem knappen halben Jahr. Der Konzern steigerte den Umsatz den Angaben zufolge überraschend stark um 14 Prozent auf 5,14 Milliarden Euro. Das Wachstum bei Gucci blieb wegen einer schleppenden China-Nachfrage mit neun Prozent aber hinter den Erwartungen zurück. Im Sog von Kering verlieren Rivalen wie LVMH(LVMH.PA) oder Richemont(CFR.S) bis zu 3,3 Prozent.
09.12 Uhr - Ein Quartalsergebnis unter Markterwartungen brockt Husqvarna(HUSQb.ST) den größten Kursrutsch seit vier Monaten ein. Die Aktien des weltgrößten Gartengeräte-Herstellers fallen in Stockholm um 6,5 Prozent. Der operative Gewinn fiel der "Gardena"-Mutter zufolge um 40 Prozent auf umgerechnet 50,3 Millionen Euro. Als Reaktion darauf kündigte das Unternehmen einen Konzernumbau und die Streichung von 1000 der insgesamt 14.000 Stellen an.
08.47 Uhr - Wegen der Spekulationen auf weitere drastische Zinserhöhungen der großen Notenbanken hält der Ausverkauf am Anleihemarkt an. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Bundestitel(DE10YT=RR) auf ein Elf-Jahres-Hoch von 2,494 Prozent. Parallel dazu rentieren ihre Pendants aus den USA mit 4,272 Prozent so hoch wie zuletzt vor mehr als 14 Jahren.
07.53 Uhr - Nach der jüngsten Rally machen einige Anleger bei Heidelberger Druck(HDDG.DE) Kasse. Die Aktien des Druckmaschinen-Herstellers fallen vorbörslich um 2,5 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen um insgesamt rund 14 Prozent zugelegt hatten. Der SDax(.SDAXI) kam im gleichen Zeitraum nur auf ein Plus von etwa vier Prozent. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
21.10.22
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