09.01.26
18:03
Reuters
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| Dax markiert frisches Rekordhoch |
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| US-Arbeitsmarktbericht sorgt für gute Stimmung |
| (Neu: US-Jobdaten, Xetra-Schlusskurse, Wall Street) |
| Frankfurt, 09. Jan (Reuters) - Der |
| US-Arbeitsmarktbericht für Dezember hat am Aktienmarkt für gute |
| Stimmung gesorgt. Der Dax(.GDAXI), der bereits vor der |
| Veröffentlichung am fünften Tag in Folge ein Allzeithoch |
| markiert hatte, weitete nach der Veröffentlichung seine Gewinne |
| noch aus. Aus dem Handel ging er ein halbes Prozent höher bei |
| 25.261,64 Punkten - nur knapp unter dem Rekord von 25.281,18. |
| Der EuroStoxx50(.STOXX50) schloss 1,6 Prozent höher bei 5997,47 |
| Stellen. An der Wall Street lagen die wichtigsten |
| Indizes(.DJI)(.IXIC) zwischen 0,6 und 0,8 Prozent im Plus. |
Der US-Arbeitsmarkt hat vor dem Jahreswechsel gemischte Signale ausgesendet. Die Arbeitslosenquote ist im Dezember zwar überraschend deutlich gesunken, doch der Stellenaufbau läuft weiter nur schleppend. "Der US-Arbeitsmarkt verharrt damit im 'No Hire – No Fire'-Modus", sagte LBBW-Experte Dirk Chlench. "Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig ausgefallen ist, dürfte die US-Notenbank Fed im laufenden Jahr ihren Zinssenkungskurs fortsetzen."
Die Job-Zahlen gelten als wichtige Orientierungshilfe für die Fed. Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Im vergangenen Jahr senkte die Fed den Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat indes anders als von vielen Experten erwartet kein Urteil zur Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gefällt. Der Supreme Court veröffentlichte am Freitag lediglich eine Entscheidung in einer Strafsache, die mit den Zöllen nichts zu tun hat. Unter anderem an den Finanzmärkten war damit gerechnet worden, dass die Richter sich zum Wochenschluss auch zu den Zöllen äußern dürften. Die US-Regierung hatte sich am späten Donnerstag nach Angaben von Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett telefonisch kurzgeschlossen, um potenzielle nächste Schritte nach einem Urteil zu besprechen. Wann die Entscheidung zu den Zöllen kommt, ist unklar. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.
Bei den Unternehmen stand die sich anbahnende Mega-Fusion zwischen den Bergbaukonzernen Glencore(GLEN.L) und Rio Tinto(RIO.L) im Fokus. Glencore stiegen an der Londoner Börse um 9,6 Prozent, Rio Tinto gaben drei Prozent nach. Der europäische Branchenindex(.SXPP) rückte um zwei Prozent vor. Geprüft wird den Unternehmen zufolge eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto im Zuge eines Aktientauschs. "Die Struktur einer möglichen Fusion dieser beiden Unternehmen ist unklar und dürfte komplex sein, aber wir glauben, dass es einen Weg zu einer signifikanten Wertschöpfung für beide gibt", schrieben die Analysten von Jefferies. Einige Experten zeigten sich jedoch skeptischer: Es bestehe das Risiko, dass zu viel bezahlt werde, sagte Tim Hillier vom Vermögensverwalter Allan Gray mit Blick auf Rio Tinto. Es ist der zweite Anlauf für eine Annäherung innerhalb von gut einem Jahr.
Gute Stimmung herrschte zum Wochenschluss im Tech-Sektor nach einem Umsatzsprung beim weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) im vierten Quartal. TSMC mit Kunden wie Nvidia(NVDA.O) und Apple(AAPL.O) profitiert stark von den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Im Dax gewannen Infineon(IFXGn.DE) 2,4 Prozent, die Titel des niederländischen Chipausrüsters ASML(ASML.AS) notierten 6,8 Prozent und STMicroelectronics(STMPA.PA) 2,3 Prozent fester.
Auf der Verliererseite standen Versicherer. Nach einer Herabstufung durch Morgan Stanley gaben Hannover Rück(HNRGn.DE) im Dax 1,2 Prozent nach. Die Analysten hatten die Titel auf "Equal-Weight" von "Overweight" heruntergenommen und verwiesen auf ein herausforderndes Marktumfeld für Rückversicherer. Münchener Rück(MUVHn.DE) verloren 1,1 Prozent auf 526,80 Euro - hier senkte Morgan Stanley das Kursziel auf 520 (530) Euro. Titel der Allianz(ALVG.DE) schlossen zwei Prozent schwächer.
(Bericht von Sanne Schimanski, Daniela Pegna und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
09.01.26
18:03
Reuters
Der US-Arbeitsmarkt hat vor dem Jahreswechsel gemischte Signale ausgesendet. Die Arbeitslosenquote ist im Dezember zwar überraschend deutlich gesunken, doch der Stellenaufbau läuft weiter nur schleppend. "Der US-Arbeitsmarkt verharrt damit im 'No Hire – No Fire'-Modus", sagte LBBW-Experte Dirk Chlench. "Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig ausgefallen ist, dürfte die US-Notenbank Fed im laufenden Jahr ihren Zinssenkungskurs fortsetzen."
Die Job-Zahlen gelten als wichtige Orientierungshilfe für die Fed. Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Im vergangenen Jahr senkte die Fed den Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat indes anders als von vielen Experten erwartet kein Urteil zur Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gefällt. Der Supreme Court veröffentlichte am Freitag lediglich eine Entscheidung in einer Strafsache, die mit den Zöllen nichts zu tun hat. Unter anderem an den Finanzmärkten war damit gerechnet worden, dass die Richter sich zum Wochenschluss auch zu den Zöllen äußern dürften. Die US-Regierung hatte sich am späten Donnerstag nach Angaben von Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett telefonisch kurzgeschlossen, um potenzielle nächste Schritte nach einem Urteil zu besprechen. Wann die Entscheidung zu den Zöllen kommt, ist unklar. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.
Bei den Unternehmen stand die sich anbahnende Mega-Fusion zwischen den Bergbaukonzernen Glencore(GLEN.L) und Rio Tinto(RIO.L) im Fokus. Glencore stiegen an der Londoner Börse um 9,6 Prozent, Rio Tinto gaben drei Prozent nach. Der europäische Branchenindex(.SXPP) rückte um zwei Prozent vor. Geprüft wird den Unternehmen zufolge eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto im Zuge eines Aktientauschs. "Die Struktur einer möglichen Fusion dieser beiden Unternehmen ist unklar und dürfte komplex sein, aber wir glauben, dass es einen Weg zu einer signifikanten Wertschöpfung für beide gibt", schrieben die Analysten von Jefferies. Einige Experten zeigten sich jedoch skeptischer: Es bestehe das Risiko, dass zu viel bezahlt werde, sagte Tim Hillier vom Vermögensverwalter Allan Gray mit Blick auf Rio Tinto. Es ist der zweite Anlauf für eine Annäherung innerhalb von gut einem Jahr.
Gute Stimmung herrschte zum Wochenschluss im Tech-Sektor nach einem Umsatzsprung beim weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) im vierten Quartal. TSMC mit Kunden wie Nvidia(NVDA.O) und Apple(AAPL.O) profitiert stark von den Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Im Dax gewannen Infineon(IFXGn.DE) 2,4 Prozent, die Titel des niederländischen Chipausrüsters ASML(ASML.AS) notierten 6,8 Prozent und STMicroelectronics(STMPA.PA) 2,3 Prozent fester.
Auf der Verliererseite standen Versicherer. Nach einer Herabstufung durch Morgan Stanley gaben Hannover Rück(HNRGn.DE) im Dax 1,2 Prozent nach. Die Analysten hatten die Titel auf "Equal-Weight" von "Overweight" heruntergenommen und verwiesen auf ein herausforderndes Marktumfeld für Rückversicherer. Münchener Rück(MUVHn.DE) verloren 1,1 Prozent auf 526,80 Euro - hier senkte Morgan Stanley das Kursziel auf 520 (530) Euro. Titel der Allianz(ALVG.DE) schlossen zwei Prozent schwächer.
(Bericht von Sanne Schimanski, Daniela Pegna und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)